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Athleteninformation

GEFAHREN DES DOPINGS

Medikamente

Viele Medikamente auf der Liste verbotener Substanzen können in Apotheken erworben und daher gefahrenlos angewendet werden, nicht wahr? NEIN! Medikamente sind für Menschen mit bestimmten Erkrankungen – nicht für gesunde Athleten. Sie sind nicht dazu geeignet, von gesunden Menschen in erhöhten Dosen und in Kombination mit anderen Substanzen verwendet zu werden.

Alle Medikamente haben Nebenwirkungen. Nehmen Sie sie jedoch ein, ohne dass Ihr Körper sie braucht, kann dies zu erheblichen körperlichen Schäden führen und Ihre sportliche Karriere zerstören.

Methoden

Es existieren auch verbotene Methoden der Verabreichung von Substanzen oder der Manipulation der Physiologie. Diese Methoden können sich negativ auf ihren Körper auswirken. Zum Beispiel:

•    erhöhtes Risiko von Herzversagen, Schlaganfall, Nierenschäden und hohem Blutdruck

•    Probleme mit Ihrem Blut, u. a. Infektionen, Vergiftungen, Übermaß an weißen Blutkörperchen und Verringerung der Thrombozytenanzahl 

•    Probleme mit Ihrem Kreislaufsystem

Wie auch im Falle von Drogenkonsum erhöht die Verwendung einer Spritze beim Doping die Gefahr, sich mit Infektionskrankheiten wie HIV/AIDS und Hepatitis anzustecken.

GEFAHREN VON NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTELN

Bei der Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist absolute Vorsicht geboten. Eine gewisse Anzahl positiver Tests wurden auf den Missbrauch von Nahrungsergänzungsmitteln, eine schlechte Auszeichnung oder eine Verunreinigung der Nahrungsergänzungsmittel zurückgeführt. Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln durch Athleten gibt Anlass zu Besorgnis, da in vielen Ländern die Herstellung und Auszeichnung von Nahrungsergänzungsmitteln keinen strengen Regeln unterworfen sind. Dies führt dazu, dass ein Nahrungsergänzungsmittel nicht ausgezeichnete Inhaltsstoffe enthalten kann, welche auf der Liste der verbotenen Substanzen geführt werden. Die Einnahme eines nicht ausreichend ausgezeichneten Nahrungsergänzungsmittels wird in einer Dopinganhörung nicht als angemessene Verteidigung oder Rechtfertigung angesehen.

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WADA's Q&A on nutritional supplements

DAS DOPINGKONTROLLVERFAHREN

MEDIZINISCHE AUSNAHMEGENEHMIGUNG

Athleten mit einer nachgewiesenen Krankheit oder Beeinträchtigung, welche die Verwendung einer verbotenen Substanz oder verbotenen Methode erfordert, müssen zuvor eine TUE (Therapeutic Use Exemption/Medizinische Ausnahmegenehmigung) beantragen.

Athleten, welche von der IBU in den Registrierten Testpool aufgenommen wurden, müssen eine TUE der IBU beantragen. Andere Athleten, die an internationalen IBU-Veranstaltungen teilnehmen, müssen eine TUE bei ihrer Nationalen Antidoping-Organisation sowie deren Anerkennung durch die IBU beantragen.

Um sicherzustellen, dass diese Anfragen schnellstmöglich bearbeitet werden können, stellen Sie bitte ausführliche Informationen zur Verfügung, welche die Diagnose stützen – darunter fallen Patientenakten, Arztbriefe, Labor- und/oder Testergebnisse sowie andere mögliche Ergebnisse.

Die Anträge müssen mittels ADAMS eingereicht werden.

ONLINE-SCHULUNG

Besuchen Sie unsere neue Plattform ADel für Athleten, Trainer, Sportmediziner, Administratoren und Eltern. Sie ist auf allen Geräten zugänglich, inklusive Mobiltelefone und Tablets. Sie müssen sich nur einmal anmelden, um Zugriff auf alle Informationen und jegliches Schulungsmaterial zu erhalten!

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DER REGISTRIERTE TESTPOOL

Der Registrierte Testpool (IBU RTP) besteht aus einer Mindestanzahl von 30 Athleten und 30 Athletinnen, welche aufgrund ihrer Ergebnisse in der letztjährigen Weltcup- und IBU-Cup-Gesamtwertung ausgewählt werden. Diese Athleten sind dazu verpflichtet, die Anforderungen bezüglich der Angaben zu Aufenthaltsort und Erreichbarkeit gemäß des International Standard for Testing and Investigations der WADA zu erfüllen.

Weitere Athleten können unter bestimmten Bedingungen gemäß der IBU Anti-Doping-Regeln dem IBU RTP hinzugefügt werden.

VERPFLICHTUNGEN ALS ATHLET

Wie andere olympische Sportverbände folgt auch die IBU seit 2003 dem Welt-Anti-Doping-Code, welcher unter der Führung der Welt-Anti-Doping-Organisation (WADA) aufgestellt und 1999 mit dem Ziel eingeführt wurde, den universellen Kampf gegen Doping im Sport zu koordinieren. WADA stellt ihren Interessenvertretern das Anti-Doping-Verwaltungs- und Managementsystem ADAMS zur Verfügung, ein webbasiertes Datenmanagementsystem, welches der IBU dabei hilft, ihre Anti-Doping-Maßnahmen zu koordinieren und mit dem Welt-Anti-Doping-Code abzugleichen.

Dieses System kann in sieben Sprachen genutzt werden: Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Japanisch, Spanisch, Arabisch, Niederländisch, Finnisch und Italienisch. Die Daten im ADAMS sind nur jenen Organisationen zugänglich, welchen in Übereinstimmung mit dem Welt-Anti-Doping-Programm eine ausdrückliche Zugangsberechtigung zugeteilt wurde. Nur die für den jeweiligen Nutzer relevanten Informationen/Bereiche sind einsehbar.

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AUSSCHEIDEN AUS RTP

Sollte ein Athlet, welcher zum IBU RTP gehört, entscheiden, sich permanent von IBU Wettkämpfen zurückzuziehen, muss er das unten stehende IBU Austrittsformular (IBU Retirement Form) ausfüllen. Dieses Formular muss vom Athleten und seinem Nationalverband unterzeichnet und dann per E-Mail an die IBU weitergeleitet werden (lucie.rothauer@ibu.at).

Sollte ein Athlet, der sich aus dem internationalen Biathlonsport zurückgezogen hat, wieder antreten wollen, muss er dies der IBU in schriftlicher Form (Formular „Return to Competition“) 6 Monate vor seinem ersten Wettkampf mitteilen. (Weitere Informationen IBU Anti-Doping-Regeln 5.7)

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