Start-Ziel-Siege für Dzmitry Lazouski und Yuanmeng Chu in Verfolgern

Start-Ziel-Siege für Dzmitry Lazouski und Yuanmeng Chu in Verfolgern

Dzmitry Lazouski aus Weißrussland und Yuanmeng Chu aus China beendeten heute Nachmittag die Junioren-Verfolger bei den IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften im Raubichi-Sportkomplex im weißrussischen Minsk mit Start-Ziel-Siegen. Beide Goldmedaillengewinner hatten schon gestern in den Sprints Gold gewonnen.

Der letzte Tag in Raubichi war so perfekt wie schon die zwei vorherigen: Sonnig, warm und wirklich windstill, was auf gute Schießeinlagen und zwei perfekte Rennen hoffen ließ.

IBU Summer Biathlon World Championships Junior Pursuits

Verfolgung der Junioren: Start-Ziel-Sieg für Lazouski

Lazouski lieferte trotz fünf Fehlern einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg für das heimische Publikum ab und holte sich die Goldmedaille bei den Junioren in 26:04,2. Mit dem Verfolgungssieg hatte Weißrussland den Goldmedaillensatz bei den Junioren für dieses Wochenende komplett.  Sein Mannschaftskamerad und Goldmedaillengewinner im Supersprint Mikita Labastau gewann mit drei Fehlern und 19,8 Sekunden Rückstand die Silbermedaille. Bronze ging an den Russen Igor Malinovskii mit zwei Fehlern und 29,1 Sekunden Rückstand.

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Gestern glücklich, heute noch glücklicher

Der zweifache Goldmedaillengewinner lief glücklich die Landesfahne schwenkend ins Ziel ein und genoss jede Minute seines Siegs. Im Ziel sagte er: „Ich war gestern schon so glücklich, aber heute bin ich noch glücklicher, weil ich die zweite Goldmedaille gewonnen habe und mit meinem Freund zusammen auf dem Podest stehe. Wir haben alle Goldmedaillen nach Hause geholt - es ist einfach unmöglich, meine Gefühle in Worte zu fassen.“

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Uneinholbar
Nach dem gestrigen Sprintsieg war Lazouski gleich vom Start weg im Vorteil und nutzte dies voll aus. Er führte beim Verlassen des Stadions und lief uneinholbar davon. Vom Start weg war er auf den Skiern schwungvoll unterwegs und ließ bis ins Ziel nicht nach. Lazouski baute seinen Vorsprung von 8,9 Sekunden nach dem ersten Liegendschießen trotz Fehlern bei jedem Schießen weiter aus. Nach dem zweiten Stehendschießen und einer letzten Strafrunde hatte er einen komfortablen Vorsprung von 35,3 Sekunden und die zweite Goldmedaille sicher in der Tasche.

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Sauberes Stehendschießen entscheidet über Silber und Bronze
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Der wirkliche Kampf fand hinter Lazouski statt, wo die Plätze zwei und drei in den Liegendschießen mehrfach neu vergeben wurden, da sich fast jeder einen Fehler oder zwei leistete. Im ersten Stehendschießen blieb Labastau ohne Fehler und schob sich auf Platz zwei vor. Malinovskii tat es ihm nach und sprang von 9 auf 4 vor. Labastau schloss die letzten fünf Scheiben und sicherte der Heimmannschaft auch den 2. Platz, während auch Malinovskii mit sauberem Schießen noch mal einen Platz vorrückte und mit souveräner letzter Runde die zweite Bronzemedaille der Woche einfuhr.

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Verfolgung der Juniorinnen an Chu

Chu lieferte für ihre Goldmedaille heute ein fast perfektes Rennen ab, bei dem sie sich nur einen Patzer erlaubte, bevor sie in 26:04,2 ins Ziel kam. Nur 11,7 Sekunden nach ihr kam auf dem Silberrang Anastasiia Goreeva aus Russland mit drei Fehlern ins Ziel. Bronze ging an die Ukrainerin Anna Kryvonos mit einem Fehler.

Start-Ziel-Siege für Dzmitry Lazouski und Yuanmeng Chu in Verfolgern

Die zweifache Goldmedaillengewinnerin war hocherfreut über ihren Sieg. „Mir hat Darya Domracheva zu meinen zwei Siegen gratuliert, über die ich mich sehr freue. Ich hoffe, dass mir das ein gutes Gefühl und schnelle Skier für den Winter bringt.“

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Am Schießstand fulminant
Der neue chinesische Star, gerade einmal 19 Jahre alt, lieferte ein brillantes Rennen ab. Sie führte ab dem Start und schloss mühelos ihre Scheiben: Eine Verneigung vor ihrem Schießtrainer und Schieß-Olympiasieger Jean Pierre Amat. Wie zuvor schon Lazouski war sie schnell und stark auf der Strecke und schien nie nachzulassen. Ihr einziger Fehler war eine Strafrunde im letzten Stehendschießen. Am Ergebnis änderte sich dadurch nichts, denn bevor Goreeva den letzten Schuss abgegeben hatte, war sie schon wieder auf der Strecke.

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Dreikampf um die letzten Medaillen

Wie bei den Junioren spielte die eigentliche Musik bei den Silber- und Bronzerängen. Vor dem letzten Stehendschießen hatten Kryvonos und ihre Mannschaftskameradin Ekaterina Bekh die Medaillen scheinbar sicher. Dann mussten beide Ukrainerinnen in die Strafrunde und öffneten die Tür für die fehlerfreie Goreeva, die sich auf Platz zwei vorschob und Kryvonos und Bekh damit noch zum Zweikampf um den letzten Podestplatz zwang, den sich Kryvonos sicherte.

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