Russland und Deutschland gewinnen Staffeln im IBU Cup

Russland und Deutschland gewinnen Staffeln im IBU Cup

Tatiana Akimova holte als Schlussläuferin für die russische Mannschaft heute den Sieg in der 4 x 6 km Staffel der Frauen beim IBU Cup in Arber. Mit ihren Mannschaftskameradinnen Valeriia Vasnetcova, Anastasiia Goreeva und Anastasia Shevchenko brauchte sie 7 Nachlader und kam in 1:08:10,4 ins Ziel. In der 4 x 7,5 km Staffel der Männer holte sich das deutsche Team aus Justus Strelow, Dominic Schmuck, Danilo Riethmüller und Philipp Nawrath den Sieg. Die Deutschen gewannen in ihrem Heimstadion mit 5 Nachladern in einer Zeit von 1:13:36,7.

Frauenstaffel 

Den zweiten Platz in der Staffel holte sich das schwedische Team aus Ingela Andersson, Tilda Johansson, Anna Magnusson und Elisabeth Hoegberg mit 37,2 Sekunden Rückstand und 10 Nachladern. Mit 6 Nachladern und 1:09,7 Rückstand belegte die deutsche Staffel aus Franziska Hildebrand, Stefanie Scherer, Vanessa Voigt und Marion Deigentesch Platz drei.

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Während Shevchenko und Akimova auf ihren Runden dominierten und Russland zum Sieg führten, hatte Vasnetcova im Liegendanschlag zu kämpfen. Nach zwei Nachladern ging die Russin auf dem 14. Rang zurück auf die Strecke. Für fünf weiße Scheiben brauchte sie im Stehendanschlag alle drei Nachlader und vermied die Strafrunde um Haaresbreite. Mit einer schnellen Laufrunde gelang Vasnetcova noch der Wechsel auf Rang 6. Goreeva brauchte nur zwei Nachlader und übergab als Führende. Die junge Anastasia Shevchenko zeigte sich wieder in guter Form, traf alles und verteidigte die russische Führung. Schlussläuferin Akimova enttäuschte das Team nicht und führte Russland mit einer herausragenden Leistung auf das oberste Treppchen.

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 „Es ist mein dritter Podestplatz hier in Arber, und ich habe mich heute richtig gut gefühlt. Das Rennen ist gut gelaufen, und ich möchte mich bei meinem Team für das Resultat bedanken. Es ist meine erste Saison bei den Senioren, und ich würde gern noch mehr erreichen und besser werden.“ - Anastasia Shevchenko

Nach vier Nachladern kam Ingela Andersson auf Rang sieben zum Wechsel. Tilda Johansson konnte mit nur einem Nachlader bei ihrem Einsatz vier Plätze gutmachen und schickte ihre Mannschafskameradin Anna Magnusson los, den dritten Platz zu verteidigen, nur 2,1 Sekunden hinter Russland. Trotz drei Nachladern im Liegendanschlag und zweien im Stehen konnte Magnusson das schwedische Team auf Rang drei halten. Russland blieb in Führung, Deutschland auf Rang zwei. Nun musste Hoegberg für die Schwedinnen liefern. Mit 10 sauberen Treffern beendete Hoegberg das Rennen auf Platz zwei, 37,2 Sekunden hinter Russland.

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Für die deutsche Staffel ging die erfahrene Franziska Hildebrand als Startläuferin auf die Runde, und die Erwartungen waren entsprechend hoch. Zwei Nachlader im Liegendanschlag, im Stehen eine weiße Weste, und Hildebrand übergibt auf Rang vier. Stefanie Scherer brauchte nur einen Nachlader, Deutschland fiel um einen Platz zurück auf Rang fünf. Mit fehlerfreiem Schießen konnte Vanessa Voigt drei Plätze aufholen und übergab auf Rang zwei, nur einen Wimpernschlag vor den Schwedinnen. Deutschlands Schlussläuferin Marion Deigentesch brauchte im Liegendanschlag zwei Nachlader und kam ungeschoren durch das Stehendschießen, was heute für einen dritten Platz reichte.

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Männerstaffel

Mit 6 Nachladern und 1:01,9 Rückstand schaffte es die Staffel der Ukraine aus Ruslan Bryhadyr, Andriy Dotsenko, Taras Lesiuk und Bogdan Tsymbal auf Platz zwei. Die französische Staffel aus Oscar Lombardot, Sebastien Mahon, Eric Perot und Hugo Rivail belegte Platz drei mit 5 Nachladern und 1:04,5 Rückstand.

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Strelow brauchte im Liegend einen Nachlader, zwei im Stehen und brauchte Deutschland auf Rang 7 zum Wechsel. Schmuck holte zügig auf und kam schon als Dritter zum ersten Schießen. Er brauchte nur einen Nachlader im Liegendanschlag und kam als Zweiter zum Wechsel, nur 1,1 Sekunden hinter den führenden Russen. Fest entschlossen, das Team zum Sieg zu führen, holte Danilo Riethmüller die Sekunden schnell auf und blieb bis zum nächsten Wechsel in Führung. Philipp Nawrath, der Schlussläufer des Teams, brillierte mit exzellentem Schießen und der zweitschnellsten Laufzeit auf seiner Runde, was der Staffel den wohlverdienten Sieg einbrachte.

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 „Ich hatte nicht damit gerechnet, als Führender auf meine Runde zu gehen. Der Vorsprung auf die Jungs hinter mir war nicht so groß, also habe ich versucht, in den ersten Runden aufs Tempo zu drücken. Es war klasse, im Liegendanschlag ohne Fehler durchzukommen, und danach wurde der Vorsprung größer. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass wir heute gewinnen können.“ - Philipp Nawrath

Crossfire von Montello

Die Deutschen waren schon lang auf und davon, als es beim letzten Schießen noch einmal spannend wurde. Nachdem sie das ganze Rennen lang um das Podest mitgelaufen waren, ging es für die Italiener fürchterlich schief. Der Italiener Montello kam als Zweiter zum Stehendschießen, schoss aber auf die falschen Scheiben und musste zwei Strafrunden laufen, was die Staffel auf Platz 5 zurückwarf. Das öffnete die Tür für die ukrainische Staffel, die sich seit Rennstart langsam aber sicher nach vorn gekämpft hatten. Der ukrainische Schlussläufer Tsymbal war auf Position 6 in sein Rennen gestartet und bekam dank Montellos Patzer die Chance auf den Podestplatz. Er enttäuschte sein Team nicht, nutzte die Gelegenheit souverän und führte die ukrainische Staffel direkt aufs Podest.

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Um die Verteilung der Podestplätze wurde allerdings noch gekämpft. Während Italien sich schon auf dem Podest wähnte, warteten die Franzosen auf ihre Chance. Der Franzose Rivail ging als Vierter hinter Italien auf die Strecke, kam als Dritter zum letzten Schießen und ging als Zweiter wieder aus dem Schießstand. Tsymbal, der heute die schnellste Schlussrunde in den Schnee zauberte, konnte Rivail vor dem Ziel noch überholen, sodass es für Frankreich heute ein dritter Platz wurde.

Die Staffeln waren die letzten Rennen im ersten IBU Cup. Im IBU Cup geht es am 20. Januar in Arber mit den Kurz-Einzeln weiter.

Fotos: IBU/Harald Deubert

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