OEM-Gold in Gemischter Staffel für die Ukraine

OEM-Gold in Gemischter Staffel für die Ukraine

Das ukrainische Team bestehend aus Yulia Zhuravok, Irina Varvynets, Artem Pryma und Dmytro Pidruchnyi brauchte nur sechs Nachlader, um sich die letzte Goldmedaille dieser IBU OEM in 1:11:40,1 zu sichern. Pidruchnyi musste beim letzten Stehendschießen nur einmal nachladen und machte den Sieg so perfekt. Er kam 11,7 Sekunden vor den Zweitplatzierten Russen ins Ziel, die insgesamt neun Nachlader benötigten. Bronze ging an Norwegen mit vier Nachladern und einem Rückstand von 33,2 Sekunden.

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Frankreich wurde Vierter, 39,6 Sekunden zurück. Das tschechische Team kam 1:19,2 hinter den Siegern auf Rang fünf ein. Platz sechs ging an die erst in Führung gelegenen Schweden mit einem Rückstand von 1:24,8.

OEM-Gold in Gemischter Staffel für die Ukraine

Bedingungen stabil: Gute Schießergebnisse auf erster Runde

Der letzte Wettkampf der Woche fand bei den gleichen Bedingungen statt, wie die meisten Rennen zuvor: Die Sonne schien durch einige wenige dünne Wolken, die Strecken waren hart und am Schießstand herrschte kaum Wind. Die Temperaturen lagen bei fast frühlingshaften 6°C. Nach dem ersten Liegend- und Stehendschießen führte die Schwedin Johanna Skottheim überraschend. Nur wenige Sekunden hinter ihr folgte die Italienerin Alexia Runggaldier, die ebenfalls fehlerfrei geblieben war. Nadine Horchler aus Deutschland lief eine phänomenale Schlussrunde und übergab als Erste an ihre Schwester Karolin, sechs Sekunden vor Russland und Schweden.

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Schweden kontert

Nach dem nächsten Liegendschießen übernahmen erneut Schweden und Russland die Führung, nachdem sowohl Emma Nilsson als auch Anastasia Zagoruiko alles getroffen hatten. Dicht auf den Fersen folgte ihnen Lokalmatadorin Karin Oberhofer. Stehend brauchten die Schwedin und die Russin jeweils einen Nachlader und gingen kurz nacheinander auf die nächste Runde. Nilsson übergab als Erste an Torstein Stenersen, Evgeniy Garanichev folgte nur 0,7 Sekunden hinter dem Schweden. Oberhofer schickte 19,5 Sekunden später Saverio Zini auf Position drei ins Rennen. Die Französin Chloe Chevalier hatte ihre Mannschaft von Platz zehn nach vorn auf Rang sechs geführt.

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Pryma legt Grundstein für ukrainischen Sieg

Stenersen blieb liegend fehlerfrei, während Garanichev zweimal nachladen musste und 14,8 Sekunden zurückfiel. Fabien Claude brauchte nur einen Nachlader und schob sich vor auf Rang vier. Stehend gab es erneut einen Positionswechsel: Artem Pryma aus der Ukraine musste zwar einmal nachladen, ging jedoch in Führung, 11,4 Sekunden vor dem fehlerfrei gebliebenen Claude. Hinter Pryma holte Garanichev alles aus sich heraus und übergab als Zweiter an Alexander Loginov, 12,7 Sekunden bevor Simon Fourcade für Frankreich das Rennen aufnahm. Pidruchniy räumte liegend schnell alle Scheiben ab; Loginov zog nach. Fourcade verfehlte eine Scheibe. Gjesbakk traf für Norwegen alles und ging zusammen mit dem Franzosen vom Schießstand weg. Stehend brauchte der Ukrainer nur einen Nachlader, während Loginov drei Mal nachladen musste. Gjesbakk traf einmal nicht, während Fourcade zweimal nachladen musste, sodass Norwegen auf Rang drei auf die Schlussrunde ging. Die Medaillen waren verteilt.

Pryma sagte über das entscheidende Stehendschießen: „Ich habe nicht zu viel darüber nachgedacht. Ich habe einfach versucht, gute Arbeit zu leisten und alle Scheiben zu treffen. Es hat geklappt.“

Zhuravok hatte nach der ersten Runde als Zehnte an Varvynets übergeben und meinte: „Vor dem Rennen war ich sehr nervös und nach den zwei Nachladern im Liegendschießen hat sich meine Nervosität noch gesteigert.“

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Zweite Medaille

Slivko gewann mit Russland ihre zweite Medaille bei diesen OEM. Nach Bronze im Einzel über 15km gab es nun Silber. „Ich bin zufrieden mit meinem Rennen. Ich wusste, dass die Schwedinnen gut sind, als hat es mich nicht überrascht, dass sie in Führung lagen.“

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Einfach treffen

Norwegen zeigte die beste Schießleistung aller Teams mit nur vier Nachladern. Der Plan der Trainer war also aufgegangen. Haavard Gutuboe Bogetveit sagte: „Gestern haben wir im Teammeeting über mögliche Taktiken gesprochen und uns entschieden, nicht so schnell und aggressiv zu schießen, sondern einfach zu versuchen, die Scheiben zu treffen.“

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Dies war die letzte Gemischte Staffel dieser Saison im IBU Cup. Frankreich konnte sich als Führender in der Disziplinwertung die kleine Kristallkugel sichern.

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