Samuelsson holt Sieg für Schweden in Single-Mixed-Staffel

Samuelsson holt Sieg für Schweden in Single-Mixed-Staffel

Mit nur einem Nachlader im letzten Stehendschießen zog der Schwede Sebastian Samuelsson am Deutschen Erik Lesser vorbei, der in die Strafrunde musste, und sicherte sich den Sieg mit Staffelpartnerin Hanna Oeberg in der Single-Mixed-Staffel zur Saisoneröffnung in Östersund. Das schwedische Gespann holte den Sieg mit zwei Strafrunden in 36:42,1. Lesser und Mannschaftskameradin Franziska Preuss kamen mit nur einer Strafrunde, neun Nachladern und 18,1 Sekunden Rückstand auf Platz zwei ins Ziel. Platz drei ging an das norwegische Duo aus Marte Olsbu Røiseland und Vetle Sjaastad Christiansen mit einer Strafrunde, sechzehn Nachladern und 40,4 Sekunden Rückstand.

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„Beeindruckt von Sebastian“
Oeberg sagte zum heldenhaften Auftritt von Sebastian: „Ich bin sehr beeindruckt von Sebastian. Er hat so gut geschossen, und seine beiden Einsätze waren fantastisch.“ Samuelsson fügte hinzu: „Es ist so großartig, zuhause zu gewinnen. Für uns ist es ein toller Start in die Saison.“

Die Weichen stellte der Schwede im letzten Stehendschießen: Lesser hatte einen komfortablen Vorsprung, hatte aber nach zwei Treffern mit dem Wind zu kämpfen und landete schließlich in der Strafrunde. Der junge Schwede, unter großem Druck gelassen, schoss etwas langsamer, doch mit nur einem einzelnen Nachlader konnte er den Sieg gegen Lesser absichern, während Lessers Versuch, schnell nachzuladen und zu treffen, auf der Strafrunde endete.

Platz vier ging an die Ukraine mit drei Strafrunden und sechs Nachladern, die zu einem Rückstand von 56,9 Sekunden führten. Das estnische Team aus Regina Oja und Rene Zahkna holte sich den fünften Platz, eine Bestleistung für Estland, mit einer Strafrunde, acht Nachladern und 1:01,6 Rückstand, während die USA mit einer Strafrunde, sechzehn Nachladern und 1:17 Rückstand als Sechste ins Ziel kamen.

Samuelsson holt Sieg für Schweden in Single-Mixed-Staffel

Wind bringt Strafrunden

Der erste Wettkampf der Saison 2019/20 begann bei -5 °C, strahlend blauem Himmel und Sonnenschein an diesem Spätnachmittag. Nur ein unberechenbarer Wind quer zum Schießstand machte den Athletinnen und Athleten das Leben schwer, führte zu zahlreichen Nachladern und insgesamt 84 Strafrunden.

Oeberg vom Start weg vorn
Lokalmatadorin Hanna Oeberg führte die Gruppe von 26 Teams aus dem Stadion hinaus an und eröffnete damit die neue Saison bei diesen herrlichen Wetterbedingungen. Beim ersten Wechsel führte die Ukraine dank einer fehlerfreien Leistung von Anastasiya Merkushyna. Artem Tyshchenko baute die ukrainische Führung mit nur einem Nachlader bei seinem Einsatz weiter aus und übergab mit einem komfortablen Vorsprung von 28,5 Sekunden vor Deutschland an Merkushyna. Schweden und die USA lagen, nachdem Oeberg im ersten Liegendanschlag mehrfach verfehlt hatte, gleichauf, aber über eine Minute hinter den Führenden.

Ukraine bricht ein
Der ukrainische Durchmarsch aufs Podest fand ein jähes Ende, als Merkushyna drei Nachlader und drei Strafrunden schoss. Deutschland nutzte die Chance in Form von Preuss, die trotz des böigen Windes am Schießstand zwei saubere Schießen ablieferte. Sie übergab beim letzten Wechsel mit 17 Sekunden Vorsprung vor dem Favoriten Samuelsson an Lesser. Der deutsche Routinier schoss im Liegendanschlag langsam, traf aber und baute den Vorsprung auf die Schweden um einige Sekunden aus.

Samuelsson holt Sieg für Schweden in Single-Mixed-Staffel

Scharfschütze Samuelsson
Im letzten Stehendschießen wendete sich das Blatt, als der Scharfschütze Samuelsson mit einem Nachlader davonkam, während der schnell schießende Deutsche sich eine Strafrunde einfing. Das Publikum jubelte, als Samuelsson sich auf die Siegesrunde machte, während Lesser in die Strafrunde abbog, den zweiten Platz aber vor dem Norweger Christiansen verteidigen konnte.

Samuelsson holt Sieg für Schweden in Single-Mixed-Staffel

„Cool geblieben“
Oeberg, die bei ihrem ersten Einsatz zwei Strafrunden geschossen hatte, gab zu, dass ihr zweiter Einsatz entscheidend gewesen war, vor allem das letzte Stehendschießen. „Ich habe beschlossen, dass das (der erste Einsatz) nicht das war, was ich machen wollte... Ich habe mich sicher gefühlt und wusste, dass ich sie alle treffen muss.“

Samuelsson sagte: „Ich glaube, jedem war klar, dass bei diesem starken Wind der Wettkampf nicht in nur zwei Schießen entschieden wird, also habe ich versucht, optimistisch zu bleiben. Ich habe zweimal gut geschossen und war wieder im Spiel. Ich bin einfach cool geblieben!“

Windiges Östersund
Zum letzten Schießen sagte er weiter: „Ich habe gesehen, dass er einmal verfehlt hat. Da wusste ich, dass ich mich auf mich konzentrieren und alles treffen muss ... Ich weiß nicht, ob sie in Deutschland Wind haben oder nicht, aber hier in Östersund sind wir das gewohnt!“

Flink wie eine Schlange
Lesser und Preuss hatten kleine Probleme beim ersten Wechsel, da Lesser noch nicht bereitstand, als seine Partnerin ankam. Lesser, nachdem er gemerkt hatte, dass er als nächster raus muss, sagte mit der gewohnten Ironie: „Ich bin flink wie eine Schlange und habe es rechtzeitig zum Start geschafft. Kein Problem...“

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