Deutschland holt Gold in der Damenstaffel; vierter Sieg der Saison

Deutschland holt Gold in der Damenstaffel; vierter Sieg der Saison

Deutschland mit Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier gewann heute Gold in der Damenstaffel mit neun Nachladern in 1:11:16,6. Es war der vierte Staffelsieg der Saison für Deutschland. Die Ukraine mit Iryna Varvynets, Yuliia Dzhima, Anastasiya Merkushyna und Olena Pidhrushna gewann Silber mit vier Nachladern und 6,4 Sekunden Rückstand. Frankreich mit Anais Chevalier, Celia Aymonier, Justine Braisaz und Marie Dorin Habert holte Bronze mit sieben Nachladern und 8,1 Sekunden Rückstand.

Tschechien wurde Vierter mit sieben Nachladern und 14 Sekunden Rückstand. Platz fünf ging an Italien mit sechs Nachladern und 36,5 Sekunden Rückstand, während Schweden mit sieben Nachladern und 1:20,4 Rückstand Sechster wurde.

Deutschland holt Gold in der Damenstaffel; vierter Sieg der Saison

Deutschland übernimmt die Kontrolle

Heftiger Schneefall und böige Winde erwarteten heute die dreiundzwanzig Mannschaften; ganz andere Wettkampfbedingungen als an allen anderen Wettkampftagen dieser WM. Die erste Runde dominierten Deutschland, Frankreich und Italien von vorn, doch zwei Nachlader für Hinz im Stehen warfen Deutschland auf Rang drei zurück.

Auf der zweiten Runde machte das Stehendschießen die deutschen Fans nervös, nachdem Hammerschmidt dreimal verfehlt hatte und mit drei Nachladern gerade so die Strafrunde vermeiden konnte. Sie sagte: „Ich war ein bisschen nervös, meine Beinmuskeln waren völlig taub, also bin ich froh, dass ich alle fünf getroffen habe.“
Sie übergab auf Rang zwei an Hildebrand, die dann mit 10 Schuss 10 Treffer setzte und eine 20-sekündige Führung nach dem Stehendschießen herausarbeitete. Sie gab später zu, dass die Bedingungen heute mehr nach ihrem Geschmack gewesen waren. „Ich war froh, dass es nicht so sonnig war. Ich habe mich gefreut, dass ich zweimal alles getroffen habe und Laura einen größeren Vorsprung verschaffen konnte.“
Merkushyna zog im Stehendschießen mit Hildebrand gleich und verließ den Schießstand mit 20 Sekunden Rückstand, holte aber mit starker Laufleistung noch 10,3 Sekunden wieder heraus und übergab mit nur 9,7 Sekunden Rückstand an Pidhrushna.

Deutschland holt Gold in der Damenstaffel; vierter Sieg der Saison

5 Mannschaften: 12 Sekunden

Russland war unter den ersten fünf gewesen, fiel aber zurück, nachdem Schlussläuferin Tatiana Akimova sich im Liegen eine Strafrunde geleistet hatte.

Der Druck wurde im letzten Stehendschießen sichtbar, als Dahlmeier zwei Nachlader brauchte, um die letzten fünf Scheiben zu schließen. Sie blieb in Führung, doch war Koukalová schon 5,4 Sekunden hinter ihr wieder auf der Strecke, und auch Dorin Habert und Wierer waren ihr auf den Fersen. Nach dem letzten Schießen gingen fünf Nationen innerhalb von 12 Sekunden wieder auf die Runde, und so wurde es zum Schluss noch mal ein spannendes Wettrennen. Koukalová ging als Zweite mit Chance auf Silber aus dem Schießstand, doch hatte Pidhrushna noch genügend Körner übrig, um sie zu überholen und die Ziellinie als Zweite zu überqueren. Dorin Habert kämpfte um Silber, wurde aber Dritte. Der französische Star freute sich über seine Medaille: „Ich bin sehr froh über diese Medaille und über den Podestplatz mit der Mannschaft, das war toll. Ich wusste, dass Olena eine tolle letzte Runde laufen kann, Gabi ist einfach verrückt, diese Saison ganz oben.“

Deutschland holt Gold in der Damenstaffel; vierter Sieg der Saison

Silber für die Ukraine

Dzhima gab zu, dass sie ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllt hatte: „Um ehrlich zu sein habe ich alles gegeben, was ich konnte, aber ich hatte mehr von mir erwartet.“

Merkushyna fiel zu ihrer ersten WM-Medaille nichts mehr ein: „Es war wirklich hart, weil das Wetter auch schwierig war. Ich kann es nicht glauben, das ist meine erste WM und meine erste Medaille. Natürlich glaube ich an meine Mannschaft, aber das ist einfach großartig!“

Pidhrushna erzählte, was auf der letzten Runde in ihr vorgegangen war: „Ich habe mich an die letzte Runde vom letzten Jahr erinnert. Letztes Jahr hatte ich auf jeder Runde einen ähnlichen Kampf. Dank meiner Ski konnte ich Mädels auf der letzten Runde überholen und mir ist klargeworden, dass ich jetzt um eine Medaille kämpfen muss.“

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