IBU OEM: Verfolgungsgold an Iryna Starykh aus Russland

IBU OEM: Verfolgungsgold an Iryna Starykh aus Russland

Iryna Starykh aus Russland zauberte an diesem Nachmittag auf ihrem Weg zur zweiten Goldmedaille ein perfektes Verfolgungsrennen bei den IBU OEM in den Schnee und siegte in 30:04,4. Sprintsiegerin Juliya Dzhyma aus der Ukraine schoss zwei Fehler, sicherte sich aber dennoch Silber, 19,8 Sekunden hinter Starykh. Starykh Mannschaftskollegin Svetlana Sleptsova musste einmal in die Strafrunde und sicherte sich als dritte Medaille der Woche Bronze mit einem Rückstand von 32,2 Sekunden.

Veronika Vitkova aus Tschechien wurde Vierte mit zwei Fehlern und einem Rückstand von 47,8 Sekunden. Platz fünf ging an eine weitere Russin: Svetlana Mironova kämpfte sich trotz dreier Strafrunden von Rang 13 auf Platz 5 nach vorn und lag im Ziel 1:29,6 hinter der Siegerin. Sechste wurde Lokalmatadorin Monika Hojnisz. Sie startete als Sechzehnte, schoss nur einen Fehler und lag 1:29,8 zurück.

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Aufholjagd

Dzhyma ging mit 27 Sekunden Vorsprung auf ihre stärkste Konkurrentin als Erste auf die Strecke und hielt diesen bis zum ersten Liegendschießen. Sie räumte alle Scheiben ab und ging wieder auf die Strecke, bevor die Konkurrenz überhaupt mit dem Schießen begonnen hatte. Sleptsova blieb ebenfalls fehlerfrei und verkürzte ihren Rückstand um fünf Sekunden. Die Russin wurde gefolgt von Starykh und Vitkova innerhalb der nächsten zehn Sekunden. Als die Ukrainerin zum zweiten Liegendschießen kam, wehte der Wind noch immer von rechts nach links. Ihre Konkurrentinnen waren näher gekommen, doch ohne sie zu beachten, räumte Dzhyma erneut alle Scheiben ab und blieb in Führung. Während Sleptsova in die Runde musste, blieb Starykh fehlerfrei und schob sich auf Rang zwei nach vorn.

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Dreikampf

Dzhyma war gerade mit ihrem ersten Stehendschießen fertig, als Starykh die Matte erreichte. Die Ukrainerin verfehlte den letzten Schuss, während die Russin tadellos schoss. Beide gingen zusammen auf die nächste Runde mit einem minimalen Abstand von gerade einmal 2,1 Sekunden. Sie wurden gefolgt von Sleptsova, die auch alle Scheiben getroffen hatte und nun einen Rückstand von 18,7 Sekunden hatte. Es sah nicht so aus, als könnte noch eine weitere Athletin in die Medaillenvergabe eingreifen, aber im Biathlon kann ja bekanntlich vieles passieren. Dieses Mal passierte allerdings nichts. Die stärksten Athletinnen waren auch dieses Mal jene, die schon in den vorhergehenden Rennen auf dem Treppchen gestanden hatten.

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Hörbarer Fehlschuss

Dzhyma verteidigte ihre Führung bis zum letzten Stehendschießen, verfehlte da allerdings eine Scheibe und musste die fehlerfrei gebliebene Starykh passieren lassen. Während die Ukrainerin in der Runde war, traf Sleptsova alle Scheiben und beide gingen zusammen auf die letzte Runde. Ihr Rückstand auf Starykh betrug 14 Sekunden. Starykh freute sich sehr über ihre heutige Schießleistung. „Ich wollte fehlerfrei bleiben, denn ich wusste, dass ich nur so eine Chance auf den Sieg hatte. Als ich zum letzten Stehendanschlag kam, hörte ich, wie Juliya neben mir einen Fehler schoss. Ich musste also treffen. Ich bin so froh, dass ich das geschafft habe.“

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Nicht sicher

Nachdem Starykh unangefochten auf die Goldmedaille zusteuerte, war der Kampf um Silber und Bronze noch längst nicht entschieden. Auf der letzten Runde gab Dzhyma alles und kämpfte bis zum letzten Meter. „Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich Silber gewinnen könnte. Im Biathlon kann alles passieren: Man kann stürzen oder einen Stock brechen – vor allem, wenn man auf der letzten Runde bis zum Anschlag arbeiten muss. Ich wollte Svetlana so schnell wie möglich abhängen.“

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