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Die Suche geht weiter: Wer wird "Comeback König/Königin"? Halbfinale

Vier Plätze, aber nur drei Athlet*innen verbleiben im Wettbewerb der besten Comebacks. Kaisa Mäkarainen sicherte sich durch ihre Siege im Viertelfinale gleich zwei Halbfinal-Plätze, während Laura Dahlmeier gegen Wildcard-Teilnehmer Tarjei Boe gewann. Welche Legenden schaffen es in das große Finale?

Sieger Runde 1:

Auf der linken Seite des Spielplans gewannen Darya Domracheva HOL12 Massenstart, Martin Fourcade RUH 18 Massenstart, Kaisa Mäkäräinen TMN18 Massenstart und Johannes Thingnes Boe HOC19 Staffel in Runde 1.

Sieger Runde 2:

Auf der rechten Seite des Spielplans waren die Sieger der Runde 2 Darya Domracheva HOCH17 Verfolgung, Kaisa Mäkäräinen KON15 Einzel, Franziska Preuss OBE19 Verfolgung und Laura Dahlmeier NMNM16 Massenstart.

Sieger Viertelfinale:

Im Viertelfinale setzten sich Martin Fourcade RUH18 Massenstart, Kaisa Mäkäräinen TMN18 Massenstart, Kaisa Mäkäränen KON15 Einzel und Laura Dahlmeiers NMNM16 Massenstart durch. Dahlmeier gewann nach dem Duell mit ihrer Teamkollegin Preuss auch das Duell gegen den Wildcard-Teilnehmer Tarjei Boe.

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Die Halbfinal-Paarungen

Das große Finale ist nur noch einen Schritt entfernt. Auf der Zielgeraden des Wettbewerbs kommt es jetzt zum Duell von vier hochklassigen Comebacks. Die größten Hoffnungen auf den Sieg kann sich wohl Kaisa Makarainen machen. Sie ist gleich zwei Mal vertreten und eine Finalpartie Kaisa vs. Kaisa erscheint dadurch durchaus möglich. Zwei weitere Legenden haben jedoch etwas dagegen und wollen den Kaisa-Coup verhindern: Ist es Martin Fourcade, der sie vom Finaleinzug abhalten kann oder setzt sich Laura Dahlmeier durch, die sich ihre Halbfinalteilnahme durch zwei hart erkämpfte Viertelfinal-Siege gegen Teamkollegin Franzi Preuss und Wildcard-Teilnehmer Tarjei Boe verdiente? Viele offene Fragen, die nur ihr Fans mit Euren Stimmen beantworten könnt. 

Wie kann ich abstimmen?

Es ist Zeit für die nächste Entscheidungsrunde um den Titel der Heldin oder des Helden der Aufholjagd. Lesen Sie unsere Zusammenfassungen und stimmen Sie in unserer Instagram Story @ibu_biathlonworld ab. Die Stimmabgabe ist in jeder Runde 24 Stunden lang möglich. Danach werden wir die Ergebnisse posten. Die Halbfinals stehen am 12. Mai an, die Finale-Runde am 16. Mai.

Martin Fourcade 2018 Ruhpolding Massenstart vs. Kaisa Mäkäräinen 2018 Tyumen Massenstart

Ein Halbfinale mit Finalcharakter: Insgesamt zehn Gesamtweltcup-Siege sind in diesem Duell vertreten. Dass es zehn sind, haben wir auch einem dieser Comebacks zu verdanken. Kaisa sicherte sich mit ihrem Comeback in Tyumen ihre dritte Kristallkugel.

Martin Fourcade

Im Massenstart von Ruhpolding leistete sich Fourcade im ersten Stehendschießen zwei Fehler, kämpfte sich aber wieder auf einen zweiten Platz, 4,5 Sekunden hinter Johannes Thingnes Boe vor. Der französische Großmeister führte nach dem zweiten Liegendschießen, verfehlte dann zweimal und fiel 42,5 Sekunden hinter seinen norwegischen Widersacher zurück. Im letzten Stehendschießen traf Fourcade sauber und zügig alle Scheiben, nachdem Johannes einmal verfehlt hatte. Fourcade ging auf Rang 4 mit 17,6 Sekunden Rückstand auf die letzte Runde, hatte aber bei 13,6 km schon seine Mannschafskameraden Antonin Guigonnat und Quentin Fillon Maillet überholt und sich auf Rang zwei vorgeschoben. Fourcade sagte zu seiner Aufholjagd: „Ich wusste, dass es mit zwei Fehlern schwer werden würde, Johannes einzuholen... Ich habe alles gegeben, um es aufs Podest zu schaffen.“

Kaisa Mäkäräinen

Mäkäräinen sicherte sich ihren dritten Sieg im Gesamtweltcup mit einer rasanten Aufholjagd und einem 6. Platz im Massenstart von Tyumen 2018. Die Finnin begann ihr Rennen mit einem Fehler im ersten Liegendanschlag und fiel auf Rang 18 zurück. Nach fehlerfreiem zweiten Liegendschießen lag sie auf Rang 12 mit 11 Sekunden Rückstand. Nach zwei Fehlern im ersten Stehendschießen schien schon alles verloren: Rang 20, 51 Sekunden Rückstand. Typisch Kaisa kam sie dann ohne Fehler durch das letzte Stehendschießen, lag aber immer noch auf Rang 9 mit 32 Sekunden Rückstand. Sie raste wie ein geölter Blitz über die letzte Runde, überholte drei Rivalinnen, darunter ihre Rivalin um den Sieg im Gesamtweltcup Anastasiya Kuzmina, und ging nur 17,4 Sekunden hinter der Siegerin Domracheva über die Ziellinie. Mäkäräinen sicherte sich die große Kristallkugel mit einem Vorsprung von gerade einmal 3 Punkten.

Kaisa Makarainen 2015 IBU WCH Kontiolahti 15 km Einzel vs. Laura Dahlmeier 2016 Nove Mesto Na Morave Massenstart

Kaisa gegen Laura. Genug gesagt. Lasst die Show beginnen!

Kaisa Mäkäräinen

Mäkäräinen holte zwei Strafminuten wieder auf und gewann bei den IBU Weltmeisterschaften 2015 in ihrem Heimstadion in Kontiolahti die Bronzemedaille im 15 km Einzel. Das einzige Ziel der Finnin bei diesen Weltmeisterschaften war es gewesen, wenigstens eine Medaille zu gewinnen. Sie kam mit einer schnellen ersten Runde und einem fehlerfreien ersten Liegendschießen gut ins Rennen. Im ersten Stehendschießen fing sie sich eine Strafminute ein und fiel zurück auf Rang 6 mit 56 Sekunden Rückstand. Im zweiten Liegendschießen kam eine weitere Strafminute dazu, aber sie flog förmlich über die vertrauten Strecken, und so betrug der Rückstand „nur“ 1:47. Mit einem perfekten letzten Stehendschießen verkürzte sie die Zeit auf 1:10 und bereitete ein spektakuläres Finale vor. Auf den letzten drei Kilometern lief Mäkäräinen wie besessen und holte Schritt um Schritt auf, bis sie im Zielbereich in den Schnee fiel, gerade einmal 24,4 Sekunden hinter der Goldmedaillengewinnerin Ekaterina Yurlova-Percht. Kaisa hatte eine Medaille ergattert! „Ich habe heute meinen Job gemacht und mich gefreut, einen guten Tag bei den Weltmeisterschaften erwischt zu haben!“

Laura Dahlmeier

Dahlmeier wurde im Massenstart der Frauen 2016 in NMNM Zweite, nachdem sie nach zwei Fehlern im ersten Liegendschießen den Tag eigentlich hätte abschreiben können. Aufgrund der Schneebedingungen war die Strecke auf 12 km begrenzt, sodass zu Beginn eine Doppelrunde von 4 km und danach Runden von 2 km gelaufen wurden. Die lange erste Runde brachte Dahlmeier aus dem Tritt. Die sonst so zuverlässige Liegendschützin verfehlte zweimal und fiel auf Rang 23 mit 51 Sekunden Rückstand zurück. Von da an zeigte sich der deutsche Star treffsicher und rückte beständig auf 19, 12 und dann 5 vor, mit 21 Sekunden Rückstand nach dem letzten Stehendschießen. Marte Olsbu Roeiseland, Dorothea Wierer, Vanessa Hinz und Gabriela Koukalová lagen allesamt vor der Frau im gelben Trikot. Die Tschechin lag vorn, doch Dahlmeier trat aufs Gas und meldete Ansprüche aufs Podest an. 500 Meter vor dem Ziel hatte Koukalová noch sieben Sekunden Vorsprung, die Dahlmeier immerhin noch auf 3,1 Sekunden verkürzen konnte. „Nach dem letzten Schießen habe ich gedacht, dass das Podest noch möglich ist und habe sie eine nach der anderen überholt.“ „Meine Skier waren perfekt präpariert, das war der Schlüssel für diesen zweiten Platz.“

Die unglaublichen Comebacks aus den letzten Runden verpasst? Kein Problem: Hier und hier gibt es alle Comebacks des ganzen Turniers. Viel Spaß!

Foto: IBU/Rene Miko

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