Norwegens Vetle Sjaastad Christiansen sprintet zu Staffelsieg in Oberhof

Norwegens Vetle Sjaastad Christiansen sprintet zu Staffelsieg in Oberhof

Der Norweger Vetle Sjaastad Christiansen setzte sich im Zielsprint gegen den Franzosen Quentin Fillon Maillet durch uns sicherte seinem Team heute Nachmittag den Sieg in der Oberhofer Herrenstaffel in 1:19:23,2. Christiansen und seine Mannschaftskameraden Lars Helge Birkeland, Johannes Dale und Erlend Bjöntegaard. Musste achtmal nachladen und zweimal in die Strafrunde. Dennoch schafften sie den dritten norwegischen Staffelsieg der Saison und zogen damit mit der norwegischen Damenmannschaft gleich, die am Vormittag triumphiert hatte. Frankreich kam mit sechs Nachladern und zwei Strafrunden auf Platz zwei, 4,4 Sekunden hinter Norwegen. Rang drei ging an Deutschland mit 14 Nachladern, zwei Strafrunden und einem Rückstand von 48,2 Sekunden.

„Ein lustiges Spiel“
Christiansen erklärte, wie er sein Schießen beim letzten Stehendanschlag angepasst hatte und sich danach ein Duell mit Fillon Maillet geliefert hatte. „Ich denke, obwohl sie etwas windgeschützter lag, herrschten heute auch auf Bahn eins schwierige Bedingungen (am Schießstand). Ich habe die dritte Scheibe nicht verfehlt sondern sie bewusst ausgelassen, weil der Wind so stark wehte… Aber die letzten Scheiben habe ich nicht getroffen. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich wollte nicht zu viel Zeit verlieren. Ich habe gesehen, wie Quentin an mit vorbeilief, als ich aus der Strafrunde kam… Ich habe versucht, den Abstand nicht größer werden zu lassen… Dann habe ich ihn aber ziemlich schnell eingeholt und ab diesem Zeitpunkt wurde es zu einer Art lustigem Spiel zwischen uns, wirklich.“

Norwegens Vetle Sjaastad Christiansen sprintet zu Staffelsieg in Oberhof

Platz vier ging an Russland mit neun Nachladern und einem Rückstand von 1:09. Die ehemals führende weißrussische Mannschaft landete im Ziel auf Rang fünf mit 12 Nachladern, einer Strafrunde und einem Abstand von 1:54. Slowenien musste 14 Mal nachladen und wurde Sechster, 2:43,7 hinter den Siegern.

Norwegen vorn

Im Vergleich zum Damenrennen änderten sich die Bedingungen bis zum Start des Herrenrennens leicht. Birkeland ging auf seiner Lieblingsposition als Startläufer ins Rennen und lieferte gewohnt solide Ergebnisse ab: Er traf alle zehn Scheiben und brachte die Norweger in Führung vor Italien und Weißrussland, bevor er Bjöntegaard ins Rennen schickte. Dominik Windisch übernahm den Staffelstab für Italien, stürzte aber vor dem Liegendschießen und fiel weit zurück.

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Weißrussland führt
Sergei Bocharnikov räumte liegend alle Scheiben ab, während der Norweger zweimal nachladen musste. Weißrussland führte nun 13 Sekunden vor Russland und Deutschland. Bocharnikov leistete sich auch stehend keinen Patzer und behauptete die Führung. Norwegen und Russland blieben fehlerfrei und liefen zusammen auf den Positionen zwei und drei zum nächsten Wechsel. Bis zur Staffelübergabe im Stadion hatte Bjöntegaard seinen 13-sekündigen Rückstand auf Bocharnikov aufgeholt und übergab als Erster an Dale, während Michal Krcmar aus Tschechien noch vor Russland auf Position drei wechselte. Martin Fourcade war von Emilien Jaquelin auf Rang 21 ins Rennen geschickt worden und hatte die Franzosen auf Platz fünf nach vorn gebracht, 55 Sekunden hinter den Führenden. Er übergab an Simon Desthieux.

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Dale behauptet Führung
Der 22-jährige Norweger festigte seine Führung mit einem ruhigen und sauberen Liegendschießen. Raman Yaliotnau folgte 26 Sekunden hinter ihm auf Rang zwei. Tschechien lag auf Platz drei. Stehend hatten alle Athleten Probleme mit dem stärker werdenden Wind. Dale musste einmal in die Strafrunde, ging aber trotzdem als Erster zurück auf die Strecke, 26 Sekunden vor Yaliotnau. Desthieux musste nur einmal nachladen und machte einen Sprung auf Platz drei, nur drei Sekunden hinter dem Zweitplatzierten. Der Deutsche Arnd Peiffer folgte ihm auf dem Fuß. Dale übergab beim letzten Wechsel an Christiansen. 31 Sekunden später ging Benedikt Doll für Deutschland ins Rennen. Nikita Labastau und Quentin Fillon Maillet lagen dicht dahinter.

Kampf auf der letzten Runde

Christiansen räumte liegend alle Scheiben ab, genauso wie Doll und Fillon Maillet, die jedoch beide immer noch 30 Sekunden zurücklagen. Die nächsten beiden Teams, Russland und Weißrussland, folgten weitere 30 Sekunden dahinter. Christiansen brauchte stehend alle Nachlader und musste einmal in die Strafrunde, während Fillon Maillet nur einmal nachlud und als Erster auf die Schlussrunde ging. 500 Meter vor dem Ziel lagen der Norweger und der Franzose gleichauf. Bei der letzten Abfahrt hinunter ins Stadion zog Christiansen an Fillon Maillet vorbei und nutzte den Windschatten, um seinem Team auf den letzten 50 Metern den dritten Staffelsieg der Saison zu sichern. Doll verteidigte Rang drei für Deutschland.

Norwegens Vetle Sjaastad Christiansen sprintet zu Staffelsieg in Oberhof

Musste kämpfen
Desthieux sagte, dass das Comeback seiner Mannschaft hart erkämpft gewesen ist. „Der Rennstart war für uns nicht einfach. Ich war mit Quentin in der Aufwärmzone. Als ich es (Jaquelins zwei Strafrunden) sah, meinte er, wir müssen weiterkämpfen, denn in Oberhof ist alles möglich. Und das stimmt.“

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