Französischer Sieg in gemischter Staffel von Pokljuka

 Französischer Sieg in gemischter Staffel von Pokljuka

Frankreich gewann mit Anais Bescond, Justine Braisaz, Martin Fourcade und Simon Desthieux die erste gemischte Staffel der Saison in 1:10:02,8 mit fünf Nachladern. Das Team der Schweiz überraschte mit einem zweiten Platz mit neun Nachladern und 38,7 Sekunden Rückstand, während Italien mit einer Strafrunde, acht Nachladern und 52,1 Sekunden Rückstand Dritter wurde.

Pokljuka Mixed Relay

Platz vier ging an Russland mit 1:17,3 Rückstand, während die Finnen nach früher Führung mit 1:30,9 Rückstand Fünfte wurden. Der sechste Platz ging an Norwegen mit 1:51,1 Rückstand.

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Vittozzi und Eder

Mit der ersten gemischten Staffel der Saison endete der erste Tag der neuen Saison bei ähnlich guten Bedingungen wie zuvor bei der einfachen gemischten Staffel: Klar und fast windstill.

Italien, olympischer Bronzemedaillengewinner, schickte Lisa Vittozzi vorweg, die auf der ersten Runde als einzige Frau im Feld mit zwei fehlerfreien Schießen gleich den Ton angab. Sie ging mit 4 Sekunden Vorsprung vor der Französin Anais Bescond und 15 Sekunden vor der Finnin Mari Eder aus dem Schießstand. Am ersten Wechsel übergab Eder jedoch als Erste, gefolgt von Bescond und Vittozzi auf drei.

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Mäkäräinen fliegt davon
Bei den zweiten Starterinnen konnte Top-Frau Kaisa Mäkäräinen die finnische Führung mit einem fehlerfreien Liegendschießen und nur einem Nachlader im Stehen auf 19 Sekunden ausbauen. Die Italienerin Dorothea Wierer wie auch die Französin Justine Braisaz setzten fünf Treffer im Stehen. Mäkäräinen flog wie der Wind über die letzte Runde und übergab mit 29,4 Sekunden Vorsprung vor Italien und 39,7 Sekunden Vorsprung vor Braisaz an Tero Seppälä.

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Fourcade übernimmt

Martin Fourcade und Simon Desthieux machten auf den Herrenrunden den Sieg für die Franzosen klar. Ein Nachlader im Liegen kostete Seppälä die Hälfte seiner Führung, während der beste Mann Martin Fourcade besonnen schoss, aber alles traf. Der Schweizer Benjamin Weger bereitete seinem Team den Weg, indem er mit Fourcade gleichzog und die Schweiz auf Rang drei vorschob, während der Italiener Dominik Windisch in der Strafrunde zirkelte. Fourcade drückte vor dem Stehendanschlag aufs Tempo, räumte alles ab und ging in Führung, während der junge Finne in die Strafrunde musste.

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Schnellfeuer von Desthieux
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Fourcade übergab an Simon Desthieux mit 15,2 Sekunden Vorsprung vor Weger, dem Jeremy Finello folgte. Finnland lag 59,7 Sekunden zurück. Desthieux traf alles und war im Liegendanschlag aus dem Schießstand, bevor der Schweizer Finello einen Schuss abgegeben hatte. Der Italiener Lukas Hofer, der auf Rang fünf übernommen hatte, drückte auf der ersten Runde ordentlich aufs Gas, mähte im Liegen alle Scheiben um und schob sich vor auf Rang drei mit 1:13 Rückstand. Desthieux legte im Stehendanschlag eine Schnellfeuereinlage hin, und mit nur zwei Nachladern sicherte er den Olympiasiegern dort den Sieg, während Finello drei Nachlader brauchte, aber den zweiten Platz absicherte. Hofer schaffte zehn Schuss und zehn Treffer und belegte damit den dritten Platz auf dem Treppchen.

Bescond nervös
Die französische Startläuferin Bescond war heute etwas nervös. „Ich war angespannt und aufgeregt. Es ist etwas Besonderes, mit dem Team in die Saison zu starten. Am Ende war alles in Ordnung.“

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Fourcade, der die Weichen für den Sieg gestellt hatte, konzentrierte sich nur auf eins. „Auf der Strecke war es nicht mein bester Tag, aber ich wusste, dass heute das Schießen zählt, und ich bin zufrieden, dass das geklappt hat.“

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*Historischer Podestplatz für die Schweiz
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Der zweite Platz für die Schweiz war historisch, die erste Schweizer Platzierung mit einer Staffel, und das Team war völlig aus dem Häuschen. Geburtstagskind Elisa Gasparin sagte: „Mir fehlen die Worte, natürlich bin ich glücklich. Jeder im Team hat ein gutes Rennen abgeliefert; die Jungs haben übernommen und ihre Sache gut gemacht. Es ist schön zu sehen, dass sich unsere harte Arbeit gelohnt hat.“ Ihr Mannschaftskamerad Weger fügte hinzu: „Besser hätte es nicht laufen können... da sieht man, was wir können.“

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Guter Einstieg
Hofer, der Italien den Podestplatz sicherte, kannte seine Aufgabe „Ich habe versucht, auf der ersten Runde so schnell wie möglich aufzuholen und im ersten Schießen fehlerfrei zu bleiben. Danach war es ein normales Rennen, ein guter Einstieg in die Saison.“

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