Dorothea Wierer dominiert Sprint der Damen

Dorothea Wierer dominiert Sprint der Damen

Dorothea Wierer aus Italien hat den ersten Schritt zur Titelverteidigung des Gesamtweltcups getan: Sie sicherte sich den Sieg im Sprint der Damen in Östersund in 19:48,5. Nach einem sauberen Liegendschießen baute sie ihren Vorsprung immer weiter aus und konnte von der Konkurrenz selbst nach einem Stehendfehler nicht mehr eingeholt werden. Marte Olsbu Røiseland schoss liegend zwei Fehler und lief dennoch auf Rang zwei mit einem Rückstand von 8,6 Sekunden. Dritte wurde die Tschechin Marketa Davidova. Sie blieb fehlerfrei, lag im Ziel aber 11,9 Sekunden zurück.

BMW IBU World Cup Östersund Women's Sprint

Druck

Wierer sagte über ihren Sieg: „Ich bin überrascht, wieder das Gelbe Trikot zu tragen. Ich dachte: ‚Oh mein Gott, Druck‘… Aber es lief gut. Ich habe mich in der Loipe noch nicht so gut gefühlt und dann kam die Strafrunde im Stehendanschlag. Normalerweise muss man fehlerfrei bleiben. Aber mein Rennen war gut.“

Vierte wurde Franziska Preuss aus Deutschland, die sich keinen Patzer leistete und 19,2 Sekunden hinter Wierer landete. Rang fünf ging an Linn Persson aus Schweden, die damit ihre persönliche Bestleistung einstellte. Sie schoss eine Strafrunde und lag 21,6 Sekunden zurück. Preuss’ Mannschaftskollegin Denise Herrmann wurde Sechste mit einem Fehler und einem Rückstand von 22,1 Sekunden.

Als die 105 Athletinnen ins erste Sprintrennen der Saison gingen, wehten tückische Windböen und die Temperaturen waren auf -3°C gesunken.

Dorothea Wierer dominiert Sprint der Damen

Schnelle erste Runde
Wierer in Gelb und Herrmann starteten mit schnellen ersten Runden und einem sauberen Liegendschießen in die neue Saison und katapultierten sich so auf die Plätze eins und zwei. Dahinter folgten Preuss und Tiril Eckhoff, die ebenfalls fehlerfrei blieben. Die Norwegerin übernahm nach dem Liegendanschlag sogar die Führung. Ihre Teamkollegin Olsbu Røiseland setzte liegend zwei Schüsse daneben, flog aber über die Loipe. Die als Favoritin gehandelte Vittozzi schoss drei Strafrunden und verhagelte scich so jegliche Siegchancen. Davidova mit Startnummer 47 leistete sich liegend keinen Patzer und ging als Siebte auf die nächste Runde, 10 Sekunden hinter der Spitzengruppe.

Dorothea Wierer dominiert Sprint der Damen

Schneller Schießrhythmus

Herrmann setzte ihren ersten Stehendschuss daneben, traf dann aber alle Scheiben. Wierer schoss schnell wie immer und verfehlte ebenfalls eine Scheibe. Der schnelle Schießrhythmus der Italienerin verschaffte ihr allerdings vor der letzten 2,5km-Runde einen Vorteil von 20 Sekunden auf die laufstarke Deutsche. Dann blieb Preuss fehlerfrei und schob sich auf Rang zwei, 13 Sekunden hinter Wierer. Olsbu Røiseland machte es Johannes Boe nach, bliebe stehend fehlerfrei und visierte so einen Treppchenplatz an. Auch Davidova zeigte ein perfektes Schießen und sicherte sich zwischenzeitlich Platz zwei.

Dorothea Wierer dominiert Sprint der Damen

Auch Davidova büßte auf der Schlussrunde Zeit ein, konnte sich aber gegen Preuss durchsetzen und den letzten Treppchenplatz sichern – den insgesamt fünften ihrer Karriere. „Ich habe mich sehr über die beiden fehlerfreien Schießeinlage gefreut, denn ich weiß nicht, ob ich es mit Strafrunden noch so gut ins Ziel geschafft hätte. Es war heute in der Loipe wirklich hart.“

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Unangreifbar in Gelb
Auf der letzten Runde
biss sich Wierer in Gelb auf der Führungsposition fest. Sie baute ihren Vorsprung von 20 Sekunden nach dem Stehendschießen noch aus und lag im Ziel auf Rang eins. Preuss verließen auf der Schlussrunde die Kräfte, während Olsbu Røiseland noch einen Zahn zulegen konnte, sich näher an Wierer heranarbeitete, dann aber knapp den Sieg verpasste und am Ende Zweite wurde.

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