Eine neue Saison beginnt: Das Trainerkarusselldreht sich wieder

Eine neue Saison beginnt: Das Trainerkarusselldreht sich wieder

Im Mai beginnt für viele Athleten wieder das Training, und im Laufe des Monats stehen die ersten Trainingslager an. Obwohl der April noch ganz im Zeichen von Urlaub in der Sonne stand, haben Kanada, Schweden, Russland und die USA schon Veränderungen im Trainer- und Betreuerstab angekündigt.

Eine neue Saison beginnt: Das Trainerkarusselldreht sich wieder

Matthias Ahrens zieht weiter

Der langjährige kanadische Cheftrainer Matthias Ahrens verabschiedete sich Anfang April nach 15 Jahren Trainertätigkeit auf allen Ebenen von der kanadischen Biathlonmannschaft. Unter Ahrens gelangte die kanadische Biathlonmannschaft zu immer besseren Resultaten, darunter der Durchbruch für die Männer mit Staffelbronze bei den IBU Weltmeisterschaften 2016. Er sagte: „Da jetzt alle Athleten gehen, die mit mir im System von Biathlon Canada groß geworden sind, gehe ich auch. Es war mir eine große Freude, diese fantastischen jungen Athleten unter meiner Führung trainieren, wachsen und besser werden zu sehen. Wir haben uns in dieser Zeit zu einer international anerkannten Nationalmannschaft weiterentwickelt.“ Ahrens hat seitdem die Position des Cheftrainers im Trainingszentrum von Biathlon Alberta übernommen, sodass er mehr Zeit zuhause bei seiner Familie verbringen kann. Er sagte: „Mein Ziel ist, es, aus jungen Athleten die Leidenschaft und Leistung herauszuholen, mit der sie ihr volles Potential ausschöpfen können.“

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Biathlon Canada ist derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger für Ahrens als Cheftrainer. Der dreifache Olympionike und ehemalige Nationalmannschaftstrainer der Langläufer Justin Wadsworth übernimmt als Interimstrainer den Einstieg in die neue Trainingssaison. Unterstützt wird er dabei vom Nationalmannschaftstrainer Pavel Lantsov und Co-Trainer/Skitechniker Andrew Chisholm.

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Russland: Maxim Maksimov neuer Co-Trainer der Herrenmannschaft

Nach einer soliden Saison mit IBU WM-Silbermedaillen für Alexander Loginov und Ekaterina Yurlova-Percht hat die russische Mannschaft nur größere eine Veränderung am Weltcup-Trainerteam vorgenommen: Zu Cheftrainer Anatoly Khovantsev stößt als Co-Trainer der Silbermedaillengewinner aus dem 20 km Einzel der IBU WM 2011 Maxim Maksimov hinzu. Maksimov schaffte es in seiner Weltcupkarriere zweimal auf Einzelpodestplätze: Für die Silbermedaille bei der IBU WM 2011 und bei der IBU WM 2008 auf den Bronzeplatz in derselben Disziplin.  Der 39-Jährige war bislang Regionaltrainer im Kreis der Jamal-Nenzen.

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Nadija Bilova tritt als Trainerin der polnischen Frauen zurück

Die Trainerin der polnischen Frauen Nadija Bilova trat erst kürzlich aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bilova war in den frühen Jahren des Sports als Athletin erfolgreich, gewann Staffelgold und Sprintsilber für die Sowjetunion bei den Biathlonweltmeisterschaften 1986 und trat dann bei den Olympischen Winterspielen 1994 für ihr Heimatland Ukraine an. Später trainierte sie im Laufe ihrer Karriere die ukrainischen Frauen- und Männermannschaften.

Während der polnische Verband nach Ersatz für Bilova sucht, übernimmt Trainer Adam Kolodziejczyk das Training der Frauenmannschaft.

Der langjährige Reserve- (IBU-Cup-) Trainer Andrei Padin steht nicht mehr auf der Trainerliste für den IBU Cup. Ersetzt wurde er durch Evgeny Kuvaev, der bislang als Analytiker für die Nationalmannschaft tätig war.

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Schweden bringt Personalwechsel unter Dach und Fach

Nachdem Wolfgang Pichler sich als Cheftrainer zur Ruhe gesetzt hatte, gab der Schwedische Biathlonverband wesentliche Veränderungen im Betreuerstab bekannt. Der 41-jährige Anders Byström wird die Nationalmannschaft als Manager begleiten, Johannes Lukas übernimmt die Aufgabe des Cheftrainers der Nationalmannschaft. Byström wird den A-Kader sowie die Entwicklungs- und die Zukunftsmannschaften auf nationaler Ebene koordinieren und sich auch auf die langfristige Planung konzentrieren. Byström, der bisher Entwicklungsdirektor des Schwedischen Skiverbands war, sagte: „Ich freue mich darauf, mit der Mannschaft in die Zukunft zu gehen. Wir verfügen über ein gut etabliertes Trainer- und Management-Team. Ich denke, mit meiner Erfahrung aus dem Elite-Langlaufsport kann ich uns noch ein gutes Stück weiterbringen.“

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Als Co-Trainer bleiben Lukas mit Mattias Nilsson und Schießtrainer Johann Hagström zwei vertraute Gesichter aus vergangenen Saisons erhalten. Die Mannschaft wird weiter in Östersund stationiert bleiben, wo die Trainer die Sportler das ganze Jahr über betreuen und begleiten. Auch wenn Pichler geht, wird sein Trainingssystem, dass zuletzt die Olympia- und IBU-WM-Erfolge von Hanna Oeberg und Sebastian Samuelsson hervorgebracht hatte, von den Trainern weitergetragen werden, die über viele Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben.

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Neue Führungspositionen im US Biathlon für Lowell Bailey und Tim Burke

Der IBU Weltmeister von 2017 Lowell Bailey und der IBU WM Silbermedaillengewinner von 2013 Tim Burke haben neue Führungspositionen im US Biathlon übernommen.

Der 37-jährige Bailey ist als Direktor für Hochleistung eingestellt worden und ersetzt seinen langjährigen Vorgänger Bernd Eisenbichler, der nach 20 Jahren im US-Biathlon Sportdirektor beim Deutschen Skiverband wird. Baileys ehemaliger Mannschaftskamerad und Jugendfreund wird der neue Direktor für Athletenentwicklung. Beide Männer haben entscheidend zum Wachstum des US-Biathlonprogramms im 21. Jahrhundert beigetragen. In einer Pressemeldung sagte der Max Cobb, Geschäftsführer des US Biathlon: „Bernd hat unser Programm auf brillante Art zu neuen Höhen geführt. Sein Erbe sind eine starke Mannschaft und ein tolles Team. Mit Tim und Lowell an der Spitze werden wir unsere Athleten auch in den kommenden Jahren mit dem gleichen Enthusiasmus und der gleichen Begeisterung begleiten und unterstützen.“

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Bailey wurde in Hochfilzen nach über 300 Weltcupstarts bei seinem ersten Weltcupsieg der erste IBU Weltmeister der USA, sensationell mit fehlerfreiem Schießen und hauchdünnen 3,3 Sekunden Vorsprung vor Ondrej Moravec und Martin Fourcade. Zu seiner neuen Stelle sagte Bailey: „Mit unseren engagierten Athleten, unglaublich talentierten Betreuern sowie Direktoren, die voll hinter uns stehen, waren die Voraussetzungen im US Biathlon nie besser, um diesen Sport in Amerika weiter auszubauen, immer mit dem gemeinsamen und unverrückbaren Ziel, einen Amerikaner auf einem olympischen Podest zu sehen.“

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