IBU OEM Gold über 15km an Chloe Chevalier

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Die Französin Chloe Chevalier flog über die Strecken von Ridnaun, machte eine Strafminute aus dem ersten Liegendschießen wett und sicherte sich den Sieg im Einzel über 15km in 46:32,9. Silber ging an die Italienerin Alexia Runggaldier, die zwar fehlerfrei blieb, aber 47,7 Sekunden hinter der Siegerin durchs Ziel ging. Viktoria Slivko aus Russland gewann Bronze mit fehlerfreiem Schießen und einem Rückstand von 55,9 Sekunden.

Vierte wurde Yulia Zhuravok aus der Ukraine. Sie traf ebenfalls alles und lag im Ziel 56,4 Sekunden zurück. Ihre Mannschaftskolegin Irina Varvynets schoss auch tadellos und wurde Fünfte, 1:07,6 hinter der Siegerin. Platz sechs ging an eine weitere Russin: Svetlana Mironova schoss drei Strafminuten und lag im Ziel 1:26 zurück.

IBU OEM Gold über 15km an Chloe Chevalier

Schießstand im Schatten
Bei den Damen herrschten ähnliche frühlingshafte Bedingungen wie bei den Herren: strahlender Sonnenschein und warme plus 6°C. Als die Sonne in den Westen wanderte wurde der am Morgen noch hell erleuchtete Schießstand in den Schatten der umliegenden Berge getaucht.

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Fünf Damen

Als die Sonne hinter den Bergen versank, herrschten tadellose Bedingungen am Schießstand. Dennoch schaffte es auch bei den Damen kaum eine, alle 20 Schuss ins Schwarze zu setzen. Zu Beginn sah es nach einem Kampf zwischen Kaia Woeien Nicolaisen, zwei weiteren Norwegerinnen, Irina Varvynets aus der Ukraine und Runggaldier aus Italien aus. Jede räumte alle Scheiben ab. Varvynets schoss schneller, doch die Norwegerinnen blieben ihr dicht auf den Fersen.

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Chevalier übernimmt
Beim letzten Stehendschießen verfehlte Varvynets zum ersten Mal an diesem Tag eine Scheibe, genauso wie Nicolaisen. Lokalmatadorin Runggaldier traf und schob sich von Platz zwei auf Rang eins nach vorn. Sie sah wie die sichere Siegerin aus, bis Chevalier trotz einer Strafminute nach drei Anschlägen über den Schnee gestürmt kam. Sie traf, ging in Führung und konnte ihren Vorsprung auf der letzten Runde sogar noch auf 47,7 Sekunden ausbauen.

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Grandiose letzte Runde für Slivko bringt Bronze

Während des gesamten Rennens sah Zhuravok dank ihrer tadellosen Schießleistung wie eine sichere Medaillenkandidatin aus. Nach dem letzten Schießen lag sie nur drei Sekunden hinter Runggaldier. Die Ukrainerin konnte die Lücke nicht schließen und ließ zum Ziel hin nach. Dennoch kam sie als Dritte ein. Dann blieb jedoch Slivko aus Russland fehlerfrei und ging 15 Sekunden hinter der Ukrainerin auf die Schlussrunde. Sie schien ins Ziel zu fliegen, machte mit jedem Kilometer Zeit gut, warf sich über die Ziellinie und landete schließlich 0,5 Sekunden vor Zhuravok. Das brachte ihr Bronze.

Chevalier: Entspannt zum Erfolg

Chevalier sagte, dass ihr die eine Strafminute gut getan hatte: „Nach dem Fehler im ersten Liegendschießen habe ich entspannt und mich nicht mehr um das Ergebnis gesorgt. Ich habe das Rennen und die Sonne einfach genossen. Vielleicht war das der Schlüssel zum Erfolg: sich nicht um das Ergebnis scheren.“

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Medaille zu Hause

Runggaldier hatte in einem Einzel bei der IBU WM 2017 bereits Bronze gewonnen und freute sich nun über ihren dritten Platz vor heimischem Publikum. Sie sagte lächelnd: „Es ist schön, zu Hause eine Medaille zu gewinnen. Ich war im Dezember krank und musste erst wieder in Form kommen. Diese Medaille ist sehr gut für mein Selbstvertrauen im Hinblick auf Pyeongchang. Ich wusste, dass ich eine Chance hatte, wenn ich fehlerfrei blieb. Aber die letzte Runde hat mir Sorgen bereitet.“

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Glänzende Motivation
Slivko wurde durch etwas Bestimmtes auf der letzten Runde motiviert: „Die Trainer sagten mir, dass ich 18 Sekunden zurücklag, dann 15. Der Gedanke, eine Medaille zu gewinnen, war alles, was ich brauchte, um diese harte Schlussrunde zu überstehen.“
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