Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

**Der Deutsche Simon Schempp beendete die IBU Biathlon Weltmeisterschaften 2017 mit seiner ersten Medaille bei einer IBU WM, und dann gleich mit einer Goldmedaille im Massenstart der Herren. Schempp kam ohne Schießfehler durch den Wettkampf, konnte auf der letzten Runde in Führung gehen und ging als unbestrittener Siege in 35:38,3 über die Ziellinie. Der Titelverteidiger im Massenstart Johannes Thingnes Boe aus Norwegen gewann Silber mit einem Fehler und 9 Sekunden Rückstand. Der Österreicher Simon Eder, ebenfalls ohne Fehler, sicherte sich Bronze mit 10,1 Sekunden Rückstand.

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Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

Anton Shipulin aus Russland, der früh in Führung gelegen hatte, wurde mit zwei Fehlern und 25,3 Sekunden Rückstand Vierter. Der Franzose Martin Fourcade wurde Fünfter mit drei Fehlern und 31,3 Sekunden Rückstand, während der Goldmedaillengewinner aus dem Einzel, Lowell Bailey aus den USA, mit einer fehlerfreien Leistung und 33,5 Sekunden Rückstand Sechster wurde.

Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

**Eder schiebt sich nach vorn

Beim ersten Stehendschießen verringerte sich die Zahl der Siegeskandidaten auf acht, angeführt von Eder und dicht dahinter Bailey und Fourcade. Die nächsten fünf waren Schempp, Landertinger, Boe, Krasimir Anev und Arnd Peiffer. Alle waren in den ersten drei Schießen ohne Fehler geblieben, ausgenommen der Mann in Gelb mit seinem frühen Patzer. Bis Mitte der Runde war er nach vorn gelaufen und bestimmte das Tempo.

Drei fehlerfrei im letzten Stehendschießen; Schempp setzt sich durch

Das letzte Stehendschießen veränderte alles; Eder blieb erneut ohne Fehler wie auch Schempp und Bailey, Boe auf Rang vier versuchte noch aufs Podest zu kommen. Fourcade und Landertinger drehten beide zwei Strafrunden und mussten sich von einem Podestplatz verabschieden. Nun war es ein Zweikampf um Gold zwischen Eder und Schempp. Schempp ging am steilen Anstieg zum Angriff über, konnte vorbeiziehen und warf dem Publikum Kusshände zu, während er sich nach vorn absetzte. Boe hatte sich nun auf den Bronze-Rang vorgekämpft und war Eder auf den Fersen. Die beiden rangen lange miteinander, doch konnte Boe zum Schluss den Österreicher auf Platz drei verweisen und sich die Silbermedaille sichern.

Spektakuläre Bedingungen und Liegendschießen**

Die Männer gingen bei den gleichen spektakulären Bedingungen an den Start, die zuvor schon die Frauen hatten genießen dürfen: Jede Menge Sonne, ein strahlend blauer Himmel und so wenig Wind, dass er für den Wettkampf keine Rolle spielte. Das erste Liegendschießen wirkte mit 18 fehlerfreien Herren wie eine Wiederholung des Damenrennens; Shipulin ging als erster auf die Strecke zurück, gefolgt von Bailey, Eder und Dominik Landertinger. Fourcade fiel mit einem Fehler im Feld zurück.

Shipulin leistete sich im zweiten Schießen einen Fehler, doch blieben erneut 16 Herren ohne Fehler, alle innerhalb von 13 Sekunden. Die Gruppe blieb dicht zusammen, als sie angeführt von Bailey und dahinter zwei Österreichern aus dem Stadion ging; Fourcade konnte mit einem fehlerfreien Schießen wieder aufholen und war nun mitten in der Gruppe aus 16 Athleten. Benedikt Doll übernahm die Führung und zog auf den nächsten 3 km das Tempo an.

Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

Eder schiebt sich nach vorn

Beim ersten Stehendschießen verringerte sich die Zahl der Siegeskandidaten auf acht, angeführt von Eder und dicht dahinter Bailey und Fourcade. Die nächsten fünf waren Schempp, Landertinger, Boe, Krasimir Anev und Arnd Peiffer. Alle waren in den ersten drei Schießen ohne Fehler geblieben, ausgenommen der Mann in Gelb mit seinem frühen Patzer. Bis Mitte der Runde war er nach vorn gelaufen und bestimmte das Tempo.

Drei fehlerfrei im letzten Stehendschießen; Schempp setzt sich durch

Das letzte Stehendschießen veränderte alles; Eder blieb erneut ohne Fehler wie auch Schempp und Bailey, Boe auf Rang vier versuchte noch aufs Podest zu kommen. Fourcade und Landertinger drehten beide zwei Strafrunden und mussten sich von einem Podestplatz verabschieden. Nun war es ein Zweikampf um Gold zwischen Eder und Schempp. Schempp ging am steilen Anstieg zum Angriff über, konnte vorbeiziehen und warf dem Publikum Kusshände zu, während er sich nach vorn absetzte. Boe hatte sich nun auf den Bronze-Rang vorgekämpft und war Eder auf den Fersen. Die beiden rangen lange miteinander, doch konnte Boe zum Schluss den Österreicher auf Platz drei verweisen und sich die Silbermedaille sichern.

Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

Letzte Chance
Schempp strahlte nach seinem Sieg und sagte: „Das war meine letzte Chance, es ist fantastisch, diesen Titel im Massenstart zu gewinnen. Die letzten Tage ist es nicht so leicht gewesen, in der Mixed Zone immer zu erklären, warum ich keine Medaille gewonnen habe.“ Heute war es deutlich leichter.

Nachdem die letzten fünf Scheiben gefallen waren, war er voller Zuversicht. „Nach dem letzten Schießen war ich mir sicher, dass ich gewinnen kann. Ich habe mich auf der Strecke gut gefühlt und am letzten Anstieg alles gegeben... Heute war mein perfektes Rennen.“

Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

Johannes dachte: „Die Medaille ist weg“

Boe gab zu, dass er zwischendurch gedacht hatte, eine Medaille sei nicht mehr drin. „Nach 15 Schuss und 15 Treffern habe ich mich wirklich gut gefühlt. Ich habe einfach langsam gemacht und mir die Kraft für die letzte Runde aufgehoben. Als ich im letzten Stehendschießen die letzte Scheibe nicht getroffen habe, dachte ich, die Medaille sei weg. Dann bin ich an Bailey vorbeigegangen und habe Eder gesehen. Ich hab mich ins Zeug gelegt und meine ganze Kraft eingesetzt. Die letzte Runde war wirklich hart... Ich bin wirklich zufrieden, echt glücklich.“

Simon Schempp siegreich im Massenstart; erstes WM-Gold im Einzelrennen

Nicht genug Kraft

Eder sagte: „Es ist wirklich schwierig, eine Einzelmedaille zu gewinnen. Ich habe versucht, nicht zu viel nachzudenken. Ich wusste nach den ersten 1500 Metern der letzten Runde, dass es um meine Beine nicht so gut steht. Ich habe versucht, am letzten Anstieg noch mal zuzulegen, ich hatte nicht genug Kraft

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