Michi Rösch: Crowdfunding für den Traum von #Pyeongchang, Andenken an verstorbenen Trainer

Michi Rösch: Crowdfunding für den Traum von #Pyeongchang, Andenken an verstorbenen Trainer

Michi Rösch lebt für den Biathlon. Schon als Kind wollte er in die Fußstapfen seines siegreichen Vaters treten; seit er sechs ist, betreibt der Altenberger den Sport mit Leidenschaft. Im Laufe seiner Karriere hat er viele Rückschläge hinnehmen müssen, darunter mehrere Verletzungen, Operationen, Krankheiten, den Mannschaftswechsel und finanzielle Probleme. Und doch ist er immer noch im Biathlon aktiv und träumt von einer letzten Chance auf olympische Ehren, mit ein wenig Unterstützung von Freunden und Fans.

Michi Rösch: Crowdfunding für den Traum von #Pyeongchang, Andenken an verstorbenen Trainer

Crowdfunding: Fotobomb für Pyeongchang

Der Staffel-Olympiasieger mit der deutschen Mannschaft 2006, der inzwischen für Belgien antritt, ist einer von vielen Weltcup-Biathleten aus kleinen Nationen, die sich mit der Unterstützung von Sponsoren, der Familie und privaten Mitteln über Wasser halten. Rösch dazu: „Um alles zu finanzieren haben meine Eltern, private Ersparnisse und Sponsoren geholfen. Leistungssport ist teuer, und ich bin sehr froh, dass ich einige Sponsoren finden konnte, die mich schon seit Jahren unterstützen.“ Er schätzt, dass sein jährliches Budget für Training, Ausrüstung, Reisen etc. bei etwa 60.000 Euro liegt. Um die Lücken im Budget zu schließen, hat er kürzlich eine Crowdfunding-Initiative über das Schweizer Portal „I Believe in You“ gestartet.Mit einem emotionalen Aufruf und seiner gewohnt humorvollen Art im zugehörigen Video mit dem Titel „Fotobomb für Pyeongchang“ hat er mit einem Spendenziel von 20.000 CHF (etwa 17.500 Euro) die Öffentlichkeit um Unterstützung gebeten.

Michi Rösch: Crowdfunding für den Traum von #Pyeongchang, Andenken an verstorbenen Trainer

Kosten und Mühen haben sich gelohnt

Dieser Biathlonveteran hat in den vergangenen Saisons mit den Schweizer Herren trainiert. Dank dieses Trainings konnte er wieder vorn mitlaufen und kam seinem Traum von Pyeongchang wieder näher. Im letzten Dezember schaffte Rösch es in den Verfolgern von Pokljuka und Nove Mesto zum ersten Mal seit der IBU WM 2009 in Pyeongchang wieder unter die ersten sechs, ein großer Erfolg, der ihn für die olympische Saison motiviert hat. Er beschreibt diesen Erfolg mit diesen Worten „Ich war wieder angekommen in der Weltspitze! Allein für diesen Moment haben sich alle Kosten und Mühen gelohnt!“ Er hat seinen Erfolg emotional all seinen Unterstützern gewidmet, darunter sein ehemaliger Mentor und Trainer Klaus Siebert, der 2016 nach einem langjährigen Krebsleiden verstorben war.

Michi Rösch: Crowdfunding für den Traum von #Pyeongchang, Andenken an verstorbenen Trainer

Zum Andenken an Klaus

Weniger als einen Monat nach dem Start der Initiative und mehrere Wochen vor deren Ablauf hatte er sein Finanzierungsziel mit über 21.000 CHF von mehr als 248 Unterstützern schon übertroffen. Zum Dank sagte er: „Ich bin überwältigt, stolz, motiviert, glücklich und unendlich dankbar für eure Hilfe!“ Unberechenbar wie immer hatte er sich noch etwas ausgedacht. Er verkündete: „24 Tage läuft die Aktion noch. Von dem Geld, was jetzt noch kommt, werde ich 10 Prozent an die Deutsche Krebshilfe spenden, zum Andenken an Klaus Siebert.“

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Pyeongchang, Gedanken und ein Lächeln

Wenn in diesem Jahr alles gut läuft, wird Michi Rösch im Februar das Ende seiner persönliche #roadtopyeongchang erreichen, begleitet von den Fotos und Wünschen seiner vielen neuen Unterstützern... und vermutlich mit einem Lächeln an Klaus Siebert und seine Rolle in Röschs Biathlon-Leben denken.

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