Dominanz beim Mannschaftskristall: Deutsche Damen, norwegische Herren (Teil 2)

Dominanz beim Mannschaftskristall: Deutsche Damen, norwegische Herren (Teil 2)

Die deutschen Damen und norwegischen Herren führten die Parade der Mannschaftskristallgewinner am Saisonende an, und nur die Italiener konnten sich als Außenseiter in der gemischten Staffel ihren ersten Titel sichern.

In diesem zweiten von drei Berichten werfen wir einen Blick auf die Mannschaftssieger. Teil 3 am Freitag wird sich um die drei Damen drehen, die in dieser Saison Kristall geholt haben: Kaisa Mäkäräinen, Anastasiya Kuzmina und Nadezhda Skardino.

Dominanz beim Mannschaftskristall: Deutsche Damen, norwegische Herren (Teil 2)

Nationen- und Staffelwertungen an Deutschland und Norwegen
Nachdem die Saison in Tyumen ein Ende gefunden hatte, war wohl kaum jemand überrascht, dass die deutschen Damen und die norwegischen Herren am Ende als Saisonsieger hervorgingen. Diese beiden Mannschaften belegen schon seit langen Jahren die vorderen oder vordersten Plätze.

Dominanz beim Mannschaftskristall: Deutsche Damen, norwegische Herren (Teil 2)
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Norwegen ganz oben
Norwegen war, angeführt von Johannes Thingnes Boe, seinem Bruder Tarjei und Emil Hegle Svendsen und ergänzt durch starke Hintermänner wie Erlend Bjoentegaard, Henrik L’Abee Lund und Lars Helge Birkeland mit 6458 Punkten in der Nationenwertung und 228 Punkten in der Staffelwertung wieder unangefochten die beste Mannschaft in beiden Kategorien. Frankreich, angeführt vom fast unschlagbaren Martin Fourcade, lag in der Nationenwertung mit 6129 Punkten deutlich dahinter, während in der Staffelwertung überraschend Schweden mit 184 Punkten Platz zwei belegte.

Dominanz beim Mannschaftskristall: Deutsche Damen, norwegische Herren (Teil 2)
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Sieg in Oslo sichert Staffelkristall
Für Norwegen war es in der Nationenwertung die Rückkehr an die Spitze, nachdem sie den Sieg 2016-17 mit bitteren 32 Punkten Rückstand Deutschland hatten überlassen müssen. Die drei Saisons davor war der Sieg immer an die Norweger gegangen. Die Staffelkristallkugel war ebenfalls Comeback für ein Team, das in den letzten Jahren zu kämpfen gehabt hatte, selbst mit einem solchen Star-Aufgebot. Nach dem IBU-WM-Titel am Holmenkollen 2016 fühlten sie sich unbesiegbar, verfehlten aber im nächsten Jahr in Hochfilzen das Podest komplett und mussten WM-Titel wie auch Kristallkugel dem Rivalen Russland überlassen In dieser Saison überließen die Norweger jedoch nichts dem Zufall, gewannen drei der vier Herrenstaffeln und mussten nur in Oberhof einen dritten Platz wegstecken.

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Gutes Gefühl
Nachdem sie sich den Staffeltitel und die kleine Kristallkugel erneut im heimischen Oslo gesichert hatten, sagte Johannes: „Wir haben mit der Staffel in diesem Jahr gute Leistungen gebracht. Nach ein paar schlechten Jahren fühlen wir uns jetzt wieder wie die Stärksten. Das ist immer ein gutes Gefühl, mit dem Team die Kristallkugel zu gewinnen.“

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Deutsche Damen mal wieder dominant

Die deutsche Damenmannschaft dominiert den Sport, und das schon seit Jahren: Die Kristallkugel für die Nationenwertung war ihre zehnte in den letzten 13 Saisons! Auch ihr Sieg in der Staffelwertung war der vierte in den letzten fünf Jahren.

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Star und große Mannschaftstiefe

Wie üblich gewann Deutschland die Nationenwertung mit einem Star, der den Weg wies - Laura Dahlmeier - und einer mehr als kompetenten Mannschaft, in der unter anderem Denise Herrmann, Franziska Hildebrand, Franziska Preuss, Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt die ganze Saison über fleißig Punkte sammelten. Auch wenn Frankreich sowohl in der Nationen- als auch in der Staffelwertung den zweiten Platz belegte, konnten die Französinnen im wöchentlichen Zweikampf doch nicht mit den Deutschen mithalten.

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Frankreich beendet Siegesserie

Immerhin jedoch konnte die französische Damenstaffel den unaufhaltsamen Deutschen einen ordentlichen Schrecken einjagen. Die Deutschen traten die Saison 2017-18 mit einer Art Superheldinnenstatus an, ungeschlagen 2016-17 und in derselben Besetzung, ergänzt um eine deutlich bessere Denise Herrmann. Sie siegten erneut in Hochfilzen, bevor die französischen Vier sie im heimischen Oberhofen auf die Ränge verwiesen. Der französischen Staffel gelang auch ein würdiger Schlusspunkt für Marie Dorin Haberts ruhmreiche Karriere mit einem zweiten Sieg über Deutschland im Saisonfinale von Oslo.

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*Für Marie
Anais Bescond sagte zu ihrer Schlussrunde in Oslo und deren Bedeutung: „Eine Staffel zu gewinnen, ist immer etwas Besonders, aber war das Niveau besonders hoch, weil es die letzte Staffel mit Marie war... “
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Vier Podestplätze... und Kristall
Trotzdem, die deutsche Staffel verfehlte bei allen französischen Siegen nie das Podest, wurde zweimal Erster und zweimal Zweiter und nahm am Ende doch wieder die kleine Kristallkugel mit nach Hause.

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Erstes Kristall: Italien
Die mittelgroße italienische Mannschaft konnte sich zwischen den großen und vor allem tiefen Mannschaften wie Deutschland, Norwegen und Frankreich endlich behaupten und sich am Ende die kleine Kristallkugel in der gemischten Staffel sichern. Seit ihrem Durchbruch mit einer olympischen Bronzemedaille 2014 sind sie immer vorn mit dabei gewesen und haben sich kontinuierlich verbessert. In diesem Jahr war die Staffel aus Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Dominik Windisch ganz klar die, die es zu schlagen galt. Bei der Saisoneröffnung in Östersund verpassten sie mit 5,3 Sekunden Rückstand auf Norwegen den Sieg nur knapp. Dann reichte es erneut für eine olympische Bronzemedaille, gefolgt von dem langersehnten Sieg in Kontiolahti. Mit diesem Sieg in Kontiolahti hatten sie sich ihre erste Mannschaftskristallkugel gesichert.

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