Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Die tschechische Favoritin Veronika Vitkova holte in der Verfolgung der Damen bei den IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften in Nove Mesto die Goldmedaille mit nur zwei Fehlern in 31:25,8. Bei der Verfolgung der Juniorinnen sicherte sich Valeriia Vasnetcova aus Russland den Sieg mit vier Fehlern in 33:54.

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Verfolgung der Damen

Der zweite Platz ging an die gestrige Siegerin Paulina Fialkova aus der Slowakei mit vier Fehlern und 21,8 Sekunden Rückstand. Die Bronzemedaillengewinnerin aus dem Sprint, Galina Vishnevskaya aus Kasachstan, wiederholte ihr Resultat mit zwei Fehlern und 27,7 Sekunden Rückstand.

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Platz vier ging an Monika Hojnisz aus Polen mit der Startnummer 2, die mit fünf Fehlern 43,0 Sekunden zurücklag, während die beiden Ukrainerinnen Anastasiya Merkushyna mit vier Fehlern und Olena Pidhrushna mit drei Fehlern Fünfte und Sechste wurden.

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Ausverkauftes Stadion

Beim ersten Schießen unterliefen der ersten Starterin Fialkova gleich zwei Fehler, während Vitkova und Vishnevskaya ohne Fehler als Führende mit 2,5 Sekunden Abstand auf die Strecke gingen. Beim zweiten Schießen traf die Kasachin alles, während Vitkova einmal verfehlte; Fialkova folgte ihnen mit 24,6 Sekunden Abstand.

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Im ersten Stehendschießen traf die Lokalfavoritin Vitkova mit Unterstützung des mit 9000 Zuschauern vollbesetzten Stadions alle Scheiben, ging in Führung und ließ sich diese trotz eines Fehlers im letzten Schießen nicht mehr nehmen. Hojnisz, die nach dem dritten Schießen auf Rang zwei gelegen hatte, verfehlte noch zweimal und fiel mit insgesamt fünf Fehlern auf Platz vier zurück. Fialkova und Vishnevskaya nutzten die Gelegenheit und, gingen nach einem Fehler als Zweite und Dritte auf die letzte Runde und liefen in dieser Reihenfolge auch ins Ziel ein.

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Zittern

Eine glückliche Vitkova gab zu: „Es war schwer, weil man hier zuhause vor so vielen Leuten unter großem Druck steht. Aber nach dem vierten Platz gestern wollte ich eine Medaille und hier bin ich jetzt! Beim letzten Schießen war ich sehr nervös und nach dem vierten Schuss haben mir die Beine gezittert, aber ich habe gewonnen und das ist ein tolles Gefühl.“

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Verfolgung der Juniorinnen

Die Silbermedaille bei den Juniorinnen ging an die polnische Sprintsiegerin Kamila Zuk mit acht Fehlern und 8,8 Sekunden Rückstand, während Marketa Davidova, die bis zum letzten Stehendschießen geführt hatte, sich mit 45,4 Sekunden Rückstand Bronze sicherte.

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Komfortablen Vorsprung verschenkt

Zuk, die in der Verfolgung 41 Sekunden vor Davidova und 1:06 vor Vasnetcova gestartet war, verschenkte den komfortablen Vorsprung beim ersten Liegendschießen, wo sie gleich vier Scheiben offen ließ, während Davidova mit nur einem Fehler in Führung ging. Davidova hängte ihre Verfolger mit einem fehlerfreien zweiten Liegendschießen noch weiter ab, während Zuk und Vasnetcova je einmal verfehlten. Beim ersten Stehendschießen verkürzte Vasnetcova den Rückstand auf die führende Tschechin mit fünf Treffern auf nur 10,9 Sekunden, während Davidova einmal in die Strafrunde musste.

Veronika Vitkova und Valeriia Vasnetcova holen Verfolgungstitel

Die drei Rivalinnen kamen innerhalb von 16 Sekunden zum letzten Stehendschießen. Vasnetcova übernahm mit zwei Fehlern die Führung und ging 17,6 Sekunden vor Zuk und 33 Sekunden vor Davidova auf die letzte Runde, die beide dreimal verfehlt hatten. Die Russin legte sich auf der letzten Runde noch einmal gewaltig ins Zeug und sicherte sich Gold.

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Aufkleber im Skiroller

Vasnetcova erwähnte, dass sie sich auch im dritten Wettkampf in Folge auf der Strecke noch gut gefühlt hatte, aber beim Schießen Probleme hatte: „Ich glaube, die letzten zwei Fehler im letzten Stehendschießen waren reine Psychologie. Ich hatte gesehen, dass Marketa neben mir Fehler gemacht hatte, also habe ich auf Risiko geschossen, aber es hat nicht geklappt.“ Sie fügte hinzu: „Auf der ersten Strafrunde hat sich der Oberschenkelaufkleber in meinem Skiroller verklebt, was mich bergab ganz schön ausgebremst hat.“

Fotos: Petr Slavik

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