Die Norweger Johannes und Marte dominieren; Video der Nové Město na Moravě Highlights

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Die norwegischen Teamkollegen Johannes Thingnes Boe und Marte Olsbu Røiseland, die am vergangenen Wochenende drei bzw. zwei Siege holten, werden vielleicht zugeben, dass die Vysočina Arena jetzt ihr Lieblings-Austragungsort ist. Der Hattrick von Johannes, angetreibt von seinem hervorragenden Skifahren und zwei Tagen mit perfektem Schießen, bedeutete für ihn sechs Siege insgesamt für die Saison, während Olsbu Røiseland von null Siegen in ihrer Karriere auf zwei in zwei Tagen ging.

2018 Goldmedaillengewinnerin im olympischen Massenstart Anastasiya Kuzmina brach endlich mit ihrem Massenstart-Sieg am Sonntagnachmittag die norwegische Siegesserie. Inzwischen ist Dorothea Wierer, wie Johannes, mit dem begehrten Gelben Trikot nach Hause und zum neuen Jahr gegangen.

Ihre Heldentaten sowie zahlreiche persönliche Bestleistungen und ein erstaunliches Comeback versorgten die über 100.000 ausgelassenen, fahnenschwenkenden Fans mit vier Tagen ununterbrochener Aufregung.

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Johannes: "Perfektes Rennen" und "Bestes Rennen aller Zeiten"

"Perfektes Rennen" und "Bestes Rennen aller Zeiten" nannte Johannes seine Sprint- und Massenstart-Siege. Bei beiden schoss er fehlerfrei, was im Grunde nichts dem Zufall überließ. Obwohl sein Bruder große Anstrengungen beim Massenstart machte, hat Johannes ihn wie fast alle anderen Herausforderer in dieser Saison zur Seite geschoben. Der 25-Jährige musste nach vier teuren Strafen sein schnelles Skifahren in der letzten Runde einsetzen, um die Verfolgung von Alexander Loginov zu nehmen, aber das war der einzige Rückschlag des Wochenendes. Johannes war einfach großartig.

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Energie von der Menge
Der Sprint war alles Johannes, mit einem seiner klassischen Start-Ziel-Siege, unbestritten. Er gab zu, die riesige Menschenmenge und das ohrenbetäubende Brüllen zu lieben: „Ich mag sie, (die große Menschenmenge). Je mehr Menschen, desto mehr Energie; außerdem wenn man das Gelbe Trikot hat, erhält es automatisch mehr Aufmerksamkeit. Die Leute jubeln härter und das gibt man mehr Energie auf den Strecken.“ Loginov schoss wie der Norweger fehlerfrei, aber auf den Skiern war er ihm nicht gewachsen. Hinter dem Russen schoss der unangekündigte Martin Ponsiluoma aus Schweden fehlerfrei um sein erstes Podium überhaupt zu holen; er gab zu: "Ich habe keine Worte. Das ist unglaublich!"

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Fast "Waterloo"

Die Verfolgung war für Johannes beinahe sein "Waterloo". Vier Strafen an einem windigen Nachmittag sahen Bruder Tarjei in der Führung an einer Stelle und dann Loginov auf den Fersen, 2,5 km vor dem Ziel. Doch der Russe war kein Gegner für Johannes, der gerade genug vorankam, um den Sieg mit sechs Sekunden zu erzielen. Er gab zu: „Es war ein hartes Rennen, schwierige Bedingungen; der Wind hat sich stark verändert… Stehen war nicht einfach… Trotzdem mit insgesamt vier Fehlern war es knapp.“

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Unglaubliche Verfolgung von Fourcade

Die große Verfolgungsgeschichte war das Comeback von Martin Fourcade vom 43. bis 5. Platz mit sauberem Schießen und aggressivem Skifahren. Nach seinem äußerst enttäuschenden Sprint mit vier Strafen und einem Rückstand von 2:12 wollte er die Verfolgung zunächst nicht starten, änderte jedoch seine Meinung und konzentrierte sich erneut. Nach dem ersten fehlerfreien Liegendschießen entschied sich Fourcade, „für eine Top 30 zu kämpfen, dann wusste ich, dass eine Top 10 möglich war, dann die Top Fünf… Ich habe in den letzten sieben Jahren ein Monster gemacht; ich habe heute gezeigt, dass das Monster nicht tot ist. “

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Mit Schießen und Skifahren zum Erfolg

Der krönende Massenstart-Sieg von Johannes wurde von perfektem Schießen angetrieben, das ihm ermöglichte, in den letzten beiden Runden vom Feld wegzufahren. „Heute bin ich sowohl mit dem Schießen als auch mit dem Skifahren zum Erfolg gekommen… mein bestes Rennen aller Zeiten…. Ich habe mich ein sauberes Schießen beim Weihnachtsmann gewünscht; es sieht so aus, als ob ich dieses Jahr ein braves Kind war!“ Doch dieser Sieg war kein Geschenk; der junge Norweger arbeitete hart auf den Strecken, um sich einen Abstand vom Feld zu schaffen, und konzentrierte sich weiterhin am Schießstand. Quentin Fillon Maillet im zweiten Platz hatte zwei Strafen im Stehendschießen, war aber sehr stark in der letzten Runde, und ließ Evgeniy Garanichev auf dem dritten Platz. Das Podium an sich war ein Sieg für den russischen Veteranen, weil sein letztes im Januar 2016 in Ruhpolding war.

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Verschneiter Sprint-Sieg

Marte Olsbu Røiseland holte den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere an einem verschneiten Abend. Mit Startnummer 34 schoss sie fehlerfrei und sah wie die Siegerin aus, mit 6,2 Sekunden Vorsprung vor Paulina Fialkova. Doch musste die Norwegerin fast 20 Minuten lang die Nummer 84 olympische Sprint- und Verfolgungs-Goldmedaillengewinnerin beobachten, als die Deutsche versuchte, sie abzusetzen. Dahlmeier hatte bei ihrem ersten Weltcup-Start in dieser Saison die schnellste Skizeit, aber eine Strafrunde verwies sie auf den zweiten Platz. Olsbu Røiseland sagte: „Ich kenne Laura ... Ich war wirklich nervös bei ihrem Stehendschießen und in der letzten Runde, also ich war glücklich, als sie die Ziellinie hinter mir überquerte."

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Hauchdünner Verfolgungssieg
Der Verfolgungssieg war für die Sprint-Siegerin ebenso haarsträubend. Nach dem Kopf-an-Kopf Kampf in der letzten Runde musste Olsbu die Gelbes Trikot tragende Wierer in den letzten Metern übersprinten, um mit einem hauchdünnen Vorsprung zu gewinnen. Später sagte Wierer: „Ich bin eine wirklich schlechte Sprinterin; es war ein großartiger Kampf und ein wirklich interessantes Rennen.“ Die Siegerin spürte den Druck, war aber stolz auf ihre Bemühungen. „Nach meinem ersten Sieg gestern war ich vor dem Start etwas nervös, aber ich versuchte nur, mich auf mich selbst zu konzentrieren und meine Arbeit so gut wie möglich zu machen... Ich war wirklich glücklich über... das letzte Schießen. Ich habe einfach alles gegeben... und hatte Glück, die Führung zu übernehmen.“ Die junge Hanna Oeberg forderte die Führenden in der letzten Runde heraus, begnügte sich jedoch mit dem dritten Platz und ihrem ersten Weltcup-Podium.

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Kuzminas Geschenk
Vor dem Massenstart war das beste Ergebnis von Kuzmina in dieser Saison der fünfte Platz in der Verfolgung von Hochfilzen. Sie brachte jeden Tag gute Leistungen, das Skifahren war gut und wurde besser, aber das Schießen und die Chancen sind nicht gelungen. Beim Massenstart dachte sie an ihre Fans und alles wurde klar. „Nach der letzten Saison habe ich versucht, meine guten Ergebnisse zu wiederholen, aber es war am Anfang nicht einfach. Heute vor dem Wettbewerb dachte ich, es wäre ein schönes Geschenk für alle meine Fans in der Slowakei, in Russland, und auf der ganzen Welt, ein Geschenk für die Weihnachtszeit und das Neujahr zu machen. Mein Wunsch ist wahr geworden!" Das ist an sich eine schöne Geschichte zum Wohlfühlen, die nur besser wurde, als Paulina Fialkova die Ziellinie als Zweite überquerte, um den ersten 1-2 Weltcup-Endstand überhaupt für die Slowakei zu leisten. Das zweite Podium der Woche für Fialkova festigte ihren aktuellen dritten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung.

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Lächelnde Doro

Doro ließ in den letzten Metern des Massenstarts auf Rang vier nach und übergab Anais Chevalier den dritten Platz. Trotzdem hat die übersprudelnde Italienerin mehrere Gründe zu lächeln, wie fünf Podestplätze, einen knalligen Durchschnitt von 91% beim Schießen und das Gelbe Trikot in ihrer Reisetasche.

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Das erste Trimester ist vorbei und es ist Zeit für eine Pause. Die BMW IBU Weltcup-Saison wird am 10. Januar 2019 mit dem Damen-Sprint in Oberhof fortsetzen.

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