Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Heute ruhten die Hoffnungen der polnischen Mannschaft auf Monika Hojnisz-Starega. Mit nur einem Fehler im ersten Stehendschießen absolvierte sie das 15 km Einzel in 45:17,1 und holte Gold für Polen. Auch beim 20 km Einzel der Männer war viel geboten, und zum Schluss ging der Andrejs Rastorgujevs als Sieger aus dem Rennen hervor. Trotz eines Fehlers im ersten Liegendschießen holte der Lette Gold in 52:04,7.

Einzel der Frauen

Silber gewann bei den Frauen Anastasiya Merkushyna aus der Ukraine mit beachtlichen 20 Treffern und 2,9 Sekunden Rückstand. Die Russin Larisa Kuklina gewann mit einem Fehler und 15,5 Sekunden Rückstand Bronze.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Auf Platz vier landete mit Anastasia Shevchenko eine weitere Russin, die ohne Fehler und mit 33,5 Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Fünfte wurde die Ukrainerin Iryna Petrenko, ebenfalls ohne Fehler und mit 2:11,1 Rückstand. Platz sechs ging an die Schwedin Ella Halvarsson mit einem Fehler und 2:14,3 Rückstand.

Blitzschnelle Hojnisz-Starega stiehlt allen die Show

Das 15 km Einzel der Frauen war ein spannendes Rennen, da die Siegerin bis ins Ziel um ihren Sieg kämpfen musste. Die lokale Favoritin Hojnisz-Starega kam nicht besonders gut ins Rennen. Sie patzte im ersten Stehendschießen und ging nur auf Rang acht wieder ins Rennen, sodass die Fans um eine Medaille bangen mussten. Mit sauberem drittem Schießen bügelte die erfahrene polnische Athletin den Fehler wieder aus und ging auf Rang vier wieder aus dem Schießstand. Mit der schnellsten Laufzeit auf der nächsten Runde schob sie sich weiter nach vorn und kam schon auf Rang zwei aus dem letzten Stehendschießen. Auf der letzten Runde verausgabte Hojnisz-Starega sich völlig, konnte die Ukrainerin Anastasiya Merkushyna im Fernduell schlagen und sich den Europameistertitel sichern.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

„Ich habe versucht, mich auf jeden einzelnen Schuss zu konzentrieren und mich am Schießstand nicht ablenken zu lassen. Ich glaube, das ist mir gut gelungen. Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Diese Medaille gibt mir neues Selbstvertrauen und motiviert mich für die Weltmeisterschaften.“ - Monika Hojnisz-Starega

34 bringt Glück

Nach einer Bronzemedaille im Einzel bei den OEM in Duszniki-Zdrój vor vier Jahren wollte Merkushyna heute eine wertvollere Medaille mit heimnehmen. Die Ukrainerin ging mit Startnummer 34 an den Start, genau wie vor vier Jahren, und zeigte sich vor allem am Schießstand durchweg solide. Mit viermal 0-5 lag Merkushyna nach dem vierten und dem fünften Schießen vorn. Hojnisz-Starega lag nach dem letzten Stehendschießen nur 13,9 Sekunden hinter ihr, und das Rennen sollte auf der Strecke entschieden werden. Gegen die schnellste Läuferin des Tages hatte Merkushyna keine Chance und musste sich mit Silber zufriedengeben.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Die Russin Larisa Kuklina, die etwa in der Mitte des Feldes startete, kam sauber durch die ersten beiden Schießen und führte die Ranglisten an. Nach einem Fehler im ersten Stehendschießen war es schwer für Kuklina, sich wieder nach vorn zu kämpfen. Im letzten Schießen traf die Russin zwar alle Scheiben, verließ das Stadion aber auf Rang drei mit 15,2 Sekunden Rückstand auf Merkushyna und nur wenigen Sekunden Rückstand auf Hojnisz-Starega. Die Polin drückte ordentlich aufs Gas, und so fiel Kuklina weiter zurück und kam schließlich als Dritte ins Ziel, was ihr Bronze einbrachte.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Einzel der Herren

Die Silber- und Bronzemedaillen gingen an Norwegen. Erlend Bjoentegaard holte sich mit zwei Fehlern und 1:27,5 Rückstand die Silbermedaille. Bronze ging an Endre Stroemsheim, ebenfalls mit zwei Fehlern und 1:41,4 Rückstand auf Rastorgujevs.

Der Russe Said Karimulla Khalili verfehlte mit 20 Treffern eine Medaille nur knapp und wurde mit 1:59,7 Rückstand Vierter. Platz fünf ging an den Norweger Sivert Guttorm Bakken mit zwei Fehlern und 2:03,5 Rückstand. Sechster wurde der Ukrainer Artem Pryma mit drei Fehlern und 2:10,0 Rückstand.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Phoenix aus der Asche

Mit 57,4 auf den Führenden und einem 45. Rang nach einem Fehler im ersten Liegendschießen schien Rastorgujevs heute keine besonders guten Aussichten auf eine Medaille zu haben. Mit dem ersten Stehendschießen konnte er schon 35 Plätze gutmachen, und das Blatt schien sich für ihn zu wenden. Die meisten seiner Konkurrenten verschossen im zweiten Liegenschießen, wo der Lette alle Scheiben traf und sich so auf Rang zwei nach dem zweiten Liegendschießen vorschieben konnte, 26 Sekunden hinter dem Führenden Filip Fjeld Andersen. Mit drei Patzern im letzten Stehendschießen öffnete der Norweger weit die Tür für Rastorgujevs, der sich so heute den Sieg sichern konnte. Rastorgujevs verteidigte die Führung nach dem letzten Schießen auf der Runde und verdiente sich damit den Titel des Europameisters im 20 km Einzel der Männer.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

„Nach dem ersten Liegendschießen, vor allem nach dem letzten Schuss, der danebenging, habe ich mich gefragt, ‚Warum schieße ich denn so langsam‘, weil ich vor dem letzten Schuss gezögert hatte. Beim nächsten Schießen habe ich einfach zu 100 % meinen Job gemacht, und das Ergebnis war sehr gut.“ – Andrejs Rastorgujevs

Erlend Bjoentegaard kam zwar gut ins Rennen und ohne Fehler durch das erste Liegendschießen, sodass er auf Rang sechs wieder auf die Strecke ging, aber im ersten Stehendschießen ging es dann daneben. Nach zwei Fehlern im ersten Stehendschießen fiel er auf Rang 35 zurück und durfte sich von da an keine Fehler mehr leisten. Dank einer guten Laufleistung hatte sich der Norweger bis zum dritten Schießen schon wieder auf Rang 18 vorgekämpft. Er traf alle Scheiben im zweiten Liegendschießen und ging auf Position 13 wieder ins Rennen, 1:41,7 hinter dem Führenden F. F. Andersen. Mit einer grandiosen Serie im letzten Schießen kämpfte sich Bjoentegaard wieder in die Medaillenränge vor und holte am Ende Silber mit 1:27,5 Rückstand.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Dank schnellen Ski zu Bronze

Der Kampf um die letzte OEM-Medaille machte das Einzel spannend bis zum Schluss. Stroemsheim, der nach dem ersten Stehendschießen auf Rang zwei gelegen hatte, leistete sich im zweiten Liegenschießen einen Fehler und fiel auf Rang sieben zurück. Auch im letzten Stehendschießen ging es für Stroemsheim noch einmal schief, was dem Russen Khalili gute Chancen auf Bronze eröffnete. Khalili konnte die Situation nutzen und alle Scheiben schließen, sodass er als Dritter mit 7 Sekunden Vorsprung auf den Norweger wieder auf die Strecke ging. Stroemsheim hatte jedoch heute die schnelleren Ski an, schlug Khalili auf der Strecke und sicherte sich trotz der Strafminuten Bronze.

Einzel-Siege bei OEM für Rastorgujevs und Hojnisz-Starega

Photos: IBU/Igor Stancik

Top