Zwei für Hochfilzen...Arnd und Erik

Zwei für Hochfilzen...Arnd und Erik

Laura Dahlmeier und Simon Schempp sind nicht die einzigen deutschen Medaillenhoffnungen bei diesen IBU Weltmeisterschaften. Erik Lesser und Arnd Peiffer stehen ebenfalls ganz oben auf der Liste und werden vielleicht schon im morgigen Sprint der Herren zeigen, was in ihnen steckt.

Zwei für Hochfilzen...Arnd und Erik

Erik Lesser

Zu Beginn der Saison 2016/17 zeigte Erik Lesser gemischte Leistungen – bis der Weltcup von Oberhof anstand und der 28-Jährige seinen Rhythmus wiederfand. Mit Platz fünf im Sprint und Verfolger von Oberhof fing das neue Jahr gut an. Und dann schaffte er Unglaubliches, als er den beinahe unschlagbaren Martin Fourcade im Zielsprint hinter sich ließ und sich so Rang zwei im Massenstart sicherte.
Seine Hartnäckigkeit und sein Mut auf der letzten Runde zahlten sich aus und bescherten ihm seinen ersten Treppchenplatz der Saison. Lesser kann seine Konkurrenten mit seinen Schnellfeuereinlagen unter Druck setzen, doch seine Angriffslust stellt sich manchmal als zweischneidiges Schwert heraus. Nur eine Woche nach seinen starken Leistungen in Oberhof handelte er der deutschen Mannschaft im Staffelrennen von Ruhpolding stehend eine unnötige Strafrunde ein.
Wenn Lesser sowohl am Schießstand als auch in der Loipe richtig in Fahrt ist, kann er bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden. Schließlich hat er in seinem Trophäenschrank bereits eine olympische Silbermedaille im Einzel über 20 km und eine WM-Goldmedaille in der Verfolgung. Lesser weiß also, worauf es ankommt und hat schon oft gezeigt, dass er in der Lage ist, genau zum richtigen Zeitpunkt eine Topleistung abzuliefern.
Beste Medaillenchancen: Verfolgung, Massenstart, Einzel, Staffel

Zwei für Hochfilzen...Arnd und Erik

*Arnd Peiffer
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Nur wenige Athleten können eine so gute Saison vorweisen wie Arnd Peiffer. Der 29-Jährige zeigt stabile Schießleistung mit einer Trefferquote von 88 %. Er stand bereits zweimal auf dem Treppchen – als Dritter im Sprint von Östersund und als Zweiter im Verfolger von Oberhof – und konnte bisher sechs Top-Ten-Plätze einfahren. All dies hat ihn in der Gesamtweltcupwertung auf Rang vier nach vorn gespült. Vor allem seine Leistung in der Verfolgung von Oberhof war beeindruckend: Peiffer machte einen Sprung von Rang 15 auf Rang zwei nach vorn und leistete sich bei den widrigen Windverhältnissen nur drei Patzer. Nur ein Athlet konnte ihm die Stirn bieten und schnappte sich Rang eins: Martin Fourcade.
Peiffer ist bekannt für seine guten Leistungen im Sprintrennen: Fünf seiner sechs Karrieresiege und 14 seiner 22 Podiumsplätze fuhr er im Sprint ein. Und diese Saison hat es wieder einmal bestätigt. Und auch wenn es der Sprintweltmeister von 2011 aus Clausthal-Zellerfeld im Norden Deutschlands nicht schafft, seine zweite Medaille im Sprint zu erringen, wartet danach immer noch ein Verfolgungsrennen. Peiffer ist einer der verlässlichsten Stehendschützen des Feldes und liebt es, die Führenden zu jagen und einzufangen… Und vielleicht wird er noch motivierter sein, wenn in Hochfilzen eine Medaille winkt.
Peiffer gewann seine erste Medaille (Gold) in der gestrigen Mixed-Staffel und räumte auf seiner Runde alle zehn Scheiben ohne Nachlader ab. Doch selbst mit diesem furiosen Start blieb er vorsichtig im Hinblick auf die kommenden Wettkämpfe. Peiffer sagte, dass immer noch Luft nach oben sei. „Man muss sich immer verbessern, denn wenn man glaubt, dass man sich ausruhen kann, dann wird man das nächste Mal verlieren. Wir genießen es, heute ganz oben zu stehen.“ Wenn er noch besser wird, dann strahlt seine Zukunft golden.
Beste Medaillenchancen: Sprint, Verfolgung, Staffel

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