Sprintsieg für Anton Shipulin in Kontiolahti

  Sprintsieg für Anton Shipulin in Kontiolahti

Der Russe Anton Shipulin begeisterte das überwiegend russische Publikum im Stadion von Kontiolahti heute Abend mit einem fehlerfreien Sieg im 10 km Sprint der Herren in einer Zeit von 23:51,6. Für Shipulin war es der erste Saisonsieg, der erste Sieg in Kontiolahti und auch der erste Sieg der russischen Mannschaft in dieser Saison. Platz zwei ging an Andrejs Rastorgujevs aus Lettland, ebenfalls ohne Fehler und mit 5,8 Sekunden Rückstand. Quentin Fillon Maillet aus Frankreich sicherte sich mit fehlerfreiem Schießen seinen zweiten Podestplatz der Saison auf Platz drei mit 17,3 Sekunden Rückstand.

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Platz vier ging an den Norweger Johannes Thingnes Boe mit zwei Strafrunden und 19 Sekunden Rückstand. Der Olympiasieger im Sprint Arnd Peiffer aus Deutschland wurde mit einem Fehler und 27,4 Sekunden Rückstand Fünfter, während sich Simon Desthieux aus Frankreich mit einem Fehler und 28,3 Sekunden Rückstand Platz sechs sicherte.

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Windig; wenige Starter ohne Fehler

Die drei Abschlusswochen der Saison begannen heute Abend bei bedecktem Himmel und im Vergleich zu den Vorwochen recht milden -6° C. Wie üblich wehte an diesem immer turbulenten Schießstand eine steife Brise, und nur acht der 103 Starter konnten 10 Schuss ins Schwarze setzen. Trotz der wechselnden Winde konnten im Liegendanschlag mehrere Männer durch beherztes Drehen um mehrere Rasten ohne Fehler durchkommen. Shipulin war von den ganz Großen der Erste, der fehlerfrei blieb, und so ging er 3,1 Sekunden vor dem ebenfalls fehlerfreien Rastorgujevs in Führung. Fourcade wurde als Nächster erwartet, ging aber trotz Meldung nicht an den Start und verschaffte damit vielen anderen Startern Podestchancen, darunter Fillon Maillet. Mit fehlerfreiem und solidem Liegendschießen erkämpfte sich dann Johannes einen Vorsprung von 3 Sekunden auf den russischen Star.

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Shipulin und Rastorgujevs

Nachdem Fourcade nicht angetreten war, hielt Fillon Maillet mit einem fehlerfreien Stehendschießen für Frankreich die Fahne hoch. Rastorgujevs war der Nächste, der die Chance nutzte und recht unerwartet im Stehen fünf Treffer setzte, die ihm 3,3 km vor dem Ziel die Führung einbrachten. Shipulin war allerdings mit Siebenmeilenstiefeln unterwegs und kam schneller zum Stehendschießen. Er tat es dem Letten gleich, schloss alle Scheiben und lag nach dem zweiten Schießen 11 Sekunden vor ihm. Johannes kam als Nächster zum Stehendschießen, stand blitzschnell im Anschlag und schoss ebenso zügig, womit er sich prompt zwei Strafrunden einhandelte. Damit lag er zu Beginn der letzten Runde 22,3 Sekunden hinter dem Letten und hatte kaum noch Chancen auf einen Podestplatz.

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Shipulin in Führung

Rastorgujevs hatte gegen Ende der letzten Runde zu kämpfen, und der berüchtigte „Wall“ forderte auch bei dem ansonsten flinken Läufer ihren Tribut. Trotzdem ging er im Ziel zunächst vor Fillon Maillet in Führung. Diese war leider nur von kurzer Dauer: Shipulin hatte wie sein Rivale zu kämpfen und ließ auf der letzten Runde Zeit liegen, verteidigte aber eine Führung von 5,8 Sekunden. Johannes sah an dem mächtigen Anstieg besser aus als seine Rivalen und konnte auf 18 Sekunden hinter Shipulin und 4 Sekunden hinter dem letzten Podestplatz aufholen. Auf den letzten 500 Metern wirkte der Norweger jedoch völlig ausgelaugt und schaffte es nicht mehr in die Top drei. Die Podestplätze waren vergeben, niemand konnte sich mehr durchsetzen.

Gut auf der Strecke und am Schießstand
Shipulin sagte zu seinem ersten Saisonsieg: „Ich habe mich auf der Strecke und am Schießstand heute gut gefühlt, und heute hat das für den Sieg gereicht. Ich freue mich sehr darüber... die vielen russischen Fans haben mich auf der Strecke gut unterstützt.“

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Glückwünsche
Rastorgujevs freute sich über den zweiten Podestplatz seiner Karriere. „Für meine Mannschaft ist das sehr wichtig. Ich möchte auch allen Frauen und vor allem meiner Mutter herzlich zum Weltfrauentag gratulieren.“

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Froh, wieder in Form zu sein

Nachdem Fillon Maillet in Pyeongchang am Schießstand zu kämpfen gehabt hatte, war er mit der fehlerfreien Leistung heute zufrieden. „Ich bin froh, dass ich alles getroffen habe und heute wieder in Topform war. Das ist gut, weil ich viele Probleme gehabt habe. Der Sieg heute ist vor allem für meinen Kopf gut.“

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