Gold in Juniorenverfolgung an Marketa Davidova und Sverre Dahlen Aspenes

Gold in Juniorenverfolgung an Marketa Davidova und Sverre Dahlen Aspenes

Die Tschechin Marketa Davidova erkämpfte sich in der Juniorenverfolgung der Damen trotz vier Strafrunden Gold in 32:52,6. Später am Nachmittag entschied Sverre Dahlen Aspenes die Juniorenverfolgung der Herren für sich. Er blieb als Einziger fehlerfrei und sicherte sich in 34:16,7 die letzte Goldmedaille der JJWM 2018.

Gold in Juniorenverfolgung an Marketa Davidova und Sverre Dahlen Aspenes

Juniorenverfolgung der Damen

Kamila Zuk aus Polen gewann Silber trotz sechs Strafrunden. Sie lag im Ziel 28,1 Sekunden zurück. Bronze ging an die Französin Myrtille Begue, die bereits im Sprint auf Rang drei eingekommen war. Sie musste dreimal in die Strafrunde und kam 53,8 Sekunden nach der Siegerin ins Ziel.

Urska Poje aus Slowenien musste sich Begue auf der Schlussrunde geschlagen geben und wurde am Ende Vierte. Sie schoss einen Fehler und lag 1:07,3 zurück. Fünfte wurde die Russin Valeria Vasnetcova mit vier Strafrunden und einem Rückstand von 1:31,5. Platz sechs ging an Chloe Levins aus den USA mit zwei Fehlern und einem Abstand von 1:51,4.

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Führungswechsel

Der Juniorensprint der Damen war die vorletzte Entscheidung an diesem letzten Tag der JJWM 2018. Die Wetterbedingungen am Nachmittag entsprachen denen bei den Jugendrennen zuvor. Die Temperaturen stiegen leicht auf -4°C an. Zuk ging mit einem Vorsprung von 26 Sekunden ins Rennen und verteidigte ihre Führung trotz einer Strafrunde beim ersten Liegendschießen. Davidova musste ebenfalls einmal in die Strafrunde und folgte auf Rang zwei. 17,6 Sekuden zurück. Die fehlerfrei gebliebene Myrtille Begue hielt Rang drei mit einem Rückstand von 46,5 Sekunden. Beim zweiten Schießen kam es zu einem Führungswechsel. Die zweifache Goldmedaillengewinnerin aus Polen musste zweimal in die Runde und fiel auf Rang zwei zurück, 40,9 Sekunden hinter der sauber schießenden Davidova. Poje traf ebenfalls alles und schob sich auf Rang drei nach vorn, 1:10,7 hinter der Führenden. Sie wurde gefolgt von Begue, die nur zwei Sekunden hinter ihr lag.

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Marketa Davidova setzte erneut einen Schuss daneben und gab Zuk so die Chance, doch noch Gold zu gewinnen. Doch die Polin musste ebenfalls in die Strafrunde und hatte am Ende mit sechs Fehlern sogar mehr Extrameter auf dem Konto als Davidova. Zuk fiel auf Rang fünf zurück. Poje schoss dagegen schnell und akkurat und schob sich auf den Silberrang nach vorn, 36,2 Sekunden hinter der Führenden. Begue lief eine Scheibe stehen, konnte Bronze jedoch verteidigen.

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Auf den letzten Metern

Beim letzten Stehendschießen musste Davidova noch einmal in die Strafrunde, konnte aber dennoch mit einem komfortablen Vorsprung auf die Schlussrunde gehen. Poje und Begue kamen ebenfalls nicht ungeschoren davon, doch Zuk räumte alle Scheiben ab und sicherte sich so Silber. Poje ging als Dritte auf die letzte Runde, 20 Sekunden vor Begue. Die Französin zündete auf der Schlussrunde jedoch den Turbo, überholte die Slowenin und holte Bronze.

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Davidova gab zu, dass sie vor dem Rennen nicht mit einem Sieg gerechnet hatte. „Ich war sehr erschöpft und habe einfach gehofft, dass mir ein gutes Schießen gelingen würde, um am Ende ein gutes Resultat abzuliefern.“ Mit einem breiten Lächeln fügte sie hinzu: „Als ich den ersten Schuss beim letzten Stehendschießen daneben setzte, habe ich gehofft, dass das mein letzter Fehler war!“

Trotz des zehnten Platzes konnte sich die Russin Polina Shevnina die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Verfolgungswertung des IBU Junior Cup sichern. Die große Kristallkugel für den Gesamtsieg im IBU Junior Cup ging an die Französin Lou Jeanmonnot Laurent.

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Juniorensprint der Herren

Hinter Aspenes ging Silber wie schon im Sprint an den Franzosen Martin Perrillat Bottonet. Er schoss eine Strafrunde und lag im Ziel 1:21,1 zurück. Johannes Dale aus Norwegen gewann Bronze mit vier Fehlern und einem Rückstand von 1:46,4.

Vierter wurde der Russe Igor Malinovskii. Er leistete sich drei Fehler und kam 2:13,2 hinter Aspenes ein. Mit seinem vierten Platz schaffte er es allerdings, Perrillat um einen Punkt im Kampf um den Sieg in der Verfolgungswertung des IBU Junior Cups zu schlagen und die kleine Kristallkugel mit nach Hause zu nehmen. Vasilii Tomshin schoss fünf Fehler und kam mit einem Abstand von 2:18,9 auf Rang fünf. Sechster wurde sein Mannschaftskollege Said Karimulla Khalili. Er arbeitet sich mit einem einzigen Fehlschuss von Rang 27 nach vorn und lag am Ende 2:37,6 zurück.

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Führung eingebüßt

Tomshin ging mit einem Vorsprung von 21 Sekunden ins Rennen, büßten diesen jedoch beim ersten Schießen ein. Während er in die Strafrunde musste, sprang Aspenes auf die erste Position. Tomshin folgte dem Norweger mit einem Abstand von 1,9 Sekunden. Die fehlerfrei gebliebenen Athleten Dale und Perrillat gingen als Dritter und Vierter auf die nächste Runde. Beim zweiten Liegendschießen kamen die beiden Norweger zusammen an den Schießstand, räumten zeitgleich alle Scheiben ab und gingen nacheinander in einem Abstand von nur 0,5 Sekunden auf die nächste Runde. Tomshin traf ebenfalls und folgte 7 Sekunden später.

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Die Norweger bauten ihren Vorsprung aus und kamen erneut zusammen zum Schießstand. Während Dale einmal in die Strafrunde musste, leistete sich Aspenes keinen Patzer. Er führte zu diesem Zeitpunkt mit einem Vorsprung von 15,4 Sekunden vor dem ebenfalls fehlerfrei gebliebenen Tomshin. Perrillat ließ eine Scheibe stehen und ging mit einem Rückstand von 41, 2 Sekunden zurück auf die Strecke. Aspenes kam mit einem Vorsrpung von 20 Sekunden zum letzten Schießen. Er blieb ruhig, räumte alle Scheiben ab und ließ Tomshin stehen, der unter Druck vier Fehler fabrizierte und so alle Medaillenhoffnungen begraben musste. Während auch Dale in die Runde musste, schoss Perrillat tadellos und ließ den Norweger hinter sich. Mit seinem zweiten Platz sicherte sich Perrillat neben Silber auch den Sieg in der Gesamtwertung des IBU Junior Cups.

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Aspenes war überglücklich über seine Goldmedaille und seine Schießleistung: „Ich habe noch nie alle 20 Schuss ins Schwarze gesetzt. Heute war das erste Mal. Es ist unglaublich, dass ich es gerade hier und heute geschafft habe. Ich habe keine Ahnung, wie ich das hinbekommen habe. Ich bin einfach ruhig und konzentriert geblieben.“

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