Deutsche Frauen siegen in knackiger Kälte von Canmore

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Mit 26 Sekunden Rückstand ging Denise Herrmann auf ihre letzte Runde, und die Führung, die sie als dritte Läuferin dann erkämpfte, verteidigte das deutsche Team bis ins Ziel. Herrmann und ihre Mitstreiterinnen Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier brauchten für ihren Sieg in 1:10:16,3 sieben Nachlader und liefen zwei Strafrunden. Norwegen wurde mit zwei Strafrunden, sieben Nachladern und 30,2 Sekunden Rückstand Zweiter. Platz drei ging an Frankreich mit zwölf Nachladern und 41,6 Sekunden Rückstand.

Canmore Women's Relay

Auf vier landete Italien mit 1:40,5 Rückstand, die Schweiz schaffte es mit 2:24,6 Rückstand auf fünf und Österreich lag am Ende auf Platz sechs mit 2:49,1 Rückstand.

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Mehr Wind: Italien führt
Der starke Wind, mit dem schon die Männerstaffeln einige Stunden vorher zu kämpfen gehabt hatten, ließ auch am späten Nachmittag bei den Frauenstaffeln nicht nach. Lisa Vittozzi gab als Startläuferin mit perfektem Schießen den Ton an. Beim ersten Wechsel hatte das italienische Team 23,5 Sekunden Vorsprung vor Deutschland, denen die Französinnen auf dem Fuße folgten. Hinz sagte zu ihrem Rennen: „Lisa schießt schnell, das hat sie auch heute wieder gezeigt.“

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Frankreich vor auf Rang zwei

Nicole Gontier verteidigte die Führung mit einem sauberen Liegendschießen bei den zweiten Läuferinnen, während Justine Braisaz die Französinnen auf Rang zwei brachte. Mit nur einem Nachlader im Stehendanschlag lag die Italienerin auch nach dem zweiten Schießen weiter vorn. Braisaz schraubte den Zähler der Französinnen im Stehendanschlag um einen weiteren Nachlader nach oben, hielt sich aber bis zum zweiten Wechsel auf Rang zwei. Drei Teams, Estland, Deutschland und die Schweiz, lagen beim Wechsel 48 Sekunden zurück auf Rang drei, vier und fünf.

Aufholjagd
Beim Wechsel hatte die dritte Läuferin Dorothea Wierer 34,3 Sekunden Vorsprung vor der Französin Anais Bescond. Estland und Deutschland lagen zusammen auf drei und vier, aber über 45 Sekunden zurück. Wierer nietete ihre fünf Scheiben gewohnt schnell um, ebenso Bescond, und so lagen sie weiter auf 1 und 2. Wie fast alle anderen hatte Wierer dann mit dem Wind zu kämpfen und brauchte im Stehendanschlag zwei Nachlader, aber den Rivalinnen ging es genauso. Denise Herrmann brauchte einen, Bescond zwei, und so zogen die Deutschen auf dem Weg zum letzten Wechsel an Frankreich vorbei.

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Herrmanns gigantische letzte Runde
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Mit einer gigantischen letzten Runde schaffte es Herrmann, nicht nur die 26 Sekunden Rückstand aufzuholen, sondern auch noch mit 3 Sekunden Vorsprung auf Federica Sanfilippo an Laura Dahlmeier zu übergeben. Frankreich, jetzt mit Julia Simon, lag inzwischen 56 Sekunden hinter den zwei führenden Teams. Dahlmeier brauchte im Liegendanschlag zwei Nachlader, konnte den Vorsprung auf Italien aber trotzdem auf 48 Sekunden ausbauen. Hinter ihr setzte sich Marte Olsbu Røiseland vor Frankreich, die nun um Platz drei kämpfen mussten. Simon schoss schnell und ging auf Rang zwei auf die Strecke, doch Røiseland zog auf der letzten Runde unaufhaltsam an ihr vorbei und holte sich den zweiten Platz.

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Sieg trotz Strafrunde
Dahlmeier handelte sich im Stehendanschlag noch eine Strafrunde ein und öffnete das Türchen für die Konkurrenz, kam aber doch mit 27 Sekunden Vorsprung aus der Extrarunde und brachte den Sieg für Deutschland ins Ziel. Zur Strafrunde sagte Dahlmeier: „Ich weiß auch nicht, was da passiert ist. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal in der Staffel eine Strafrunde gelaufen bin.“   Simon schoss im Stehendanschlag schnell, brauchte einen Nachlader und ging auf Rang zwei auf die Strecke. Røiselands letzte Runde war ähnlich schnell wie zuvor die von Herrmann, und so zog sie an Simon vorbei zum zweiten Platz im Ziel.

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