Olsbu Røiselands perfektes Stehendschießen besiegelt Gold für Norwegen

 Olsbu Røiselands perfektes Stehendschießen besiegelt Gold für Norwegen

Die norwegische Schlussläuferin Marte Olsbu Røiseland schoss stehend tadellos und sicherte so die Goldmedaille für ihre Staffelmannschaft mit insgesamt einer Strafrunde, acht Nachladern und einer Endzeit von 1:12:00,1. Olsbu Røiseland und ihre Teamkolleginnen Synnoeve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff kamen 24,3 Sekunden vor Schweden ins Ziel. Hanna Oeberg büßte stehend aufgrund dreier Nachlader ihre Führung ein, konnte aber Silber für Schweden absichern. Bronze ging an die Ukraine mit einem Rückstand von 35,1 Sekunden.

IBU World Championships Women's Relay

Große, glückliche Familie

Tandrevold freute sich riesig über ihre erste IBU WM-Goldmedaille. „Es war wirklich hart und ich bin froh, dass wir sie am Ende geschlagen haben.“ „Es bedeutet, wir sind…“, begann Eckhoff, bevor ihr Tandrevold ins Wort fiel: „Wir sind eine große, glückliche Familie.“ Ihre Teamkollegin meinte abschließend: „Ich bin überglücklich, zusammen mit diesen Mädels in einer Mannschaft zu sein.“

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Glücklich in Führung

Olsbu Røiseland war erleichtert, als sie Oeberg am Schießstand sah. „Ich habe gesehen, wie Hanna schoss und dass sie Nachlader brauchte. Also habe ich alles auf eine Karte gesetzt. Ich bin so froh, dass ich in Führung gehen konnte. Wir haben uns zusammen Gold erkämpft und ich freue mich für das ganze Team.“

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Deutschland schoss eine Strafrunde, brauchte 14 Nachlader und landete nach einer atemberaubenden Schlussrunde von Laura Dahlmeier 35,6 Sekunden hinter den Siegern auf Platz vier. Rang fünf ging an Russland mit 12 Nachladern und einem Abstand von 43,6 Sekunden. Die Slowakei musste neunmal nachladen und wurde Sechste, 53,1 Sekunden zurück.

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Volles Stadion; Italien in Führung

Tausende Zuschauer bejubelten die 23 Damenstaffeln im randvollen Stadion und auch an der Strecke. Unter einem wolkenverhangenen Himmel blies den Athletinnen bei Temperaturen um minus 1°C leichter Wind am Schießstand ins Gesicht. Beim ersten Liegendschießen kam es kaum zu Fehlern. Nur Lisa Vittozzi aus Italien musste einmal nachladen. Viele Team, darunter auch die Ukraine und die Schweden, konnten sich aufgrund einer tadellosen Schießleistung an Italien vorbeischieben. Doch die schnelle Italienerin sammelte auf der Strecke alle wieder ein, musste zwar stehend erneut nachladen, übergab dennoch als Erste beim Wechsel.

Italien weiter stark

Vittozzi schickte Nicole Gontier in die Runde, fünf Sekunden vor der Ukraine, den USA und Schweden. Deutschland hatte es bereits nach der ersten Runde aufgrund einer Strafrunde von Hinz im Stehendanschlag auf Platz 14 nach hinten geschleudert. Gontier schoss langsam, aber sauber und ging 13 Sekunden vor dem Rest des Feldes auf ihre Schlussrunde.

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Schweden und Norwegen holen auf

Gontier büßte Zeit ein und konnte – nach einer exzellenten Laufleistung von Clare Egan – gerade einmal 0,5 Sekunden vor den USA wechseln. Die Ukraine lag auf Rang drei, Schweden auf vier und Norwegen auf fünf, nur 27 Sekunden zurück. Für die Norweger ging nun Tiril Eckhoff ins Rennen. Deutschland wechselte auf Platz 10, 1:38 zurück. Joanne Reid aus den USA schoss fehlerfrei und ging wenige Sekunden vor der Italienerin auf die nächste Runde. 7 Sekunden später folgte die Schwedin Anna Magnusson. Eckhoff lud zweimal nach und lag 21 Sekunden zurück auf Rang fünf. Eckhoff und Magnusson saugten sich an die Spitze heran und schlossen die Lücke auf die USA. Magnusson schoss tadellos und ging 14 Sekunden vor Reid auf ihre letzte Runde, während Eckhoff drei Nachlader brauchte und einmal in die Strafrunde musste.

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Oeberg eilt davon
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Hanna Oeberg ging 17 Sekunden vor den USA vom Wechsel weg. Dahinter folgten die Ukraine und Norwegen, 39 und 43 Sekunden zurück. Denise Herrmann flog erneut über den Schnee und brachte Deutschland auf Platz sechs nach vorn, allerdings immer noch 1:03 hinter den Führenden. Italien musste in die Strafrunde und fiel auf Rang 10 zurück. Oeberg baute ihren Vorsprung bis zum Liegendanschlag auf 35 Sekunden aus, musste aber zweimal nachladen. Dennoch ging zurück auf die Strecke, bevor die anderen einen Schuss abgegeben hatten. Dreissigacker schoss fehlerfrei und behauptete Platz 2 für die USA, während Olsbu Røiseland Norwegen auf Rang drei nach vorn brachte, 32 Sekunden zurück. Auf der Runde konnten sich Norwegen und die Ukraine an den USA vorbei auf die Plätze 2 und 3 schieben.

Olsbu Røiseland fehlerfrei an Oeberg vorbei
Die schwedische Starathletin kam allein zum Stehendschießen, 21 Sekunden vor der Norwegerin. Doch sie brauchte alle drei Nachlader, während Olsbu Røiseland tadellos schoss und 12 Sekunden vor dem Rest des Feldes auf die Schlussrunde ging. Semerenko lag 20 Sekunden hinter der Norwegerin auf Platz drei. Die Medaillen waren vergeben. Olsbu Røiseland schwenkte die norwegische Flagge, als sie ins Ziel kam und holte sich ihre dritte Staffelmedaille nach der Gemischten Staffel und der Einfachen Gemischten Staffel.

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Keine Ahnung, was passiert ist
Oeberg konnte nicht erklären, was beim letzten Stehendschießen passiert war. „Ich kam an den Schießstand und fühlte mich eigentlich sehr gut. Ich denke, heute hat einfach ein bisschen die Konzentration gefehlt. Ich weiß nicht, warum…“

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Third Relay Gold Medal

Olsbu Røiseland crossed the finish line waving the Norwegian flag, claiming her third relay Gold medal to go along with the other two in the mixed relay and single mixed relay.

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