Jäger und Bendika gewinnen OEM-Sprints

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Der 7,5 km Sprint der Frauen in Duszniki-Zdrój endete mit einem weiteren Triumph für Lettland. Baiba Bendika holte trotz einer Strafrunde aus dem Stehendschießen Gold in 22:00,7 Gold im Sprint der Frauen. Im Schneetreiben holte Martin Jäger aus der Schweiz die Goldmedaille im 10 km Sprint der Männer mit 10 Treffern in 27:19,2.

Sprint der Frauen

Die Silbermedaille ging an Karoline Erdal aus Norwegen, die ohne Fehler mit 5,7 Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Die Russin Anastasia Shevchenko, ebenfalls ohne Fehler, gewann mit 9,7 Sekunden Rückstand Bronze.

Ihre Mannschafskameradin Larisa Kuklina landete mit einem Fehler und 11,9 Sekunden Rückstand auf Platz vier, Valeriia Vasnetcova ebenfalls aus Russland wurde mit ebenfalls einem Fehler und 12,3 Sekunden Rückstand Fünfte. Die Norwegerin Emilie Aagheim Kalkenberg, die ohne Fehler ins Ziel kam, wurde mit 16,2 Sekunden Rückstand Sechste.

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Zweite Goldmedaille für Lettland

Bendika kam gut ins Rennen, traf im Liegendanschlag fünfmal, ging in Führung und verteidigte diese bis zum Stehendschießen. Da Anastasia Shevchenko beim Anlauf zu Schießstand nur 9,4 Sekunden hinter ihr lag, musste die Lettin treffen, um die Führung zu halten. Sie verfehlte jedoch einmal und öffnete die Tür für Shevchenko, die auf dem Goldrang aus dem Schießstand gehen konnte. Mit 8,4 Sekunden Rückstand auf die Führende Shevchenko und Erdal nach dem Stehendschießen ging Bendika als Dritte aus dem Schießstand. Mit der besten Laufzeit des Tages konnte die Lettin aber auf der letzten Runde sowohl Erdal als auch Shevchenko noch überholen und den Sieg einfahren.

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„Als ich heute aufgewacht bin, habe ich einfach gewusst, dass ich Europameisterin werde. Ich habe in den letzten Jahren viel dafür gekämpft. Ich wusste, dass ich das schaffen kann, dass ich stark genug und gut genug bin. Es ist ein tolles Gefühl, das endlich geschafft zu haben.“ – Baiba Bendika

Erdal, die nach einem perfekten Liegendschießen auf Rang acht lag, konnte bis nach dem Stehendschießen sechs Plätze gutmachen. Mit einer soliden Schießleistung ging die Norwegerin auf Rang zwei wieder auf die Strecke, nur 1,2 Sekunden hinter Shevchenko. Sie war in der besseren Laufform als die Russin und konnte sie auf der letzten Runde noch überholen. Bendika war für die Norwegerin aber nicht mehr einzuholen, und so reichte es bei Erdal für Silber.

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Shevchenko, die ohne Fehler durchgekommen war und nach dem Stehendschießen geführt hatte, musste sich den schnelleren Läuferinnen auf der letzten Runde geschlagen geben. Im Ziel war sie Dritte und gewann ihre erste Medaille bei den Seniorinnen.

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Sprint der Männer

Mit fehlerfreiem Schießen und 7,3 Sekunden Rückstand gewann der Russe Said Karimulla Khalili die Silbermedaille. Bronze ging an Johannes Kühn aus Deutschland mit zwei Fehlern und 15,3 Sekunden Rückstand.

Nach einem Fehler im Stehendanschlag wurde Haavard Gutuboe Bogetveit aus Norwegen mit 28,9 Sekunden Rückstand Vierter. Der Franzose Eric Perrot, ebenfalls mit einem Fehler, wurde mit 30,6 Sekunden Rückstand Fünfter. Artem Pryma aus der Ukraine landete mit einem Fehler und 32 Sekunden Rückstand auf Platz sechs.

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Die Schweizer Überraschung

Jäger, der vor dem Liegendschießen auf Rang 16 gelegen hatte, konnte mit fehlerfreiem Schießen vierzehn Plätze gutmachen. Er ging 11,4 Sekunden hinter dem Führenden Semen Suchilov aus Russland wieder auf die Strecke, und damit hatte der Schweizer Athlet Chancen auf eine Medaille. Nach drei Fehlern im Stehendanschlag musste sich Suchilov von seinen Medaillenhoffnungen verabschieden. Jäger hingegen traf auch im Stehen alles und lag in aussichtsreicher Position. Der Russe Khalili führte nach dem Stehendanschlag, und Jäger lag mit nur 3,8 Sekunden Rückstand hinter ihm. Der erfahre Schweizer konnte Khalili mit einer soliden Laufleistung im Fernduell besiegen und holte Gold.

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„Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Es ist gleichzeitig eine Überraschung und ein Erfolg. Es ist erst das zweite Mal in meiner Biathlon-Karriere, dass ich ein Rennen mit zehn Schuss und zehn Treffern beende. Es ist natürlich prima, dass das bei den Europameisterschaften geklappt hat.“ – Martin Jäger

Trotz einer perfekten Leistung im Liegendanschlag lag Khalili nach dem ersten Schießen auf Rang fünf, 19 Sekunden hinter dem Führenden und seinem Mannschafskameraden Suchilov. Nach Suchilovs Patzern im Stehendanschlag konnte Khalili die Chance nutzen. Er setzte souverän fünf Treffer und ging als Führender wieder auf die Strecke. Auf der letzten Runde musste er jedoch abreißen lassen und verpasste Gold, weil Jäger ihn mit schnellen Ski auf den Silberrang verdrängte.

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Khalili und Jäger lagen deutlich vor dem restlichen Feld, und so kämpfte man nun um die Bronzemedaille. Nach einem Fehler im Liegen und einem zweiten im Stehen schien es unmöglich, dass Kühn noch um die Medaillen würde mitreden können. Nach dem Liegendschießen lag er auf Rang fünfundzwanzig, aber der Deutsche gab nicht auf. Mit seiner Laufstärke konnte er sich wieder nach vorn kämpfen und gewann trotz zweier Fehler mit der besten Laufzeit des Tages Bronze.

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Photos: IBU/Igor Stancik

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