Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Der Franzose Quentin Fillon Maillet sicherte sich heute Nachmittag im 12,5 km Verfolger der Männer den zweiten Sieg seiner Karriere. Mit einer Zeit von 30:55,8 kam Fillon Maillet 25,9 Sekunden vor dem zweitplatzierten Vetle Sjaastad Christiansen mit einem Fehler ins Ziel. Auf Platz drei landete Simon Desthieux aus Frankreich mit drei Fehlern und 47,3 Sekunden Rückstand.

Soldier Hollow Men's Pursuit

Ziel: Fehlerfrei schießen
Der Sieger hatte vor dem Start nur ein Ziel. „Mein oberstes Ziel heute war fehlerfrei zu schießen. Auf den Skiern habe ich mich besser gefühlt als gestern. Nach dem letzten Schießen bin ich in Führung gegangen und das war ein toller Moment! Ich versuche, beim Schießen nicht nachzudenken und mich zu konzentrieren, die Zuschauer und die anderen Jungs um mich herum auszublenden. Das ist nicht einfach.“

Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Der Norweger Johannes Thingnes Boe im gelbroten Trikot wurde mit fünf Fehlern und 1:37,7 Rückstand Vierter. Erik Lesser aus Deutschland erkämpfte sich mit vier Fehlern und 1:55,1 Rückstand Platz fünf. Sechster wurde der Schweizer Benjamin Weger mit drei Fehlern und 2:11,4 Rückstand.

Christian Gow: Persönliche Bestleistung auf Platz 8
Der Kanadier Christian Gow, der in der letzten Woche im Kurz-Einzel bei seinem Heimweltcup in Canmore schon mit Platz 10 eine Bestleistung geschafft hatte, machte in diesem Verfolger den größten Satz nach vorn und lief von 44 am Start auf eine neue Bestplatzierung auf 8. Gow und Fillon Maillet waren die einzigen Männer, die heute ohne Schießfehler durchkamen.

Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Strahlender Nachmittag: Strecke weicht auf
Der Verfolger der Männer am Nachmittag wurde bei Sonne und leichtem Wind ausgetragen. Es war ein fast perfekter Biathlon-Nachmittag, nur die Strecke weichte in der strahlenden Sonne etwas auf.

Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Gleichschritt

Christiansen und Desthieux lagen am Start nur wenige Sekunden auseinander und duellierten sich schon auf der ersten Runde bis zum Liegendschießen. Sie schossen Seite an Seite und gingen im Gleichschritt wieder auf die Strecke. Lesser, Johannes und Fillon Maillet blieben ebenfalls ohne Fehler und lagen zwischen 19 und 30 Sekunden zurück.

Johannes und Lesser
Auf dem Weg zum zweiten Liegendschießen holte Johannes auf und pirschte sich an die Führenden heran. Lesser und er trafen alle Scheiben und gingen auf Rang 1 und 2 wieder auf die Strecke. Desthieux und Christiansen mussten in die Strafrunde und blieben zwar zusammen, allerdings mit 17 Sekunden Rückstand. Fillon Maillet traf erneut alle Scheiben und ging mit weiterhin weißer Weste wieder auf die Strecke.

Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Wind und Strafrunden

Bis die Führenden das erste Stehendschießen erreicht hatten, frischte der Wind auf. Johannes und sein deutscher Rivale schossen je zwei Fehler und verschenkten die Chance aufs Podest. Damit stand die Tür für den norwegischen Sprintsieger und seinen treffsicheren französischen Rivalen wieder offen. Beide trafen alles und gingen 19 Sekunden vor Desthieux wieder auf die Runde, der einmal verfehlt hatte. Die beiden duellierten sich auf der nächsten Runde und schenkten sich keinen Meter. Fillon Maillet musste sich ordentlich ins Zeug legen, um am Norweger dranzubleiben.

Quentin Fillon Maillet siegt mit fehlerfreiem Schießen im Verfolger von Soldier Hollow

Fillon Maillet: Mit 20 Treffern zum Sieg
Als sie zum letzten Stehendschießen ins Stadion kamen, setzte sich Fillon Maillet nach vorn, um auf Bahn eins zu schießen. Beide setzten fünf Treffer, aber der junge Franzose war mit seinen letzten fünf Scheiben einen Hauch schneller und ging mit einem hauchdünnen Vorsprung von 3 Sekunden auf die letzten 2,5 km. Diese Führung baute er auf den Anstiegen schnell aus, während Christiansen zurückfiel. Die beiden gingen auf Platz 1 und 2 ins Ziel, während Desthieux sich den letzten Podestplatz sicherte.

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Toller Kampf
Christiansen, der nach dem Sieg im Kurz-Einzel von Canmore und dem Sprintsieg gestern zum dritten Mal in Folge auf dem Podest stand, genoss den Zweikampf mit Fillon Maillet. „Es war ein toller Kampf. Das ist doch Biathlon in Reinform: Zwei Männer, die Im Zweikampf bis zur Ziellinie alles geben. Er war heute einfach klar der Stärkste.“

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Den Moment genießen
Desthieux kam heute in den Genuss einer besonderen Schlussrunde, als am zweiten Tag in Folge aufs Podest lief. „Ich bin froh, heute auf dem Podest zu stehen. Es ist ganz anders als der Podestplatz im Sprint: Auf der letzten Runde hatte ich Zeit mich zu freuen und den Moment zu genießen.“

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