Gold für Norwegen in IBU OEM Single-Mixed-Staffel, Gold für die Ukraine in der gemischten Staffel

Gold für Norwegen in IBU OEM Single-Mixed-Staffel, Gold für die Ukraine in der gemischten Staffel

Das norwegische Duo aus Endre Stroemsheim und Karoline Erdal gewann heute Nachmittag mit 12 Nachladern in 47:12,2 die Goldmedaille in der Single-Mixed-Staffel bei den IBU OEM. Stroemsheim machte den Sieg mit rasantem Lauftempo und einer schnellen, sauberen Schießeinlage im letzten Stehendschießen perfekt.

Am frühen Abend gewann die Ukraine mit Valja Semerenko, Yuliia Dzhima, Artem Pryma und Dmytro Pidruchnyi Gold in der gemischten Staffel mit neun Nachladern in 1:11:32,1.

Deutschland und Ukraine komplettieren Podest in Single-Mixed-Staffel
Deutschland gewann mit Justus Strelow und Sephanie Scherer Silber mit fünf Nachladern und 11,5 Sekunden Rückstand. Die Bronzemedaille ging an die Ukraine mit Ruslan Tkalenko und Anastasiya Merkushyna, die sieben Nachlader brauchten und 11,8 Sekunden zurück lagen.

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Gute Ski, aggressives Tempo
Stroemsheim sagte zu seiner Schlussrunde: „Die drei Nachlader im Liegendanschlag haben mir nicht so viel Sorgen gemacht. Wir hatten heute sehr gutes Material.“ Zum entscheidenden Stehendschießen sagte er weiter: „Ich habe versucht, aggressiv zu schießen. Wer zögert, schießt daneben.“

Platz vier ging an Lettland mit 57,6 Sekunden Rückstand, Platz fünf an Österreich mit 1:07,1 Rückstand und Platz sechs an Russland mit 1:34,2 Rückstand.

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Österreich und die Ukraine
Die Sonne, die gestern noch auf die Supersprints geschienen hatte, versteckte sich heute unter grauen Wolken, sodass die Temperatur für beide Rennen bei +3 Grad lag. Der böige Wind von links nach rechts machte das Schießen den ganzen Nachmittag lang zur Herausforderung.
Unter den ersten Starterinnen führte Dunja Zdouc aus Österreich, die nach 10 Treffern auf Rang eins an Peter Brunner übergab. Brunner verteidigte diese Führung mit fehlerfreiem Liegendschießen, fiel aber auf der nächsten Runde merklich zurück, musste dann im Stehendanschlag zweimal nachladen und die Führung beim zweiten Wechsel der Ukraine überlassen. Merkushyna traf im Liegendanschlag alle Scheiben und verteidigte die Führung, während Erdal dank der flinken Skier trotz zweier Nachlader im Liegendanschlag weiter vorne mitlief. Auch Deutschland und Österreich hatten weiter Medaillenchancen. Die Ukrainerin kam mit neun Sekunden Vorsprung zum Stehendschießen und brauchte zwei Nachlader, während die Norwegerin mit fünf Schuss durchkam. So konnte Stroemsheim mit knappen 0,3 Sekunden Vorsprung loslaufen, Deutschland und Österreich fünf Sekunden hinter ihm.

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Stroemsheim kraftvoll zum Sieg
Der führende Norweger erwies sich schon auf den ersten 1500 Metern als deutlich stärker als sein Rivale und hatte bis zum Liegendschießen schon 15 Sekunden Vorsprung herausgelaufen. Er brauchte für seine Scheiben drei Nachlader, während Strelow ohne auskam und beim Verlassen des Stadions knapp vor dem Norweger lag, dem Tkalenko mit vier Sekunden Rückstand auf den Fersen war. Stroemsheim konnte sich dank guter Form schnell wieder nach vorn setzen und zog dem Feld erneut davon. Mit fünf schnellen Schüssen im Stehendanschlag war Norwegen der Sieg sicher. Auch Strelow traf und ging auf Rang zwei 10 Sekunden vor dem Ukrainer auf die Strecke. Tkalenko hatte noch Körner übrig und legte sich gehörig ins Zeug, verpasste die Silbermedaille aber um knappe 0,3 Sekunden.

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Gemischte Staffel: Silber an Russland, Bronze an Norwegen
Die russische Mannschaft kämpfte sich nach dem letzten Stehendschießen von einem vierten Rang wieder vor zur Silbermedaille mit neun Nachladern und 32,2 Sekunden Rückstand. Norwegen gewann mit drei Nachladern und 33,7 Sekunden Rückstand Bronze.

Vierter wurde Weißrussland mit 40,4 Sekunden Rückstand. Platz fünf ging an Polen mit 2:33,3 Rückstand, Platz sechs an Estland mit 2:40,1 Rückstand.

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Weißrussland, die Ukraine und Estland

Die Bedingungen für die gemischte Staffel am frühen Abend waren unverändert: Ein starker Wind wehte beständig von links in den Schießstand hinein. Trotz der Windverhältnisse stiegen die Frauen mit gutem Schießen in den Wettkampf ein. Die weißrussische Startläuferin Dzinara Alimbekava führte nach dem ersten Stehendschießen das Feld an, musste aber bis zum Wechsel auf Irina Kryuko auf der Strecke ordentlich Federn lassen. Semerenko übergab als Führende an Dzhima, gefolgt von Schweden und der Heimmannschaft 11 Sekunden dahinter. Kryuko kam ohne Fehler durch ihr Liegendschießen und verteidigte die Führung, doch im Stehendanschlag setzte Dzhima wie schon im Liegen fünf Treffer und ging mit 4 Sekunden Vorsprung auf die Strecke. Beim zweiten Wechsel lag dann aber schon wieder Weißrussland vorn und die Ukraine 8 Sekunden dahinter, und zur großen Überraschung Estland eine weitere Sekunde hinter ihnen.

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Drei kämpfen um zwei Medaillen
Unter den dritten Startern konnte Pryma mit fünf Treffern im Liegendanschlag punkten, während Anton Smolski drei Nachlader brauchte. Der Vorsprung vergrößerte sich auf 9 Sekunden, während Sivert Bakken Norwegen auf dem Weg zum Stehendschießen auf Rang drei bringen konnte. Smolski und Pryma schossen im Stehen Seite an Seite. Smolski brauchte fünf Schuss und ging wieder in Führung, Bakken traf ebenfalls, lag aber 27 Sekunden hinter den Führenden. Pryma hatte im weichen, tiefen Schnee zu kämpfen und gab Pidruchnyi 1 Sekunde Vorsprung auf den Supersprint-Sieger Bocharnikov mit auf den Weg. Bocharnikov brauchte sechs Schuss und hatte nun 4 Sekunden Vorsprung auf Pidruchnyi, der sieben brauchte. Aleksander Fjeld Andersen und Said Karimulla Khalili kamen beide mit fünf Schuss aus und duellierten sich um den Podestplatz. Der Ukrainer traf im Stehendschießen alles und sicherte sich Gold, Bocharnikov ging in die Strafrunde. Khalili zog einen Kilometer vor dem Ziel an den Kollegen vorbei und sicherte seiner Staffel die Silbermedaille. Norwegen konnte noch Bronze ergattern.

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Kampf auf der letzten Runde

Pidruchnyi sagte zu seinem abschließenden Duell mit Bocharnikov: „Die Bedingungen waren hart, und ich habe mich nicht so gut gefühlt. Ich bin gegen Bocharnikov gelaufen und habe gemerkt, dass er schnell und stark ist. Beim letzten Schießen wusste ich, dass ich treffen muss, um eine Chance auf die Medaille zu haben. Er hat mir diese Chance gegeben, also habe ich sie genutzt.“ Zum Zieleinlauf mit Fahne sagte er: „Es war wirklich schön, mit der Fahne einlaufen zu können. Diese Gelegenheit bekommt man nicht oft... Heute habe ich mich sehr darüber gefreut.“

Photos: IBU/Christian Manzoni

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