Soerum und Bekh gewinnen Junior Sprints

Soerum und Bekh gewinnen Junior Sprints

Im 10 km Sprint Junioren, einem der am meisten erwarteten Wettkämpfe der IBU Jug/Jun WM in Osrblie, war Vebjoern Soerum aus Norwegen am Ende 14,4 Sekunden schneller als Said Karimulla Khalili aus Russland und 36,3 Sekunden schneller als sein Landsmann Sivert Guttorm Bakken. Soerums Gold ist das erste für Norwegen in einem Nachwuchswettbewerb. Ekaterina Bekh aus der Ukraine war 12,2 Sekunden schneller als Kamila Zuk aus Polen und 14,0 Sekunden schneller als Hanna Kebinger aus Deutschland, um im 7,5 km Sprint Juniorinnen Gold zu gewinnen.

Soerum und Bekh gewinnen Junior Sprints

Mit etwas Hilfe von einem Adrenalinstoß

Vebjoern Soerum verbrachte die meisten Zeit der letzten Saison beim DNB Cup, der höchsten nationalen Wettkampfstufe für norwegische Junioren. Sie entscheiden sich nicht regelmäßig für die Teilnahme am IBU Junior Cup, sondern vergleichen ihre Fortschritte nur mit Elite-Junioren anderer Nationen bei den IBU Jug/Jun-Weltmeisterschaften. Sie wissen jedoch, dass wenn sie zu den Besten in Norwegen gehören, werden sie höchstwahrscheinlich auch zu den Besten weltweit gehören, so tief is das Biathlontalent in ihrem Land.

Soerum schoss fehlerfrei und hatte die schnellste letzte Runde des Tages, um die Ziellinie vor Khalili zu erreichen. Khalili schoss ebenfalls fehlerfrei, war aber etwas langsamer auf den Skis. „Das war auf jeden Fall ein perfektes Rennen für mich," bemerkte Soerum. „Mein Schießen war gefasst und schnell, und ich war offensichtlich schnell auf den Skiern. Seltsamerweise fühlte ich mich in der ersten Runde müde, aber nach dem zweiten Schießen berichteten mir meine Trainer, dass ich einen kleinen Vorsprung vor Khalili habe und dass die Goldmedaille in Reichweite ist. Ich hatte einen Adrenalinstoß und gab alles. Das Welt-Gold ist eine fantastische Leistung und zeigt, wie gut wir arbeiten.“

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Khalili startete mit der Nummer 16 und war damit einer der ersten Biathleten, der das Rennen auf dem Podium beendete. Sein Rennen war auch hart umkämpft, denn er war der zweitschnellste am Schießstand und der acht schnellste Skifahrer des Tages. „Die Bedingungen waren sehr anstrengend, aber ich denke, dass es für uns alle gleich war," sagte Khalili, der gerade eine tolle Saison erlebt. Man kann vernünftigerweise erwarten, dass sein erstes Rennen beim IBU Cup und bald danach beim BMW IBU World Cup nicht so weit entfernt ist. „Ich hatte wirklich nichts übrig, als ich die Ziellinie überquerte. Ich habe mich sehr auf dieses Rennen gefreut; ich wollte sehen wie mein Biathlon ist, im Vergleich zu den anderen beiden, die auf dem Podium standen, und ich bin froh zu sehen, dass ich auf ihrem Niveau mithalten kann. Morgen ist ein weiteres Rennen und eine weitere Gelegenheit, um auf Weltklasse-Niveau zu konkurrieren.“

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Bakken ist in dieser Saison einer der Durchbruch-Athleten des IBU Cups und er kam logischerweise mit sehr hohen Erwartungen auf den Schultern auf Osrblie. Im Einzelrennen ist er hinter den Erwartungen zurückgeblieben und verfehlte sieben Mal um auf Rang 73 zu landen. Aber die ewige Schönheit des Biathlons liegt in der Tatsache, dass sich Dinge augenblicklich ändern können, was Bakken heute tat. Er verfehlte eine Scheibe im Liegen, schaffte es aber immer noch, unter den Medaillen zu kommen. „In diesem schweren, klebrigen Schnee war es schwierig, einen großen Zeitunterschied auf den Skiern zu leisten. Ich dachte, ich hätte das Rennen gut kontrolliert, aber dieser einer Fehler war zu viel für mich, um die Goldmedaille zu holen. Ich habe vielleicht vor dieser Meisterschaft zu viel trainiert, aber morgen ist ein weiteres Rennen und eine weitere Chance für die Medaille.“

Bekhs Zuverlässigkeit gewinnt ihr das Gold

Als die Einzel-Gewinnerin Fanqui Meng aus China mit einer Brustinfektion kämpfte, aber immer noch auf Rang acht landete, war es Ekaterina Bekh aus der Ukraine, die die Gelegenheit ergriff und sich im Sprint Juniorinnen bei sehr nassen Bedingungen durchsetzte. Bekh übernahm nach dem zweiten Schießen die Führung und ließ den ersten Platz nicht los. „Dies ist meine erste Weltmeisterschaft und es ist unglaublich, sofort Gold zu gewinnen. Ich bin völlig überwältigt. Ich war am Schießstand sehr konzentriert und habe gut Ski gefahren,“ sagte eine fröhliche Bekh, die beim Aufbau ihrer eigenen Karriere zum mächtigen Martin Fourcade aus Frankreich aufblickt. „Fourcade tut mir wirklich leid, es ist nicht genau die Saison, die er wahrscheinlich erwartet hatte. Das Rennen morgen? Keine Erwartungen, ich werde einfach wie gewöhnlich vorgehen und sehen, was passiert. “

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Kamila Zuk aus Polen ist eine regelmäßige Teilnehmerin am BMW IBU Weltcup, aber das heutige Rennen war aus vielen Gründen immer noch das beste Rennen der Saison. „Weißt du, ich habe vor der Saison einige technische Änderungen vorgenommen und bin immer noch dabei, sie vollständig anzuwenden. Deshalb habe ich gekämpft. Das Verfehlen von zwei Scheiben heute wäre normalerweise ein schlechter Tag für mich, aber wenn man die ganze Saison betrachtet, ist es ein guter Tag. Ich habe im Oberhof meine Gewehrschaft gewechselt,“ sagte Zuk, die in der ersten und zweiten Runde die schnellste Skifahrerin war, dann aber in der letzten gestürzt ist. „Das hat mich mindestens zwanzig Sekunden gekostet, denn ich habe mein Tempo verloren und musste bei Null anfangen, dazu kam noch ein Anstieg. Ich fahre heute Abend nach Hause und werde nächste Woche wieder im BMW IBU Weltcup im kanadischen Canmore dabei sein. “

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Hanna Kebinger aus Deutschland startete das Rennen mit der frühen Nummer 15 und schoss fehlerfrei zum dritten Mal in dieser Saison um sich den dritten Platz und ihre zweite Medaille dieser Weltmeisterschaften zu holen. "Ich glaube, meine Schießtechnik erlaubt es mir, mit jedem Wetter gleich gut umzugehen. Regentropfen waren daher heute kein Thema," sagte Kebinger, die viel länger als sonst warten musste, um sicher zu sein, dass sie eine Medaille gewonnen hatte. „Ich kenne dieses Gefühl von den Meisterschaften im letzten Jahr, als ich auch in der Bronzemedaille-Position war und darauf wartete, dass das Rennen endet, und dann war das Mädchen mit der vorletzten Nummer schneller als ich. Mein Selbstvertrauen ist jetzt sehr hoch und ich kann es kaum erwarten, in der Verfolgung zu starten. Ich habe schon in der Staffel gespürt, dass meine Form sich verbessert, und das hat sie auch heute noch getan.“

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