Zwei für Hochfilzen... Johannes und Dominik

Zwei für Hochfilzen... Johannes und Dominik

Johannes Thingnes Boe

Mit 23 Jahren ist Johannes Thingnes Boe schon zweifacher Weltmeister und kann auf zehn Weltcupsiege zurückblicken. Auch wenn er aus gesundheitlichen Gründen Anfang Januar kürzer treten musste, hat er sich schnell erholt, den Massenstart in Antholz gewonnen und muss wieder zu den Favoriten für die IBU Weltmeisterschaften gezählt werden. Schnelles Schießen, eine durchdachte Strategie und ein schnelles Tempo auf der Strecke sind die Bausteine für seinen Erfolg, wie er bei seinem fehlerfreien Sieg in Antholz erneut bewies. Es war sein erster Sieg seit der Goldmedaille letztes Jahr vor heimischem Publikum in Oslo; kein Wunder, dass ihm das erneut im Massenstart gelang. „In Antholz zu gewinnen war etwas ganz Besonderes und auch wichtig für mich...Ich bin schon zu lange nicht richtig in Form, und es war nicht leicht, in dieser Zeit weiter positiv zu denken. Zum Glück habe ich den Kampfgeist und Siegeswillen nicht verloren, also habe ich es wieder und wieder versucht, und das hat sich ausgezahlt!“
 Medaillenchancen hat er in Hochfilzen in jedem Wettkampf, auch in der gemischten und die Herrenstaffel; schon in Oslo und Kontiolahti gewann er je drei Medaillen. Es wird für Boe nicht leicht werden, bei der großen Konkurrenz auf dem österreichischen Schnee eine Medaille zu gewinnen. Eins steht aber fest: Er wird nicht so leicht aufgeben und zumindest zu versuchen, seinen Massenstart-Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Beste Medaillenchancen: Sprint, Massenstart, gemischte und Herrenstaffel.

Zwei für Hochfilzen... Johannes und Dominik

Dominik Windisch

Der 27-jährige Dominik Windisch ist die beste Chance der italienischen Herren auf eine Medaille. Im letzten Jahr in Oslo verpasste er das Podium dreimal knapp: Er wurde Vierter im Massenstart und der gemischten Staffel und Fünfter im Sprint. In diesem Jahr will er sich in Hochfilzen die erste WM-Medaille sichern. Zwei Asse hat er dabei im Ärmel: Zum einen seine zwei Podestplätze aus Oberhof; er wurde Dritter in Sprint und Verfolgung, nachdem er über Weihnachten krank gewesen war. Er gab zu, dass die niedrig gesteckten Erwartungen ihm zum Erfolg verholfen hatten. „Ich bin ganz ohne Erwartungen nach Oberhof angereist. Vielleicht ist das einfach der beste Ansatz; wenn man nichts erwartet, geht alles viel leichter.“ Sein zweites As ist seine Familie auf der Tribüne, weil es von seinem Heimatort Rasun/Antholz nicht weit nach Hochfilzen ist. Er sagte: „Ich freue mich, weil die WM die wichtigste Veranstaltung im Jahr ist. Hochfilzen ist nicht weit von meiner Heimat, also werden viele Familienmitglieder anreisen, auch meine Eltern, und das macht es besonders.“ Windisch ist ein guter Kandidat für den Massenstart; seinen einzigen Weltcupsieg schaffte er in seiner Lieblingsdisziplin. „Der Massenstart gefällt mir am Besten, weil da viel von der Strategie abhängt. Man muss seinen eigenen Rhythmus finden und dann an die Arbeit gehen. Im Massenstart ist das einfacher, weil man einfach keine Zeit zum Nachdenken hat. Im Einzel ist man alleine auf seiner Runde unterwegs und hat Zeit, über alles nachzudenken.“ In diesem Jahr hat sich sein Schießen auf 86 % im Liegen und 75 % im Stehen verbessert. Mit gutem Schießen, guter Strategie und der Unterstützung seiner Familie könnte es bei Windisch für eine WM-Medaille reichen.
Beste Medaillenchancen: Gemischte Staffel, Verfolgung, Massenstart.

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