Cisar und Bakken gewinnen Jugendgold im Sprint

Cisar und Bakken gewinnen Jugendgold im Sprint

Alex Cisar aus Slowenien, einer der Favoriten der diesjährigen IBU JJWM, hat sich die erste Medaille gesichert und damit einen guten Ausgangspunkt für weiteres Edelmetall am Sonntag geschaffen. Maren Bakken aus Norwegen fügte ihrer Sammlung eine weitere Goldmedaille hinzu. Nummer eins hatte sie zusammen mit der norwegischen Staffelmannschaft vor zwei Tagen gewonnen.

Mannschaftskollegen, Mitbewohner und beste Freunde aus Slowenien im Medaillenfieber

Alex Cisar aus Slowenien liegt derzeit auf Rang 7 in der Gesamtwertung des IBU Junior Cups. Er brauchte zwei Aufwärmrennen, bis er sein volles Potential ausschöpfen und seine erwartete Rolle als Medaillenkandidat in Osrblie ausfüllen konnte. Im Einzel landete er nur auf Platz 8 mit drei Schießfehlern. Auf den letzten Metern der Jugendstaffel der Herren schaffte er es, seinen italienischen und kasachischen Konkurrenten noch zu überholen und Slowenien Silber zu sichern. Im Sprint sollte sich schließlich entscheiden, wie diese IBU JJWM für ihn ausgehen würde – und er lieferte eine Glanzleistung ab.

Cisar und Bakken gewinnen Jugendgold im Sprint

„Wir mussten unter schweren, schneereichen Bedingungen antreten, aber ich habe mich einfach auf mein Rennen konzentriert. Das Schießen lief nicht unbedingt perfekt – dieser eine Fehler im Liegendanschlag hätte nicht sein müssen – aber ich habe eine gute Laufleistung gezeigt und mir damit am Ende des Tages den Sieg erkämpft“, sagte Cisar, „Scheinbar brauche ich zwei Rennen, um meine Laufleistung auf Topniveau zu schrauben. Ich gehe die Verfolgung am Sonntag mit viel Selbstvertrauen an. Meine Form ist genau so, wie sie sein soll.“

Silbermedaillengewinner Lovro Planko aus Slowenien verfehlte eine Scheibe und landete 30 Sekunden hinter Cisar. Das war schon die zweite unerwartete Medaille für ihn, wie er selbst zugab. Daher war er verständlicherweise völlig aus dem Häuschen über seinen Erfolg. Die Freue wurde noch dadurch gesteigert, dass die besten Freunde Planko und Cisar zusammen auf dem Treppchen stehen durften. „Ich bin überglücklich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, meinte Planko, „Ich habe mich vor dem Rennen nicht gut gefühlt. Ich war die meiste Zeit müde, aber als die Trainer mir sagten, dass ich um eine Medaille mitkämpfe, habe ich auf dem letzten Kilometer alles aus mir herausgeholt. Diesen Erfolg mit Alex teilen zu können ist großartig. Wie ich die Verfolgung angehe und versuchen werde, meinen besten Freund einzuholen? Ich werde die Runden einfach entspannt angehen. Für mich fühlt es sich wie ein Bonusrennen an.“

Cisar und Bakken gewinnen Jugendgold im Sprint

Bronzemedaillengewinner Otto Invenius mag schneereiche Bedingungen in der Loipe, allerdings nicht am Schießstand. Doch heute war es genau umgekehrt: Er lief „nur“ die zehntbeste Zeit, traf aber neun von zehn Scheiben. „Es ist ein großartiger Tag für mich geworden“, sagte Invenius, „Ich habe überraschend gut geschossen, war aber langsamer als gedacht unterwegs. Das ist meine erste Medaille der Karriere und ich genieße das Gefühl.“

Fehlerfreie Bakken holt zweite Goldmedaille

Der Schneefall, der den Herren das Leben im Sprint schwer gemacht hatte, verwandelte sich beim Damenrennen am Nachmittag in eine unschöne Mischung aus Schnee und Regen. Maren Bakken lief die fünft schnellste Zeit, schoss tadellos und sicherte sich Gold für Norwegen.

„Es war ein traumhaftes Rennen. Alles lief, wie es sollte. Ich habe fehlerfrei geschossen und war schnell in der Loipe unterwegs“, sagte Bakken, ein bescheidenes Mädchen, das sich erst an die Aufmerksamkeit durch die Medien gewöhnen musste. „Ich war vor dem Rennen etwas nervös, aber jetzt fühle ich mich super. Meine Skier waren super präpariert und ich konnte mit ihnen über die Strecke fliegen. Ich habe keine bestimmten Erwartungen an die Verfolgung am Sonntag.“

Cisar und Bakken gewinnen Jugendgold im Sprint

Platz zwei ging an Amy Baserga aus der Schweiz. Beim Frühstück und kurz vor dem Rennen plagten sie Rückenschmerzen, doch in der Hitze des Gefechtes verschwanden sie. Baserga verfehlte eine Scheibe liegend und lag daher nach dem ersten Schießen nur auf Rang 29. Daraufhin legte sie einen Zahn zu, lief die schnellste zweite Runde des Feldes und holte auf. Auf der Schlussrunde war sie sogar schneller als die Französin Paula, die schnellste Läuferin des Tages. „Ich habe mich heute früh wirklich schlecht gefühlt“, sagte Baserga, „Aber während des Rennens habe ich alles vergessen. Es war ein toller Wettkampf am Ende und ich bin überglücklich über meine Silbermedaille. Ich freue mich schon auf Sonntag – noch ein Wettkampf, noch eine Herausforderung.“

Cisar und Bakken gewinnen Jugendgold im Sprint

Mit Tränen der Erschöpfung und der Freue in den Augen holte sich die Norwegerin Matre Moeller Bronze. „Es war so ein hartes Rennen“, sagte sie, „Aber wenn man fehlerfrei bleibt und auf dem Treppchen landet, ist man überglücklich. Wir haben auch eine gute Mannschaftsleistung gezeigt. Zusammen haben wir vier Mädels nur einen Scheibe stehen gelassen. Ich freue mich immer, wenn meine Teamkolleginnen ein gutes Rennen laufen. In Hinblick auf den Verfolger bin ich einfach froh, dabei zu sein und das Rennen und die Atmosphäre genießen zu können.“

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