Zuk und Pryma gewinnen OEM-Verfolgungsgold

Zuk und Pryma gewinnen OEM-Verfolgungsgold

Kamila Zuk aus Polen blieb auf ihrer Heimstrecke in Duszniki Zdrój fehlerfrei und sicherte sich heute Morgen die Goldmedaille in der Verfolgung der Damen über 10 km bei der OEM in 29:17:12. Artem Pryma aus der Ukraine schoss drei Fehler und erkämpfte sich in der Herrenverfolgung über 12,5 km am Nachmittag dennoch Gold in 32:11:3.

Verfolgung der Damen

Die Norweger durften sich über zwei Medaillen freuen: Karoline Erdal gewann Siler und Aasne Skrede holte Bronze. Erdal lag 13,4 Sekunden hinter der Siegerin. Skrede hatte einen Rückstand von 16,2 Sekunden. Beide schossen drei Fehler.

Zuk und Pryma gewinnen OEM-Verfolgungsgold

Larisa Kuklina aus Russland schrammte mit ebenfalls drei Fehlern und einem Abstand von 18,3 Sekunden knapp an einer Medaille vorbei und wurde Vierte. Platz fünf ging an die Schweden Ingela Andersson mit vier Strafrunden und einem Rückstand von 39,3 Sekunden. Mit zwei Fehlern landete Anna Magnusson aus Schweden 52, 3 Sekunden hinter der Siegerin und wurde Sechste.

„Ich weiß, dass ich heute tolle Arbeit geleistet habe“

Zuk ging mit Startnummer 18 44 Sekunden hinter der Sprintsiegerin Baiba Bendika aus Lettland ins Rennen und machte schon vor dem ersten Liegendschießen auf sechs Plätze gut. Ein fehlerfreies Schießen brachte sie auf Rang neun nach vorn, 45,5 Sekunden hinter der Führenden Larisa Kuklina aus Russland. Zwei weitere perfekte Schießeinlagen, einmal liegend, einmal stehend, brachten Zuk nach dem ersten Stehendanschlag Platz sechs ein, 11 Sekunden hinter Kuklina, die trotz zweier Strafrunden noch immer ihre Führung behauptete. Die Russin schoss beim zweiten Stehendschießen einen weiteren Fehler. Zuk nutzte die Gelegenheit, schloss die Lücke und übernahm die Führung. Sie ging 16,3 Sekunden vor Erdal und 18,9 Sekunden vor Kuklina auf die Schlussrunde und sicherte sich Gold.

Zuk und Pryma gewinnen OEM-Verfolgungsgold

„Es ist unglaublich, einfach schwer zu beschreiben. Ich bin so glücklich, dass ich hier in Duszniki gewonnen habe, denn hier fühle ich mich zu Hause. Es war das erste Mal, dass ich viermal fehlerfrei geblieben bin. Ich bin überglücklich. Ich weiß, dass ich heute tolle Arbeit geleistet habe.“ – Kamila Zuk

Erdal war als Zweite gestartet und hielt diese Position bis zum ersten Liegendschießen. Nach einer Strafrunde fiel sie auf Rang fünf zurück, 25,3 Sekunden hinter Kuklina. Beim zweiten Liegendschießen blieb sie fehlerfrei und kletterte wieder auf Platz zwei, 30,8 Sekunden hinter der Führenden Kuklina. Trotz eines Fehlschusses bei jeder Stehendeinlage konnte Erdal ihre Silbermedaille verteidigen und letztendlich ins Ziel retten.

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Zwei Sekunden entscheiden Bronze

Nur zwei Sekunden entschieden über den Gewinn der Bronzemedaille. Skrede schoss einen Fehler bei jedem Liegendschießen und zwei Strafrunden im letzten Stehendanschlag. Sie ging als Vierte auf die Schlussrunde, knapp 18 Sekunden hinter Kuklina, die auf dem Bronzeplatz lag. Skrede zündete auf ihrer letzten Runde den Turbo, schloss die Lücke und wurde noch Dritte. Es ist ihre erste Meisterschaftsmedaille bei den Senioren in einem Einzelrennen. Im Ziel lag sie nur zwei Sekunden vor Kuklina.

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Verfolgung der Herren

Michal Krcmar aus Tschechien schoss einen Fehler und sicherte sich Silber, 6,6 Sekunden hinter Pryma. Haavard Gutuboe Bogetveit aus Norwegen leistete sich drei Patzer und gewann dennoch Bronze, 12,5 Sekunden hinter dem Sieger.

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Johannes Kühn aus Deutschland ging heute als Dritter ins Rennen und wurde am Ende Vierter mit drei Strafrunden und einem Rückstand von 18,6 Sekunden. Der Norweger Filip Fjeld Andersen startete als Vierzehnter, leistete sich ebenfalls drei Fehler und wurde Fünfter, 21 Sekunden hinter Pryma. Platz sechs ging an Sivert Guttorm Bakken mit fünf Strafrunden und einem Rückstand von 21,9 Sekunden.

Gold für die Ukraine

Pryma ging 31 Sekunden hinter dem Sprintsieger Martin Jäger ins Rennen und lag vor dem ersten Liegendschießen 23,7 Sekunden zurück. Jäger verteidigte seine Führung, während der Ukrainer einmal in die Strafrunde musste und auf Platz acht zurückfiel. Pryma räumte beim zweiten Liegendanschlag alle Scheiben ab und schob sich einen Platz nach vorn, 31,4 Sekunden hinter den neuen Führenden Kühn. Während Kühn einen Fehler schoss, blieb Krcmar beim ersten Stehendschießen fehlerfrei und übernahm die Führung. Eine Strafrunde und 17 Sekunden später ging Pryma als Vierter zurück auf die Strecke. Kühn war Zweiter, Bogetveit Dritter.

Bogetveit und Kühn schossen beim letzten Stehendschießen jeweils zwei Strafrunden und machten so dem Ukrainer den Weg frei. Kcmar und Pryma ließen je eine Scheibe stehen und verließen den Schießstand zusammen. Nur 0,1 Sekunden lagen zwischen ihnen. Der Ukrainer war laufstärker, erkämpfte sich einen Vorsprung von 6,6 Sekunden und sicherte sich Gold. Krcmar gewann Silber.

Zuk und Pryma gewinnen OEM-Verfolgungsgold

„Beim letzten Stehendschießen wusste ich, dass ich aufs Treppchen kommen könnte, wenn ich schnell schoss. Ich hatte einen Fehler, aber auch die Konkurrenz hat Scheiben stehengelassen. Ich bin kurz hinter dem Tschechen auf die Schlussrunde gegangen und konnte ihn bis ins Ziel überholen.“ – Artem Pryma

Kampf um Bronze

Kühn lag nach dem zweiten Liegendschießen in Führung, ruinierte seine Siegchancen aber mit einem Fehler beim ersten Stehendanschlag. Er hielt sich aber auf Rang zwei. Vor dem zweiten Stehendschießen hatte der Deutsche immer noch Aussichten auf die Silbermedaille. Zwei Fehler ließen auch diesen Traum zerplatzen. Doch der Kampf um Bronze hatte gerade erst begonnen. Bogetveit musste ebenfalls zweimal in die Strafrunde. Der Norweger und der Deutsche gingen als Dritter und Vierter auf die Schlussrunde. Nur zwei Sekunden lagen beim Kampf um die Bronzemedaille zwischen ihnen. Bogetveit war in einer besseren läuferischen Verfassung und konnte sich letztendlich Bronze sichern.

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Photos: Igor Stančík/IBU

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