Pursuit Gold to Martin Fourcade; Defends 2016 Title

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Martin Fourcade aus Frankreich hat an diesem Nachmittag die Verfolgung der Herren über 12,5 km für sich entschieden. Er gewann seine erste Goldmedaille bei dieser WM und verteidigte seinen Weltmeistertitel in der Verfolgung von 2016. Fourcade setzte den letzten Schuss daneben und beendete das Rennen in 30:16,9. Der Norweger Johannes Thingnes Boe war als Zweiter ins Rennen gegangen und holte sich trotz dreier Strafrunden heute erneut Silber.

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Er kam 22,8 Sekunden hinter Fourcade ins Ziel. Boes Mannschaftskollege, der 43-jährige Ole Einar Björndalen, schoss einen Fehler und sicherte sich Bronze mit einem Rückstand von 25,6 Sekunden.

Anton Shipulin aus Russland schrammte knapp am Podest vorbei und wurde mit einer Strafrunde Vierter, 33,6 Sekunden hinter dem Sieger. Platz fünf ging an den Tschechen Ondrej Moravec mit zwei Fehlern und einem Rückstand von 34 Sekunden. Lowell Bailey aus den USA wurde Sechster. Er verfehlte eine Scheibe und kam 34,7 Sekunden hinter Fourcade ins Ziel.

Boe und Doll fallen schnell zurück

Die Verfolgung der Herren bildete den Schluss dieses sonnigen Wettkampfwochenendes. Sprintweltmeister Benedikt Boe und Vizeweltmeister Boe mussten bereits nach dem ersten Liegendschießen in die Strafrunde und machten den Weg frei für den fehlerfrei gebliebenen Fourcade. Das zweite Liegendschießen war wie ein Déjà-vu: Boe und Doll schossen erneut Fehler und mussten nun auch Björndalen, Bailey und Krasimir Anev vorbeiziehen lassen. Simon Schempp kämpfte sich dank zweier fehlerfreier Schießeinlagen ebenfalls von Platz neun auf Rang vier nach vorn.

Letztes Stehendschießen: Eine Strafrunde, aber Gold ist sicher

Fourcade kam allein zum letzten Stehendanschlag mit einem Vorsprung von 30 Sekunden. Er räumte die ersten vier Scheiben ab, dann schoss er einen Fehler. Doch trotz dieses Patzers ging er 37 Sekunden vor seinem ersten Verfolger zurück auf die Strecke. Gold war ihm sicher und er hatte genügend Zeit, um jubelnd und fahneschwenkend die Ziellinie zu überqueren. Währenddessen wurde noch heiß um die beiden verbliebenen Medaillen gekämpft. Björndalen blieb fehlerfrei und ging als Zweiter auf die letzte Runde. Boe musste einmal in die Strafrunde, doch das hielt die norwegische Dampflok nicht auf. Er pflügte vorbei an Lowell Bailey, holte sogar noch Björndalen ein und schnappte sich die Silbermedaille. Der „König des Biathlonsports“ kam auf Platz drei und wurde von den 20.000 Zuschauern frenetisch gefeiert.

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Fourcade: „Die Verfolgung ist meine Lieblingsdisziplin“

Fourcade sagte: „Ich glaube, die Verfolgung ist eindeutig meine Lieblingsdisziplin. Nichts geht über das Gefühl, wenn man als Erster die Ziellinie überquert.“

Er genoss den heutigen Wettkampf. „Ich hatte heute so viel Spaß auf der Strecke. Ich war zufrieden, dass so viele Zuschauer hier waren. Dies ist einer der Tage, an dem man seinen Eltern aus vollem Herzen dankt, dass sie einem mit neun Jahren das erste Paar Ski schenkten.“

Er erklärte den Fehlschuss: „Meine Konzentration ist abgesunken und ich habe den Schuss daneben gesetzt. Ich war etwas unzufrieden, weil ich meinen Sieg eigentlich am Schießstand feiern wollte.“

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Gutes Gefühl für Johannes
Boe sagte über seine letzte Runde: „Ich war mir nicht sicher, ob ich Ole einholen würde. Als ich näher kam und Bailey überholte, dachte ich noch nicht, dass ich es schaffen würde. Doch am letzten Anstieg ist es mir gelungen. Als ich dann über die Schulter blickte, wusste ich, dass Ole und ich eine Medaille gewinnen würden. Das war ein gutes Gefühl.“

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Bronze ist wie ein Sieg

Björndalens erster Treppchenplatz der Saison wurde von einer Bronzemedaille gekrönt. „Ich bin überglücklich. Das ist wie ein Sieg für mich. Es ist mein erster Podiumsplatz des Jahres.“

Er sagt auch, dass die Silbermedaille seiner Ehefrau Darya Domracheva eine große Motivation für ihn gewesen ist. „Natürlich, sie war heute so stark. Ihre Leistung hat mich sehr motiviert. Ich habe ihr Rennen heute im Fernsehen verfolgt.“

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