Video: Seb und Hanna ... Medaillen, harte Arbeit und das große Ziel, Östersund 2019

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Es gibt im Sport ja immer diese Geschichten mit einem märchenhaften Ende, aber manchmal ist das auch erst der Anfang. Das gilt wohl auch für Sebastian Samuelsson und Hanna Oeberg, denn ihre Geschichte ist noch lange nicht zu Ende: Die Weltcup-Karrieren des 21-Jährigen und der 22-Jährigen haben gerade erst begonnen. 

Zwei Saisons
Beide haben erst zwei Saisons im BMW IBU Weltcup absolviert, Samuelsson mit 45 Starts und Oeberg mit 41. Und doch haben sie sich in dieser kurzen Zeit im Biathlon schon einen Namen gemacht. Im Dezember 2016 gaben beide ihr Weltcupdebut, passenderweise im Heimstadion in Östersund.

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Zweifache IBU Juniorenweltmeisterin
Oeberg, die in der Vorsaison gleich zweifache IBU Juniorenweltmeisterin geworden war, wurde zur Saisoneröffnung im 15 km Einzel Achte und lieferte nebenbei auch noch die schnellste Schießzeit ab. Samuelsson war bei den Männern in der Vorsaison noch in der Jugend angetreten und hatte als bestes Resultat einen 5. Platz in der Verfolgung bei der IBU Jugend-WM vorzuweisen. Doch als er mit gerade mal 18 Jahren in den Weltcup-Sprint geworfen wurde, gab er seinen Einstand mit einem fehlerfreien 19. Platz!

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IBU Newcomer des Jahres
Beide blieben die ganze Saison über im Weltcup, und als der Trubel vorüber war, wurden beide zu den IBU Newcomern des Jahres für die Saison 2016-17 ernannt.

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Nach dieser Saison war nichts mehr wie vorher
Schon stand die nächste Saison vor der Tür, und nach dieser Saison war nichts mehr wie vorher. Die Jungstars trainierten härter als je zuvor, immer mit Pyeongchang 2018 im Hinterkopf. Aber nach der verheißungsvollen Einstiegssaison hatten sie im BMW IBU Weltcup mit dem „verflixten zweiten Jahr“ zu kämpfen. Keiner der beiden konnte an die Bestleistungen des Vorjahres heranreichen. Samuelsson schlug sich auf der Strecke wacker, aber für die richtig guten Ergebnisse traf er nicht genug. Über die 20 km von Ruhpolding schaffte er die sechstbeste Laufzeit, drei Fehler verhagelten es ihm aber und er landete auf Platz 39. Oeberg fiel fast den ganzen Januar über aus, lief nur in Ruhpolding eine Staffel mit.

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Silber, dann Gold
Doch in Pyeongchang zeigten dann beide schon ab den ersten Wettkämpfen, dass sie medaillenhungrig waren. Oeberg wurde mit einem einzigen Fahler 7. im Sprint, gefolgt von einem 5. Platz in der Verfolgung. Mit zwei Fehlern im Sprint landete Samuelsson auf Platz 14, aber gerade einmal 33 Sekunden hinter dem Gold-Platz. In der Verfolgung lieferte er eine Laufzeit ab, die 12 Sekunden schneller war als die von Martin Fourcade und ergatterte damit Silber hinter dem französischen Star. Im Abschlusswettkampf der Winterspiele, der Herrenstaffel, brauchte er nur einen Nachlader und übergab an Schlussläufer Fredrik Lindström auf Rang zwei. Lindström ließ das Feld hinter sich und sicherte Schweden die allererste olympische Goldmedaille in der Staffel.

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Perfektion beim Goldmädchen
Im 15 km Einzel der Damen überstrahlte Oeberg alle anderen. Mit Startnummer 24 traf sie alle Scheiben, ging früh in Führung und war nicht mehr einzuholen, was ihr nach eigenen Worten eine olympische Goldmedaille in einem „perfekten Rennen“ einbrachte.  Als Schlussläuferin der Staffel legte sie noch einmal nach und dominierte erneut, setzte 10 Treffer bei 10 Schuss und brachte ihr Team von einem 8. Rang beim Wechsel noch zu Silber.

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Diese olympischen Ehren sind jetzt Geschichte. Oeberg hat ihre Medaillen „zu Hause in einer Tasche, irgendwo in ihrer Wohnung“, während sie bei Samuelsson „darauf warten, einen besonderen Platz zu bekommen“. 

Die beiden konzentrieren sich nun darauf, bessere Biathleten zu werden und ihre Medaillensammlung bei den IBU Weltmeisterschaften 2019 zu erweitern. 

Es scheint ganz so, als wollten die schwedischen Jungstars diesem Märchen noch eine ganze Reihe von Kapiteln hinzufügen.

Hier unser ausführliches Interview mit dem dynamischen Duo: Sebastian Samuelsson und Hanna Oeberg.

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