IBU JJWM: Russland dominiert Verfolgung der Junioren mit Siegen von Malinovskii und Vasnetcova

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Russland entschied heute beide Verfolger in der Juniorenklasse für sich: Igor Malinovskii und Vanessa Vasnetcova holten Gold. Malinovskii sicherte sich mit seinem Sieg beim IBU JJWM Verfolger der Junioren an diesem Morgen trotz vier Fehlern seine zweite Goldmedaille innerhalb von zwei Tagen. Er absolvierte die Strecke in 32:29,8, 13 Sekunden schneller als Silbermedaillengewinner Sindre Pettersen aus Norwegen mit fünf Fehlern. Am Nachmittag blieb Vasnetcova in der Verfolgung der Juniorinnen fehlerfrei und arbeitete sich von Platz 24 auf Rang eins nach vorn. Sie brauchte 31:49,5.

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Verfolgung der Junioren

Hinter Malinovskii und Pettersen ging Bronze an Anton Smolski aus Weißrussland mit fünf Strafrunden und einem Rückstand von 27,4 Sekunden. Vierter wurde der Russe Kirill Streltsov mit ebenfalls fünf Fehlern, 35,1 Sekunden zurück. Seine konstant guten Resultate brachten ihm den Sieg in der Junior-Cup-Gesamtwertung und die große Kristallkugel ein. Milan Zemlicka aus Tschechien wurde Fünfter mit zwei Fehlern. Er holte sich den Sieg in der Verfolgungswertung des Junior Cup. Sechster wurde der Kasache Roman Yeremin mit sechs Strafrunden und einem Rückstand von 39,1 Sekunden.

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Mannschaftskameraden in Führung

Bei den Junioren herrschten ähnliche Bedingungen wie bei den Jugendrennen früher an diesem Morgen: moderater Wind und komfortable Temperaturen. Malinovskii führte auf Runde eins und blieb fehlerfrei, ebenso wie Streltsov. In der Mitte der zweiten Runde liefen beide Mannschaftskameraden zusammen. Smolski folgte ihnen. Der Weißrusse traf beim zweiten Liegendschießen alles und ging mit vier Sekunden vor Malinovskii in Führung. Der Russe hatte einmal in die Strafrunde gemusst. Porshnev arbeitete sich nach vorn, als Streltsov drei Fehler schoss. Beide lagen allerdings nur sechs Sekunden auseinander.

Fehler im Stehendschießen, doch Malinovskii siegt

Smolski musste stehend drei Mal in die Strafrunde, während Malinovskii zwei Scheiben verfehlte. Der Sprintweltmeister übernahm erneut die Führung, während sich Streltsov wieder auf Rang drei nach vorn schob. Pettersen war ihm dicht auf den Fersen. Die Medaillenvergabe wurde wieder einmal beim letzten Schießen entschieden. Der Russe schoss schnell, verfehlte aber eine Scheibe, während sein Konkurrent zwei Mal in die Strafrunde musste. Pettersen traf einmal nicht und ging als Zweiter zurück auf die Runde. Smolski, Streltsov und Zemlicka gingen zusammen mit einem Rückstand von 36 Sekunden auf die letzte Runde und kämpften um Bronze. Smolski flog den letzten Anstieg hinauf und sicherte sich die Bronzemedaille.

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Extra Motivation

Der ohnehin meist lächelnde und positiv eingestellte Malinovskii fand auf der Strecke noch eine Extraportion Motivation: „An den großen Anstieg berührte mich mein Trainer ein paar Mal mit einem Skistock. Das war alles, was ich brauchte. Im letzten Jahr sagte er mir, dass ich lächeln sollte. Und es hat funktioniert!“ Im Hinblick auf seine zwei Weltmeistertitel fügte er hinzu: „Das ist mir noch gar nicht richtig bewusst geworden.“

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Medaille in weiter Ferne

Der Einzelweltmeister Pettersen hatte heute einen harten Tag. „Nach dem ersten Liegendschießen dachte ich, dass ich alle Chancen auf eine Medaille verloren hätte… Ich bin dann von Platz acht auf den Silberrang nach vorn gelaufen, das ist ziemlich gut… Auf der letzten Runde habe ich alles versucht, um Igor einzuholen.“

80 %

Smolski war nicht ganz zufrieden mit Bronze. „Ich hatte mich geärgert, weil ich gestern das Podium verpasst hatte. Also macht mich diese Medaille 80 % zufrieden. Wenn ich noch eine Medaille gewinne, wird diese Prozentzahl noch um ein paar Punkte steigen!“

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Verfolgung der Juniorinnen

Sprintweltmeisterin Michela Carrara aus Italien gewann Silber im Zielsprint vor der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold. Die Italienerin schoss drei Fehler, während Tandrevold zwei Mal in die Runde musste. Sie landeten 10 bzw. 10,8 Sekunden hinter der Siegerin.

Anna Weidel aus Deutschland wurde Vierte mit zwei Fehlern und einem Rückstand von 14,4 Sekunden. Sie sicherte sich allerdings die Verfolgungsgesamtwertung im Junior Cup. Die französischen Mannschaftskolleginnen Julia Simon mit zwei Fehlern und Myrtille Begue mit einem Fehler wurde Fünfte und Sechste. Sie kamen lagen 40,3 bzw. 49,4 Sekunden zurück. Der fünfte Platz reichte, um Simon den Sieg in der Junior-Cup-Gesamtwertung zu sichern.

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Carrara schwächelt; Norwegerinnen in Führung

Carrara führte auf der ersten Runde und verfehlte liegend eine Scheibe. Tandrevold blieb fehlerfrei und ging zusammen mit Carrara auf die Strecke zurück. Sie kamen zusammen zum zweiten Liegendschießen: Die Norwegerin traf erneut alles und ging mit einem Vorsprung von 19,1 Sekunden auf die ebenfalls tadellos schießende Poje auf die nächste Runde. Erdal lag direkt dahinter. Beim ersten Stehendanschlag traf Tandrevold einmal nicht, sodass Erdal mit einer fehlerfreien Leistung 7 Sekunden in Führung gehen konnte. Poje und Simon schossen jeweils einen Fehler und folgten mit einem Rückstand von 28 bzw. 34 Sekunden. Das letzte Schießen würde die Goldentscheidung bringen. Während des Rennens hatte sich Vasnetcova mit einer tadellosen Schießleistung von Rang 24 immer weit nach vorn gearbeitet. Simon und die kurzzeitig zurückgekehrte Carrara hatten drei Fehler.

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Vasnetcova kommt dank fehlerfreier Leistung zurück

Die beiden Linkshänderinnen aus Norwegen schossen gemeinsam: Erdal fiel mit drei Fehlern aus den Medaillenrängen heraus, während Tandrevold einmal in die Runde musste. Die Russin blieb erneut fehlerfrei und ging 5 Sekunden vor Tandrevold auf die letzte Runde. Carrara traf alles und verließ das Stadion als Dritte, 12,5 Sekunden zurück. Vasnetcova gab alles, zog der Norwegerin davon und sicherte sich Gold. Carrara und Tandrevold kämpften um Silber. Sie sprinteten die letzten 100 Meter Seite an Seite. Am Ende setzte sich Carrara durch und verwies Tandrevold auf den Bronzeplatz.

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Vasnetcovas Traum

Die Überraschungssiegerin war überglücklich. Sie überquerte sie Ziellinie mit hoch erhobenen Händen und einem breiten Lächeln. „Ich habe vor diesem Rennen nie geglaubt, dass ich siegen könnte… Beim letzten Stehendschießen sah ich, wie die anderen Scheiben stehen ließen. Dann wurde mir klar, dass ein Sieg möglich war… Das alles ist wie ein Traum, aus dem ich nicht erwachen möchte.“

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Aufs letzte Schießen konzentriert

Carrara konzentrierte sich nach drei Strafrunden besonders auf die letzten fünf Scheiben. „Ich wusste, dass ich eine Medaille gewinnen konnte, wenn ich alles traf – und ich habe es geschafft… Zwei Medaillen mehr als ich hier jemals erwartet hätte.“

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