In Gedenken an Halvard Hanevold

In Gedenken an Halvard Hanevold

Mit großer Trauer hat die IBU die Nachricht vernommen, dass der legendäre norwegische Biathlet Halvard Hanevold am 3. September 2019 verstorben ist.

Hanevold war ein Pionier des Sports, der mit seinem einzigartigen Stil Generationen von Sportlern inspirierte. Seine erfolgreiche Karriere begann 1992 bei der Nationalmannschaft, für die er bis zu seinem Rücktritt 2010 eine Schlüsselfigur blieb. Mannschaftskameraden wie Rivalen erinnern sich daran, dass Hanevolds unbeschwertes Gemüt gepaart mit seinem unermüdlichen Kampfeswillen ihn zu einem der besten Biathleten der Geschichte machten. Mit Fleiß und harter Arbeit konnte er Mal um Mal seine Konkurrenten herausfordern, Grenzen verschieben und immer wieder Effizienzsteigerungen erreichen.

Olle Dahlin, der Präsident der Internationalen Biathlon Union, sagte: „Der Tod von Halvard Hanevold erfüllt uns mit großer Trauer. Er war ein legendärer Biathlet und Olympionike und ist viel zu früh von uns gegangen. Er war der Inbegriff all der besten Seiten unseres Sports. Für einen Olympiasieger mit drei Goldmedaillen, zwei Silber- und einer Bronzemedaille war er bescheiden, immer voller Neugier, nachdenklich, aber vor allem freundlich, und er fand immer einen Grund zu lächeln und zu lachen. Mehr als sein herausragendes Talent werden wir seine Freundschaft, Großzügigkeit, seinen Witz und sein Lächeln vermissen, das wir nie vergessen werden. Unsere Gedanken sind in diesen schwierigen Zeiten bei Halvards Familie und Freunden.“

Im Jahr 1998 holte Hanevold in Nagano Gold im 20 km Einzel, für ihn die erste olympische Medaille bei seinen zweiten Winterspielen. Es war zudem die erste Goldmedaille für Norwegen seit 1984, welche eine zentrale Rolle beim Vormarsch des norwegischen Biathlons spielte. Sowohl in Salt Lake City 2002 als auch in Vancouver 2010 holte Hanevold Gold mit der norwegischen Staffel über 4 x 7,5 km. Teamgeist war ihm wichtig, und so war er immer bereit, sein Wissen und seine Erfahrung mit anderen zu Teilen und im Training vorzulegen, um andere mitzuziehen. Von 1998 bis 2010 stand er bei jeden Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften auf dem Podest.

Er gewann bei insgesamt 16 Weltmeisterschaften fünf Goldmedaillen und startete bei 432 Weltcuprennen, in denen er 33 Siege und 98 Podestplätze einfuhr.

Hanevold wollte seinem geliebten Sport auch nach seiner aktiven Laufbahn nahe sein, und wurde so Experte beim norwegischen Fernsehsender NRK, dessen Biathlon-Übertragungen er mit seinen lebhaften Analysen und humorvollen Kommentaren bereicherte.

Die IBU spricht Halvard Hanevolds Frau und Kindern, seinen Kollegen beim NRK und allen seinen Mannschaftskameraden und Wegbegleitern beim Norwegischen Biathlonverband ihr herzlichstes Beileid aus.

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