Julia Simons Zielsprint bringt Single-Mixed-Staffel-Gold für Frankreich

Julia Simons Zielsprint bringt Single-Mixed-Staffel-Gold für Frankreich

Julia Simon aus Frankreich fegte am letzten Anstieg vorbei an Tiril Eckhoff aus Norwegen und sprintete in der Einfachen Gemischten Staffel bei den IBU Weltmeisterschaften zu Gold. Ihr Team siegte in 36:42.4. Simon und ihr Teamkollege Antonin Guigonnat brauchten fünf Nachlader auf ihrem Weg zu Gold. Eckhoff und ihr Mannschaftskamerad Johannes Thingnes Boe mussten neunmal nachladen und gewannen Silber 2,8 Sekunden hinter den Siegern. Bronze ging an Hanna Oeberg und Sebastian Samuelsson aus Schweden mit acht Nachladern und einem Rückstand von 22,6 Sekunden.

Gut in der Abfahrt

Das Siegerteam ergänzte sich gut. Beide gaben an, dass ihre läuferische Stärke sie heute zum Sieg geführt hätte. Guigonnat nannte den Sieg: "Unglaublich... beide haben ein tolles Rennen abgeliefert. Die Abfahrten sind ziemlich schnell und erfordern Einiges an Technik. Und wir sind gut in den Abfahrten. Ich lasse Julia sprechen."

Harte letzte Runde

Simon sagte nach ihrer spektakulären Schlussrunde über den Sieg: "Der Sieg ist toll für uns. Antonin hat eine tolle erste Runde hingelegt. Ich musste es nur beenden. Die letzte Runde gegen Tiril war ziemlich hart. Ich bin sehr glücklich. Ich habe heute besser geschossen als an den anderen Tagen. Ich bin wirklich überglücklich!"

Angriff am Anstieg

Später erklärte sie, was auf der Schlussrunde geschehen war: "Nach dem Schießen habe ich Tiril vor mir gesehen. Ich habe versucht an ihr dranzubleiben und wollte sehen, was dann passiert. Es lief gut. Ich war gut in Form und hatte ein gutes Gefühl. Ich habe versucht, anzugreifen und immer weiter attackiert. Ich bin als Erste in die Abfahrt gegangen. Es war ein guter Tag für mich, für uns, für uns als Team."

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Die Ukrainer zeigten das beste Schießergebnis des Tages und wurden mit nur zwei Nachladern und einem Rückstand von 35,9 Sekunden Vierte. Platz fünf ging an Italien mit einer Strafrunde, sechs Nachladern und einem Abstand von 55,2 Sekunden. Sechste wurden die Österreicher mit acht Nachladern und einem Rückstand von 1:03,5.


Julia Simons Zielsprint bringt Single-Mixed-Staffel-Gold für Frankreich

28 Teams, Norwegen in Führung

Das letzte Rennen vor dem Wochenende bei dieser IBU Weltmeisterschaft startete erneut bei perfektem Wetter: 28 Teams gingen bei +5°C, blauem Himmel und leichtem Wind im Stadion ins Rennen. Obwohl die Sonne schien, lag der Schießstand aufgrund des tiefen Sonnenstandes bereits im Schatten, sodass die Athleten bei dunkleren Bedingungen schießen aber im hellen laufen mussten.

Die relativ einfachen Strecken machten dieses immer ziemlich schnelle Rennen vor allem an der Abfahrt vor dem Schießstand noch schneller. Johannes setzte sich an die Spitze und riss schnell eine Lücke zum Rest des Feldes. Er brauchte einen Nachlader beim ersten Liegendschießen, während Hofer fehlerfrei blieb und die Führung übernahm. Simon Eder räumte benfalls alle Scheiben und folgte Johannes auf den Fersen. Die Verfolgergruppe mit zehn Teams lag ein wenig zurück Bis zum Stehendschießen hatte sie einen Abstand von 17 Sekunden. Eder blieb erneut fehlerfrei und übergab als Führender an Lisa Theresa Hauser. Hofer schickte als nächster Dorothea Wierer ins Rennen. Eckhoff folgte 4,5 Sekunden später.

Top Drei beieinander

Hauser, Wierer und Eckhoff liefen ihre erste Runde zusammen. Oeberg folgte neun Sekunden später. Wierer traf liegend alle Scheiben, Hauser brauchte nur einen Nachlader. Oeberg räumte alle Scheiben ab und folgte ihnen auf den Fersen. Die Norwegerin hatte ihre italienische Konkurrentin bis zum Stehendschießen wieder eingeholt. Die Österreicherin und die Schweden lagen 8 Sekunden zurück. Die ersten beiden trafen parallel, bis Eckhoff den letzten Schuss daneben setzte. Wierer blieb fehlerfrei und schickte Hofer als Führenden ins Rennen. Eder folgte, als nächster kam Guigonnat für Frankreich. Samuellson lag 13 Sekunden zurück.

Hofer und Johannes

Hofer hielt Johannes bis zum Stadion in Schach. Beim Liegendschießen brauchte er einen Nachlader und verteidigte die Führung. Guigonnat und Samuelsson folgten. Der Norweger musste drei mal nachladen und fiel 20 Sekunden zurück. Die ersten beiden kamen zusammen zum Stehendschießen. Guigonnat traf alles und schickte Simon als Erste ins Rennen. Wierer folgte, Oeberg startete als Dritte und lag 10 Sekunden zurück. 16 Sekunden dahinter kamen die Ukraine und Norwegen.


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Letztes Stehendschießen

Eckhoff gab alles und schloss die Lücke zu den drei Führenden. Simon lag einige Sekunden in Führung, als sie und Wierer zum letzten Liegendschießen kamen. Wierer blieb fehlerfrei und übernahm die Führung während Simon einmal nachladen musste und auf Rang zwei folgte, kurz vor der ebenfalls fehlerfrei schießenden Eckhoff, die 9 Sekunden zurücklag. Dahinter kamen Darya Blashko und Oeberg auf Platz fünf. Die beiden Führenden lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin zum Stehendschießen. Simon und Eckhoff räumten alle Scheiben ab, während Simon einmal nachladen musste. Doch alle beide gingen zusammen auf die letzte Runde. Oeberg folgte nach einem perfekten Stehendschießen dahinter. Wierer schoss eine Strafrunde und verlor damit das Rennen um die Medaillen.


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Simon sprintet zu Gold

Eckhoff gab den Ton auf der letzten Runde an. Simon war ihr dicht auf den Fersen. Am letzten Anstieg flog Simon vorbei an der Norwegerin und brachte einige Sekunden zwischen sich und die Konkurrentin. Simon meisterte die schnelle Abfahrt und sprintete wie Usain Bolt über die letzten 100 Meter ins Ziel. Eckhoff holte zwei Sekunden dahinter Silber. Simon schrie ihre Freude über Gold für Frankreich im Ziel heraus. Oeberg sicherte ihrem Team Bronze.

Eckhoff unglücklich über Sprint

Eckhoff sagte über ihren Sprint auf der letzten Runde: "Ich war sehr zufrieden mit meinem Schießen, aber nicht mit meinem Laufen. Das ist eine andere Geschichte." Sie fügte hinzu: "Auf der letzten Runde war ich sehr steif. Ich hatte eine Taktik für die Schlussrunde, aber plötzlich war Simon da... Es war bitter, aber ich werde es als Motivation nehmen!"


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Oeberg auf letzte Stehendschießen konzentriert

Oeberg musste beim letzten Stehendschießen konzentriert und fokussiert bleiben, um die Bronzemedaille zu sichern. "Ich bin von Sebbe sehr beeindruckt. Er hat tolle Runden hingelegt und uns im Rennen um die Medaillen gehalten. Der letzte Durchgang startete für mich nicht perfekt mit zwei Nachladern im Liegendanschlag. Aber ich lag auf der Strecke hinter Hauser. Es war das erste Mal, dass ich hinter jemandem herlaufen konnte. Das hat mir vor dem letzten Stehendschießen Körner gespart. Als ich ankam, schossen alle noch. Ich habe viele Fehlschüsse gehört, also habe ich versucht, mich zu konzentrieren und alles zu treffen. Ich musste einmal nachladen, aber es hat gereicht, um Bronze nach Hause zu fahren... Es war ein spannendes Rennen mit vielen Teams, die um die Medaillen gekämpft haben."

Photos: IBU/Thibaut/Manzoni

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