Super-Sprint Siege an Sindre Pettersen und Felicia Lindqvist

Super-Sprint Siege an Sindre Pettersen und Felicia Lindqvist

Sindre Pettersen aus Norwegen gewann den Super-Sprint im IBU Cup 3 trotz einer Strafrunde und zwei Nachlader in 13:53,4. Bei den Damen holte Felicia Lindqvist aus Schweden mit einem einzigen Nachlader den ersten Platz in 15:49,9.

Qualifikation

Die Männer starteten den zweiten Wettkampftag in Obertilliach mit der 3 km Super-Sprint-Qualifikation, bei der der Norweger Sivert Guttorm Bakken mit 8:12,5 den ersten Platz belegte. Justus Strelow aus Deutschland wurde Zweiter mit 1,0 Sekunde Rückstand, und ein weiterer Junior, Patrick Braunhofer aus Italien, wurde Dritter mit 1,4 Sekunden Rückstand.

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In der Damenqualifikation brauchte Ingela Andersson aus Schweden einen Nachlader auf, um den ersten Platz in 9:21,0 zu erreichen. Hinter ihr war ihre fehlerfreie Teamkollegin Elisabeth Hoegberg mit einem Rückstand von 1,8 Sekunden, während Dunja Zdouc aus Österreich am Schießstand mit Hoegberg mithalten konnte und mit derselben Zeit beendete.

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Super-Sprint Männer

Im Super-Sprint-Finale der Männer ging der zweite Platz an den perfekt-schießenden Reiner Lorenz Waeger aus Österreich mit 4,9 Sekunden Rückstand, während der italienische Junior Daniele Cappellari mit drei Nachladern und 5,1 Sekunden Rückstand Dritter wurde.

Der vierte Platz ging an Haavard Gutuboe Bogetveit aus Norwegen mit 8,7 Sekunden Rückstand, Lucas Fratzscher aus Deutschland wurde Fünfter mit 10,6 Sekunden Rückstand, und der Gewinner der Qualifikation Bakken wurde Sechster mit 11,5 Sekunden Rückstand.

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Sturz am Ziel

Am Nachmittag starteten die 30 besten Männer von der Qualifikation gleichzeitig im Finale und kämpften um die ersten Medaillen über eine Distanz von 5 km. Mit perfektem Schießen bei jedem Anschlag führte Tobias Arwidson aus Schweden nach den ersten drei Schießphasen; er verließ den letzten Schießstand nur 0,5 Sekunden hinter Waeger. Trotzdem war der Schwede langsamer als seine Konkurrenten und überquerte die Ziellinie nur im 10. Platz mit einem Rückstand von 14,5 Sekunden. Während der Österreicher nach dem letzten Stehendschießen die erste Position belegte, folgte Pettersen trotz einer Strafe in der dritten Schießphase mit nur 0,7 Sekunden Rückstand als Dritter. Cappellari hatte einen Rückstand von 3,2 Sekunden und Sergey Bocharnikov aus Weißrussland lag mit 4,4 Sekunden Rückstand auf Rang fünf.

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In der letzten Runde erwies sich Pettersen als der Stärkste; er überholte die Konkurrenten und holte seinen ersten einzelnen Senior-Gewinn. Dabei ging der Kampf um den zweiten und den dritten Platz bis zur Ziellinie. Es schien, als würde der erfahrene Bocharnikov den Silber holen, doch nur wenige Meter vor dem Ziel stürzte er und verlor damit die Chance, auf dem Podium zu bleiben. Waeger und Cappellari überholten den Weißrussen und beendeten mit nur 0,2 Sekunden Abstand zwischen einander.

Super-Sprint Damen

Hinter Lindqvist wurde ihre Teamkollegin Elisabeth Hoegberg Zweiter, mit einer Strafrunde, zwei Nachladern und 1,7 Sekunden Rückstand. Karoline Offigstad Knotten aus Norwegen hatte auf dem Weg zum dritten Platz zwei Strafen und einen aufgebrauchten Nachlader, mit 14,3 Sekunden Rückstand.

Der vierte Platz ging an eine andere Schwedin, die Gewinnerin der Qualifikation Andersson, mit 17,5 Sekunden Rückstand, die Russin Irina Kazakevich wurde Fünfter mit 18,1 Sekunden Rückstand, und ihre Teamkollegin Victoria Slivko wurde mit 18,4 Sekunden Rückstand Sechste.

Super-Sprint Siege an Sindre Pettersen und Felicia Lindqvist

Führungswechsel

Im Gegensatz zum Männer-Finale wechselte die Führerin im Damen-Wettbewerb nach jeder Schießphase. Trotz einer Strafe im ersten Liegendschießen verließ Hoegberg den letzten Stehendschießen als Erste. Sie wurde von Lindqvist in 6,9 Sekunden gefolgt, und von Knotten, die beim ersten Schießen zweimal eine Strafrunde absolvieren musste, in 9,8 Sekunden. In der letzten Runde war Lindqvist einfach beeindruckend schnell; sie verringerte nur den Abstand zur Teamkollegin, überholte sie jedoch auf der Ziellinie. Diese Medaille wurde die erste überhaupt für die Schwedin.

Super-Sprint Siege an Sindre Pettersen und Felicia Lindqvist

Nach dem Ziel war Lindqvist ein glückliches Mädchen; sie gab zu, "Ich bin jetzt so glücklich, ich habe keine Worte, nur die Tränen in meinen Augen." Zusätzlich sagte sie, "Das Schießen ist das Wichtigste im Super-Sprint, deshalb habe ich versucht, ruhig zu bleiben und Spaß zu haben. Beim letzten Schießen wusste ich, dass viele Leute verfehlen würden, und wenn ich alle Ziele abräume, hätte ich gute Chancen auf ein Podium."

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Fotos: IBU/Stefan Adelsberger

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