Sprintgold bei den IBU OEM an Vladimir Iliev

Sprintgold bei den IBU OEM an Vladimir Iliev

**Der Bulgare Vladimir Iliev sicherte sich heute Morgen trotz einer Strafrunde sein erstes Karrieregold im Sprint der IBU OEM in 24:26,9. Im Massenstart vergangenes Jahr in Tyumen hatte er bereits eine Bronzemedaille erkämpft, konnte aber heute erstmals ganz oben auf dem Treppchen stehen. Die Silbermedaille ging an den Sieger des Einzels über 20 km: Alexander Loginov aus Russland. Er blieb fehlerfrei, lag im Ziel jedoch 4,9 Sekunden hinter Iliev. Ilievs Mannschaftskollege Krasimir Anev sicherte sich Bronze mit einem tadellosen Schießen und einem Rückstand von 16,7 Sekunden.

Platz vier ging an den Letten Andrejs Rastorgujevs, welcher zwei Fehler schoss und 17,3 Sekunden hinter dem Sieger lag. Fünfter wurde der Russe Alexey Volkov mit 20 Treffern, aber einem Rückstand von 28,1 Sekunden. Der Tscheche Tomas Krupcik wurde Sechster mit ebenfalls fehlerfreiem Schießen und einem Rückstand von 28,8 Sekunden.
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Gutes Liegendschießen

Kälte, klarer Himmel, Sonne und Windstille – wenn es jemals einen perfekten Tag zum Nullschießen gegeben hat, dann war es dieser. Überraschenderweise schafften es nur 10 Athleten, die Strafrunde zu vermeiden.

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Im Liegendanschlag lief noch alles wie erwartet: 40 der insgesamt 125 Starter räumten alle Scheiben ab. Dies führte zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen unzähliger Athleten nach dem ersten Schießen. Der schnelle Rastorgujevs führte das Feld an, gefolgt von Iliev und Aristide Begue aus Frankreich – alle innerhalb von 6,9 Sekunden. Loginov lag im Vergleich relativ weit hinten: trotz seines fehlerfreien Schießens hatte er einen Rückstand von 15 Sekunden; Anev lag sogar noch einige Sekunden hinter Loginov. Loginov sagte über seinen verhaltenen Start: „Das war nicht geplant. Nach dieser Runde wusste ich, dass ich hart arbeiten und fehlerfrei schießen musste, um es gegen starke Konkurrenten wie Vladimir und Krasimir wieder aufs Treppchen zu schaffen.“

Im Lauf des Wettbewerbs konnte keiner der Athleten mit höheren Startnummer diese Führungsgruppe mehr gefährden.

Sprintgold bei den IBU OEM an Vladimir Iliev
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Iliev: Sieg trotz Strafrunde

Wie immer wurde beim Stehendschießen noch einmal alles durcheinander gewürfelt. Selbst mit der langen Abfahrt hin zum Schießstand bietet die Strecke nur wenig Gelegenheit zum Ausruhen. Das Tempo hin zum Schießstand ist hoch, sodass der Puls zum Schießen hin nicht abfällt. Rastorgujevs schoss als Erster und musste zweimal in die Runde, was ihm eine Medaille kostete. Als Erster blieb Anev fehlerfrei, nicht einmal eine Minute später folgte Loginov seinem Beispiel. Der Russe hatte nach seiner relativ langsamen ersten Runde die Geschwindigkeit merklich angezogen und ging nun in Führung. Im Ziel lag er 15 Sekunden vor dem Bulgaren. Diese beiden hatten die Messlatte für die Konkurrenz hoch gelegt. Kurz nach ihrem Zieleinlauf schoss Iliev eine Strafrunde und ging als Zweiter wieder zurück auf die Strecke, vier Sekunden hinter dem Russen. Bei Kilometermarke neun hatte er die Zeit Loginovs bereits überholt und hatte nun einen Vorsprung von sieben Sekunden. Auf dem letzten Kilometer wurde er ein wenig langsamer, doch es reichte für Platz eins. Danach konnte niemand mehr die Medaillenränge angreifen.

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Langes Warten für Iliev
Iliev lächelte, als er sein langes Warten auf diese Goldmedaille kommentierte: „Es war ein langer Weg zum Sieg und zu Gold. Ich warte schon seit Jahren auf ein so gutes Ergebnis, aber es sind immer Dinge dazwischen gekommen. Ich bin überglücklich, dass ich heute gesiegt habe.“

Keine Erwartungen
Nach dem Gewinn der Silbermedaille im Einzel über 20 km fühlte sich Anev heute müde. „Ich habe mir für dieses Rennen keinerlei Chance ausgerechnet, weil ich gestern ein paar Gesundheitsprobleme hatte. Selbst mein Trainer riet mir heute, nicht zu starten. Also bin ich ohne Erwartungen in dieses Rennen gegangen.“

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