IBU-Seminar zur Geschlechtergleichstellung steht an

IBU-Seminar zur Geschlechtergleichstellung steht an

Der Massenstart war der letzte Wettkampf der Frauen in der BMW IBU Weltcupsaison 2018/2019. Während Ausrichter Oslo die Erfolge des Rekordbrechers JT Boe feierte, ruhten alle Augen auf Dorothea Wierer aus Italien, ihrer Landsfrau Lisa Vittozzi und Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei, denn diese drei kämpften noch bis auf den letzten Meter der Strecke und die letzte noch stehende Scheibe um den heiß begehrten Sieg im Gesamtweltcup. 

Ein weiterer Tag in einer hochdramatischen Saison, in der den Frauen fast genauso viel Aufmerksamkeit zuteilwurde wie den Männern. Der Biathlon ist schon lange eine der führenden Sportarten, wenn es darum geht, bei der Qualität der Leistungen, den Preisgeldern und der Popularität für Gleichstellung zu sorgen. Die Führungsriege der IBU hat nun entschlossene Schritte unternommen, um systematisch auch jenseits des Sports eine Gleichstellung der Geschlechter herzustellen und die Führungsriege im Biathlon zu diversifizieren. 

Das IBU-Seminar zur Geschlechtergleichstellung in der sportlichen Leitung, was vom 24. - 26. Mai 2019 im polnischen Warschau stattfinden wird, ist die erste Veranstaltung zu diesem Thema in der IBU.

Die Gleichberechtigung ist eine der größten Herausforderungen, die wir zu meistern haben. Als starker Partner des IOC müssen wir Empfehlungen des Gender Equality Project umsetzen, das im September 2018 angelaufen ist. Einige haben wir bereits umgesetzt, aber in einigen Bereichen können wir uns noch verbessern,“ erklärt Dr. Dagmara Gerasimuk, IBU Vorstandsmitglied und Ausrichterin des Seminars, das mit einem Grußwort von IBU Präsident Olle Dahlin beginnen wird. Danach folgt ein Statusbericht zur Umsetzung des IOC Gender Equality Review Project von Irina Gladkikh, stellvertretende Direktorin für Winter- und anerkannte Sportarten und Beziehungen zu internationalen Verbänden.

Das IBU-Seminar zur Geschlechtergleichstellung, für welches das polnische Olympische Komitee offiziell die Schirmherrschaft übernimmt, soll eine Plattform werden, die es Frauen im Biathlon mit Führungsambitionen und -fähigkeiten ermöglicht, Mittel und Wege zu entwickeln, mit denen sie durch mehr Gleichberechtigung der Geschlechter ihre Karriereziele erreichen können. Das Interesse von mehr als 40 angemeldeten Teilnehmerinnen aus 34 Ländern und einer vielfältigen und interessanten Auswahl an Rednerinnen, darunter Wissenschaftlerinnen und Präsidentinnen nationaler Biathlonverbände sind Zeichen der Bedeutung und Aktualität des Themas. 

Auf dem Programm stehen auch Beiträge von Führungskräften aus der Wirtschaft, die über die Synergien zwischen Männern und Frauen in Führungspositionen und in Entscheidungsprozessen sprechen, was uns bei der Entwicklung von Ansätzen zur Gleichstellung im Biathlon helfen wird. Mit Projekten, die auf Erfahrungsaustausch basieren, hoffen wir die nächste Generation zu inspirieren,“ so Dr. Gerasimuk weiter.

IBU-Seminar zur Geschlechtergleichstellung steht an

Frame 1

Themen und Fragen, die beim IBU-Seminar zur Geschlechtergleichstellung vorgestellt und diskutiert werden:

  • Karrieren von Frauen in Führungspositionen und Ausschlussmechanismen in Sportverbänden;
  • Sportpolitik und Aktionen aus dem Blickwinkel der Gleichberechtigung im Allgemeinen und im Management/Führungsetagen in Finnland;

  • Harte Arbeit oder Organisationskultur? Was ist auf dem Weg einer Frau zur Führungsposition wichtiger?;

  • Die Vorteile einer gleichberechtigten Vertretung in Gremien und in Sportverbänden;

  • Integrierte Führung: Synergien von männlichen und weiblichen Energien im geschäftlichen Kontext;

  • FIS Schritte zur Gleichstellung der Geschlechter;

  • IBU Athleten- und NF-Verbandsumfrage zur Gleichstellung der Geschlechter

In zwei Arbeitssitzungen, die als runde Tische ausgelegt sind, geht es um Führung:

  • Die erste - Nominierungen und Wahlen - konzentriert sich auf die Mechanismen, die in Organisationen in diesen Bereichen eingesetzt werden, um Veränderungen durch Wahlen, Komiteebesetzungen und Statutenänderungen herbeizuführen.

  • Die zweite - Führungsnachwuchs - dreht sich darum, wie die IBU die „Führungspipeline“ befüllen kann, indem sie Nachwuchsworkshops, Kandidatenregister und Mentoring-Programme für erfahrene Frauen in nationalen Verbänden anbietet.

Frame 2

Alle nationalen Verbände sind herzlich eingeladen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen, um das Thema weiter voranzutreiben: https://genderequalitysports.typeform.com/to/KMrY77

Alle Athletinnen und Athleten sind herzlich eingeladen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen, um das Thema weiter voranzutreiben:  https://genderequalitysports.typeform.com/to/pXmau5.

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