Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof

Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof

Der Italienerin Lisa Vittozzi gelang heute Nachmittag im Sprint von Oberhof mit fehlerfreiem Schießen, einer Zeit von 22:34,6 und durchgehender Führung vom Start bis ins Ziel der erste Weltcupsieg ihrer Karriere. Anais Chevalier aus Frankreich tat es der italienischen Rivalin am Schießstand gleich, was für einen zweiten Platz mit 5,3 Sekunden Rückstand reichte, ihr bestes Ergebnis in dieser Saison. Die Schwedin Hanna Oeberg schaffte es ebenfalls ohne Fehler mit 15 Sekunden Rückstand auf Platz drei.

Unglaublich
Vittozzi sagte zu ihrem ersten Sieg: „Es ist unglaublich, ich bin überglücklich. Oberhof ist für mich nicht der beste Ort ... aber das ist heute mein erster Sieg, und ich bin sehr zufrieden.“

Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof
Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof

Auf Platz vier landete die Norwegerin Marte Olsbu Røiseland mit einem Fehler und 18,1 Sekunden Rückstand.  Iryna Kryuko aus Weißrussland und Vita Semerenko aus der Ukraine blieben beide fehlerfrei und schafften Saisonbestleistungen auf den Plätzen fünf und sechs mit 21,6 und 29,1 Sekunden Rückstand.

Bewölkter Start ins neue Jahr
Das erste Rennen im neuen Jahr 2019 begann unter bewölktem Himmel bei Temperaturen von minus 6 Grad und für Oberhof untypisch ruhigen Bedingungen am Schießstand. Nach heftigen Schneefällen starteten die meisten Favoritinnen in der zweiten Gruppe, mit Ausnahme von Hanna Oeberg und Kaisa Mäkäräinen, die mit Startnummern 74 und 79 weit hinten starteten und dort auf eine schnellere Strecke hofften.

Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof

Vittozzi in Führung
Vittozzi übernahm zum Einstieg bei der 1,5-km-Zwischenzeit gleich die Führung. Dann legten die Italienerin, Chevalier und Paulina Fialkova mit starken, sauberen Liegendschießen einen guten Start ins neue Jahr hin und belegten früh die Plätze 1,2 und 3. Die Doppelsiegerin von Nove Mesto, Røiseland, tat es ihnen gleich, lag aber 14,8 Sekunden zurück. Wierer im gelben Trikot stieg mit einer Strafrunde in das neue Jahr ein. Unter den späten Starterinnen meldete Oeberg mit fünf Treffern Ansprüche aufs Podest an, lag aber 10 Sekunden hinter den Top drei.

Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof

Chevalier greift an

Vittozzi mit Startnummer 25 schoss im Stehendanschlag vorsichtig, aber sicher und übernahm die Führung vor den früheren Starterinnen. Chevalier traf wie die Italienerin fünfmal, aber noch schneller, und ging mit 4,1 Sekunden Rückstand aus dem Stadion. Zwischen den beiden leisteten sich sowohl Fialkova als auch Wierer Fehler und waren somit aus dem Rennen. Røiseland drehte ebenfalls eine Runde und ging auf Rang fünf mit 30 Sekunden Rückstand auf die Führende wieder auf die Strecke. Oeberg war der Star unter den späten Starterinnen und schloss ihre fünf Stehendscheiben überaus effizient, was ihr einen soliden dritten Rang mit 15 Sekunden Rückstand einbrachte. Sie erklärte: „Ich habe mich heute am Schießstand ziemlich sicher gefühlt.“

Lisa Vittozzi gelingt erster Karrieresieg im Sprint von Oberhof
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Nichts dem Zufall überlassen

Die junge Italienerin überließ auf der letzten Runde nichts dem Zufall und zauberte eine souveräne letzte Runde in den Schnee, die ihr im Ziel den ersten Platz sicherte. Auch Chevalier warf alles in die Waagschale, konnte aber keinen Boden gutmachen. Røiseland bewies ihre Laufform und holte auf den letzten 2,5 km noch einmal 12 Sekunden auf, was anfangs für einen dritten Rang reichte, bis Oeberg mit einer soliden letzten Runde die 15 Sekunden Rückstand hielt und der Norwegerin den Podestplatz noch streitig machte.

Dezemberfrust abgehakt

Die 23-jährige Vittozzi konnte ihren Dezemberfrust über drei vierte Plätze, einen fünften Platz und zwei sechste Plätze endlich abhaken. „Im Dezember habe ich ständig 4. und 5. Plätze belegt, also freue ich mich sehr über meinen ersten Sieg hier in Oberhof. Ich habe mich sehr aufs Schießen konzentriert, weil ich mich auf den Skiern nicht so gut gefühlt habe. Ich habe versucht, mich zu konzentrieren und ein gutes Rennen zu mache ... Ich gebe in jedem Rennen mein Bestes, und das ist in Ordnung so.“

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In Form
Chevalier hatte hart in diesem Jahr an ihrer Form für Dezember und die folgenden Monate gearbeitet, nachdem sie in 2017 wegen eines Radunfalls mehrere Monate ausgefallen war. „Ich habe in diesem Sommer hart daran gearbeitet, für Dezember in Form zu kommen, weil ich letztes Jahr im Dezember nie richtig in Form war. Jetzt bin ich in Form und weiß das, aber das ist noch nicht das Maximum. Ich will in dieser Saison in jedem Rennen mein Bestes geben, egal was die anderen Mädels machen. Ich konzentriere mich ganz auf mich...“

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Oeberg nicht so nervös
Oeberg meint, dass sie ihren Platz im Weltcup gefunden hat. „Ich fühle mich jede Woche sicherer, habe ein gutes Niveau gefunden und bin ruhig. Ich bin nicht mehr so nervös.“

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