Sunday Funday mit… Marie-Laure Brunet

Sunday Funday mit… Marie-Laure Brunet

Die zweimalige Olympiamedaillengewinnerin und IBU-Weltmeisterin Marie-Laure Brunet und ihr norwegisches Pendant, Olympiasiegerin und IBU-Weltmeisterin Tora Berger, denken ähnlich über das Thema Erfolg.

Bei den Olympischen Jugendspielen 2016 in Lillehammer sagte Berger während der Veranstaltung Chat with a Champion: „Habt Spaß! Natürlich müsst ihr hart trainieren und arbeiten, aber wenn ihr die Besten werden wollt, müsst ihr motiviert bleiben und Spaß haben. Spaß ist das Wichtigste!“

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„Catherinette“-Tag

Brunet ist ebenfalls der Meinung, dass der Spaß niemals zu kurz kommen darf und erzählt uns heute ihre Lieblingsanekdote von 2013.

Sunday Funday mit… Marie-Laure Brunet

„Es war beim Weltcup in Östersund am 25. November, dem Tag der Heiligen Katherina, in Frankreich auch „Catherinette“-Tag genannt. In Frankreich ist es Tradition, an diesem Tag Frauen zu feiern, die 25 Jahre alt und noch unverheiratet sind. In diesem Jahr traf das auf zwei Mädels in der Mannschaft zu: Marine Bolliet und mich.

Unsere Mannschaftskollegen wollten, dass wir alle viel Spaß haben, und bastelten für uns lustige Hüte mit vielen seltsamen Accessoires. Danach baten sie Marine und mich, Plätzchen zu backen und sie im Biathlonstadion zu verkaufen. Von den Einnahmen konnten wir Getränke kaufen. Marie Dorin Habert filmte unsere „Überfälle“ auf die Skitechniker und Wachser aus unterschiedlichen Ländern.

Sunday Funday mit… Marie-Laure Brunet

Ich muss gestehen, dass Ole Einar Björndalen unser spendabelster Kunde war. Er zahlte 50 € für ein Plätzchen! Aber es gab nicht nur Geld. Wir erhielten auch Drinks im russischen Wachstruck und andere Kleinigkeiten. Was mir von diesem Tag allerdings am besten in Erinnerung geblieben ist, ist der Spaß, den wir mit Freunden hatten. Wir haben viel zusammen gelacht und konnten uns vor dem Wettkampf richtig entspannen. Es war auch schön, all dies mit den Wachstechnikern und den Mitarbeitern der verschiedenen Nationalmannschaften zu teilen.“

Acht Treppchenplätze in Folge

2013 war Brunet bereits eine erfolgreiche und hochdekorierte Athletin. Sie hatte ihr Debüt im Dezember 2004 beim dritten Europacup in Obertilliach gegeben, nur einen Monat nach ihrem sechzehnten Geburtstag. Bei der IBU JJWM 2007 in Martell gewann Marie-Laure Brunet in der Juniorenkategorie Bronze im Einzel sowie zweimal Gold in der Verfolgung und der Staffel. Diese Auszeichnungen motivierten sie und gaben ihr Selbstvertrauen: In den folgenden sieben Junior-Bewerben im Rahmen von drei Europacups stand sie sechs Mal auf dem Treppchen, darunter zwei Mal ganz oben!

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Kompletter Satz

Diese großartigen Ergebnisse öffneten ihr in der kommenden Saison Tür und Tor zum Weltcup. Ihr erstes Weltcuprennen absolvierte sie im November 2007 in Kontiolahti und in der gleichen Saison erkämpfte sie sich in Östersund ihre erste WM-Medaille bei den Senioren: Bronze in der Damenstaffel. Zwei Jahre später feierte Brunet bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver große Erfolge. Im Sprint wurde sie trotz fehlerfreier Schießeinlagen nur Sechste, doch in der Verfolgung arbeitete sie sich dank ihrer unglaublichen Schießleistung auf Platz drei nach vorn und durfte sich mit gerade einmal 21 Jahren eine olympische Bronzemedaille um den Hals hängen! Eine Woche später bekam diese Gesellschaft von einer olympischen Silbermedaille, die die französischen Damen in der Staffel gewannen.

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Mit insgesamt 2 Olympiamedaillen, 9 WM-Medaillen und 22 Podiumsplätzen im Weltcup beendete Brunet ihre Karriere 2014.

Fotos: IBU-Archiv, Marie-Laure Brunet

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